A1 Chef Interview zu Breitbandausbau, Kleine Zeitung 10-2019 :

dannym

Mobilfunk Teilnehmer
10 Mai 2014
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Im A1 LTE Ausbau Thema gibt es einen Link zu einem Interview heute in der Kleine Zeitung mit dem A1 Chef Grausam.
Hier mal der wichtigste Teil, ein paar "lustige" Sachen hab ich rot markiert:

Wo steht der Breitbandausbau in Österreich?
MARCUS GRAUSAM:
Wir erreichen gut 50 Prozent der Haushalte mit ultraschnellem Breitband über 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Eine Grundversorgung mit 30 Mbit/s schaffen wir für 80 Prozent der Haushalte leitungsgebunden, Hybrid bis zu 96 Prozent. 80 Prozent der transportierten Daten sind Videos, großteils Streaming. Für einen Stream brauchen Sie vier bis zehn Mbit/s.
Österreich ist aber zweifellos Glasfaser-Nachzügler. 2018 waren 1,1 Prozent ans Glasfasernetz angeschlossen, EU-weit 14 Prozent.
Österreich hat seither aufgeholt. Wir können mit Glasfaser 5 Prozent der Haushalte erreichen. Unser Glasfasernetz umfasst 50.000 Kilometer. 90 Prozent der Gemeinden haben zumindest einen Glasfaserzugang.
Das Problem ist die „Last Mile“ – der Glasfaseranschluss möglichst vieler Haushalte und Firmen.
Da gibt es einen Technologiemix aus Funk, Kupfer und Glasfaser. Wir sind stark nachfrageorientiert: Im dicht verbauten Gebiet bauen wir Glasfaser bis ins Haus, im dünner verbauten Gebiet bis zu einer abgesetzten Schaltstelle, von der aus wir über Kupferleitung in die Haushalte gehen. In St. Kanzian erhalten so 2000 Haushalte eine Datengeschwindigkeit von 100 bis 300 Mbit/s. Das reicht ganz sicher fürs nächste Jahrzehnt.
Also ist Glasfaser kein Muss?
Ein flächendeckender Glasfaserausbau in Österreich kostet sieben bis acht Milliarden Euro und dauert ein oder zwei Jahrzehnte. So lange können viele nicht warten, daher gibt es gute Alternativen.
Sie sehen die umstrittene Technologiefrage recht pragmatisch.
Ja, denn den Kunden ist die Technologie relativ egal. Es ist eine Kostenfrage. Die 5G-Versorgung wird ohnehin in der Fläche benötigt. Glasfaser ist die Datenautobahn – und man baut keine Autobahnabfahrt bis zu jedem Haus. Auch im Breitbandnetz braucht man alternative Technologien, die jedes einzelne Haus versorgen.
Wie weit ist A1 mit dem Bau des 5G-Netzes? Eine 3,5-Gigahertz-Frequenz wurde ja ersteigert.
Wir dürfen sie ab 1. Jänner 2020 kommerziell nutzen. Wir bereiten uns vor und rüsten jetzt unsere Stationen um.
Alle Stationen?
Wir montieren neue Antennen im ersten Schritt auf bestehende Stationen. Wir starten das 5G-Netz in ausgewählten Gebieten am 1. Jänner 2020. Bis es eine flächendeckende 5G-Abdeckung gibt, wird es vier, bis fünf Jahre dauern. ...
 

maultier

Mobilfunk Teilnehmer
26 Mrz 2014
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Österreich hat seither aufgeholt. Wir können mit Glasfaser 5 Prozent der Haushalte erreichen. Unser Glasfasernetz umfasst 50.000 Kilometer. 90 Prozent der Gemeinden haben zumindest einen Glasfaserzugang.
Das sind wieder nichtssagende Aussagen. Man kann auch 99% der Haushalte mit Glasfaser erreichen mit genügend Geld. Und die Aussage 90% der Gemeinden mit Glasfaserzugang ist auch komplett sinnlos. Das ist halt die Anbindung des Wählamts. Wenn drausen auf der Straße vor meinem Haus eine Glasfaser zur nächsten ARU vorbeigeht hab ich dann auch einen Glasfaserzugang?
 

misterrow

Mobilfunk Teilnehmer
6 Dez 2014
87
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Was machen die mit der Breitbandmilliarde :rolleyes:

Anscheinend nur soviel aufrüsten damit man sich mit 5G profilieren kann

Hauptsache die Ballungsgebiete werden versorgt :mad::mad::mad::mad:
 

EDGE-Surfer

Mobilfunk Teilnehmer
21 Jan 2015
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Die gehen nur so weit wie man sie tritt.
Der LTE 800 Rollout war das letzte was vernünftig gemacht wurde. Aber sicher nur wegen den Ausbauverpflichtungen.
Jeglicher weitere Frequenzerwerb darf nur mehr unter mindestens diesen Auflagen möglich sein. Sonst droht ein 2 Klassen Netz.
Natürlich müssen die Frequenzen dan zu einem günstigeren Preis abgegeben werden, denn die notwendigen Investitionen kosten Geld.
 
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Sin10

Mobilfunk Teilnehmer
23 Mrz 2014
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Glas bis direkt ins haus? nein, das braucht niemand. Und mehr wie 640 KB RAM auch nicht.

Mich wundert es nicht, das immer mehr Stromanbieter und kleine Provider ihre Chance nutzen, und lokal Glas ausbauen. Und dort der A1 die Kunden massenhaft wegrennen.
Normal muss die A1 echt mal Auflagen bekommen wie sie ihr Kabelgebundenes Netz auszubauen haben (FTTH)

Und Frequenzen gehören meiner Meinung nach so verteilt: die RTR vergibt diese kostenlos und gerecht an alle mitbietenden. Natürlich mit Ausbauverpflichtungen. Werden die nicht eingehalten müssens halt richtig strafe zahlen...
 

Gorbag

Mobilfunk Teilnehmer
26 Nov 2014
1.228
604
Für einen Stream brauchen Sie vier bis zehn Mbit/s.
Full HD? Netflix bietet - soviel ich weiß - auch einige Ultra Full HD Streams an, für die dann (glaube ich) 25 MBit/s erforderlich sind. Natürlich hat / braucht die große Masse das (noch) nicht, aber wie sieht es in ein paar Jahren aus?
Die 5G-Versorgung wird ohnehin in der Fläche benötigt.
Das Problem mit dem geteilten Medium wird hier natürlich nicht weiter erläutert.
Mich wundert es nicht, das immer mehr Stromanbieter und kleine Provider ihre Chance nutzen, und lokal Glas ausbauen.
Richtig, in diesem Punkt tut sich in unserer Gemeinde gerade einiges:
Vom Stromversorger sehe ich immer mehr Schaltkästen, auf denen mit Glasfaser geworben wird neben Angabe eines QR-Codes, über den man sich gleich informieren kann. Auch nützt derzeit ein Unternehmer in unserer Gemeinde die Chance und baut mit Hilfe des Stromversorgers und dessen Glasfaserkabeln gerade eine Internetinfrastruktur auf. Von ihm weiß ich auch, dass der nächste Schaltkasten, in dem Glasfaser vorhanden ist, ca. 500 m von unserem Haus entfernt ist. Irgendwann wird der Schaltkasten in unserer Straße (nur mehr 50 m vom Haus entfernt) auch an Glasfaser angebunden, dann schließe ich das Haus so oder so an.
 
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Gringo

Mobilfunk Teilnehmer
9 Feb 2017
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Hier bei mir in 2392 Grub wird von A1 "glasfaserschnelles Internet" basierend auf Kupfertechnologie ausgebaut. Die 3 ARUs stehen schon seit 2 Monaten. Diese Woche wollte man (endlich!!!) in die bestehenden Leerrohre Mikroröhrchen einblasen. Doch die seinerzeit (2003) von der EVN verlegten Rohre sind teilweise nicht durchlässig/unterbrochen/gequetscht/verstopft/schlampig verlegt o.ä. Nun wird etwa alle 50m ein Loch gegraben und nachgeschaut ob ...... Das dauert .... Da greift man sich an den Kopf! Bei den ARUs wird wieder ebenfalls neu aufgegraben, genau dort wo vor 2 Monaten zugeschüttet wurde! Man hat die ARUs nur hingestellt ohne Glasfaseranschluss und die Künetten zugeschüttet. Herr lass Hirn regnen.
 

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