Allianz kauft sich in Niederösterreichs Breitband-Netz ein

A.E.I.O.U.

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15 Dez 2014
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Also die Preise schrecken mich auch absolut nicht. Ich würde auch gern 6000€ Anschlussgebühr bezahlen wenn ich dafür für die Nächsten Jahrzente Ruhe habe und nicht mit 4G, 5G XG für die nächsten Jahre herumdümpeln muss. Leider hat Nögig bei uns nach dem Grobkonzept aufgehört zu planen - so wie in vielen Gemeinden.
 
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derFlo

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22 Mrz 2014
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Ich finde den Preis irgendwie zu hoch. Kurzzeitig hatte ich mal den Eindruck, dass es zum NBN 2.0 wird.
(NBN, Australischer FTTH Ausbau, der "gescheitert" ist)
Gescheitert würde ich das nicht nennen - selbst wenn es nicht überall FTTH wurde, ist Hybrid-Fiber-Coax noch immer deutlich besser, als die herkömmliche Telefonleitung.
 

maultier

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26 Mrz 2014
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Für die nächsten 30 Jahre entfallen dann drei Viertel des Netzes auf die Münchner, ein Viertel verbleibt beim Land Niederösterreich. Nach 30 Jahren geht dann die Infrastruktur komplett in den Besitz des Landes über.
https://www.derstandard.at/story/20...sich-in-niederoesterreichs-breitband-netz-ein

Die 30 Jahre dürfen aber nicht zufällig gewählt sein. Glasfaserkabel halten ja auch nicht ewig. Man findet oft Angaben von 20-40 Jahren natürlich von der Situation abhängig. Da betrifft ja nicht nur die eigentlichen Fasern sondern auch Leehrrohre usw. Eben nach einer gewissen Zeit steigt dann die Fehlerhäufigkeit an und es werden mehr Wartungen und Austausche notwendig.

Und dann ist das Land wieder alleiniger Eigentümer und hat die Kosten dafür zu tragen.
 
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epicless

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3 Mrz 2016
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https://www.derstandard.at/story/20...sich-in-niederoesterreichs-breitband-netz-ein

Die 30 Jahre dürfen aber nicht zufällig gewählt sein. Glasfaserkabel halten ja auch nicht ewig. Man findet oft Angaben von 20-40 Jahren natürlich von der Situation abhängig. Da betrifft ja nicht nur die eigentlichen Fasern sondern auch Leehrrohre usw. Eben nach einer gewissen Zeit steigt dann die Fehlerhäufigkeit an und es werden mehr Wartungen und Austausche notwendig.

Und dann ist das Land wieder alleiniger Eigentümer und hat die Kosten dafür zu tragen.
Welcome to capitalism.
Die Shareholder lachen sich eins weg und die öffentliche Hand (Steuerzahler) finnanziert deren Gewinne..
Das ist alles gerechnet. Nur unsere "Leader" sind bei einer kurzen Präsentation mit 5 PowerPoint Folien so dumm zu glauben das wirke sich positiv aus.


Es wird der Tag kommen, andem es uns so gehen wird wie in den Staaten.

Haftstrafen der Bevölkerung als Geschäftsmodell
Krankheitsleid der Bevölkerung als Geschäftsmodell
 
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NamePhilip1994

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26 Aug 2018
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Die Problematik ist einfach, dass der politische Wille fehlt, das Risiko der Finanzierung selbst zu stemmen. Bereits in Phase 1 wollte NÖ kein Risiko eingehen.

Das Tiroler Modell ist da vorbildlich, Gemeinden die unattraktiv sind werden vom Land gefördert und dürfen das Netz behalten, wodurch auf lange Sicht die Gemeindefinanzen einen Schub bekommen.

Aus arbeitstechnischer Sicht sind diese abweichenden Geschäftsmodelle positiv, aus Bürgersicht fand ich zwar den "Verkauf" der nögig als bittere Pille, jedoch der Allianz zu helfen, eben jene Gesellschaft zu "kaufen" die von uns gegründet wurde war dafür sehr interessant^^

Nachdem die Akquise in Phase 2 eher schleppend vonstatten geht, bin ich auch gespannt, wie sich die Rendite entwickeln wird 🤔
 
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derFlo

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22 Mrz 2014
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Das Tiroler Modell ist da vorbildlich, Gemeinden die unattraktiv sind werden vom Land gefördert und dürfen das Netz behalten, wodurch auf lange Sicht die Gemeindefinanzen einen Schub bekommen.
Wobei halt auch die Frage ist, ob die Gemeindefinanzen einen Boost bekommen, wenn dort aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit niemand ausbauen möchte.
Am ehesten noch über Sekundäreffekte (reduziert Abwanderung, evtl. Betriebsansiedelungen), die sind aber auch nicht nur mit Glasfaserausbau zu machen (da gehört schon noch einiges anderes an Infrastruktur und Lage dazu).
 

NamePhilip1994

Mobilfunk Teilnehmer
26 Aug 2018
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Wobei halt auch die Frage ist, ob die Gemeindefinanzen einen Boost bekommen, wenn dort aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit niemand ausbauen möchte.
Am ehesten noch über Sekundäreffekte (reduziert Abwanderung, evtl. Betriebsansiedelungen), die sind aber auch nicht nur mit Glasfaserausbau zu machen (da gehört schon noch einiges anderes an Infrastruktur und Lage dazu).
Projekte der öffentlichen Hand haben einen langen Betrachtungszeitraum, oft wird der Cash Flow erst nach 20 Jahren positiv, da man in erster Linie aber nicht gewinnorientiert ist und keinen Investor hat, ist es ausreichend, wenn der Ertragswert in diesen 20 Jahren wenigstens 0,- ist.

Du hast Recht, anfangs kann die Gemeinde froh sein, wenn die Einnahmen für die Tilgungen reichen, irgendwann steigen die Einnahmen aufgrund der Take-up rate und je nach Mietmodell mit dem ANB bzw. weil sich völlig neue Anwendungen finden, für die man dann Dark Fibre Einnahmen lukrieren kann.

Deine genannnten Sekundäreffekte sind gut, jedoch meine ich, dass es nicht absehbar ist, welchen Nachteil eine Gemeinde/Region schafft, wenn sie nicht in FTTH investiert, man bleibt dann irgendwann auf der Strecke, selbst der Greissler wird in Zukunft eine vernünftige Versorgung brauchen, damit Bankomatzahlung funktioniert und Bauern müssen heute schon ihre Tiere online registrieren, wenn man für den Prozess zu lange braucht, wird man aus Sicherheitsgründen aus der Sitzung gekickt und kann von vorne beginnen. Das nur als Beispiele.

letzte Woche war ich bei einer AGGFA Exkursion in Randegg und dort hat es nicht nur der Gemeinderat verstanden, sondern auch die Bevölkerung.
Grund: Dort ist sowohl Mobilfunk schlecht, als auch Kupfer, da kein FTTC gebaut wurde, Anstoß für das Projekt waren ein paar Jugendliche, die sich beschwerten, dass sie nicht WoW spielen konnten^^

In solchen Gegenden ist es leicht die Bevölkerung zu akquirieren, in meiner Gemeinde bspw. gibt es im Kerngebiet teilweise FTTC, ein ganz kleiner Teil hat FTTH und die umliegenden Katastralen werden passabel mit LTE versorgt, ich bin gespannt, wie die nögig hier die 40% schaffen will, sieht man ja in den anderen Gemeinden wie Phyra und Purgstall sehr gut, Akquisephase muss verlängert werden. . .
 

derFlo

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22 Mrz 2014
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Ich denke auch, dass es für die Gemeinde positive Effekte haben kann (siehe deine Beispiele ich Richtung Abwanderung) und da stimme ich dir auch absolut zu.
Weniger denke ich, dass ein finanzieller Boost entsteht (also im Sinne von mehr oder weniger deutlichen Mehreinnahmen). Alle anderen Sachen stimmen natürlich - mir ist auch klar, dass die Internetnutzung nicht weniger werden wird.
 

NamePhilip1994

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26 Aug 2018
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Ich denke auch, dass es für die Gemeinde positive Effekte haben kann (siehe deine Beispiele ich Richtung Abwanderung) und da stimme ich dir auch absolut zu.
Weniger denke ich, dass ein finanzieller Boost entsteht (also im Sinne von mehr oder weniger deutlichen Mehreinnahmen). Alle anderen Sachen stimmen natürlich - mir ist auch klar, dass die Internetnutzung nicht weniger werden wird.
Je nachdem, wie lange die Tilgung dauert denke ich schon, dass sich der Haushalt in Zukunft bessern wird. Als Passivnetzbetreiber lassen sich zwischen 10 und 20 Euro pro Nutzer/Monat erzielen, gerade kleine Gemeinden ohne Industrie werden es spüren, 1.000 Seelendorf hat mal angenommen 300 Nutzungseinheiten, wären das 36-72k jährlich, 100 Take Up ist recht hoch gegriffen, aber gerade wo das Internet aktuell miserabel ist, kann man realistisch von min. 80% ausgehen.

Nachdem die Meinung der passiven Netzbetreiber zeigt, dass sie weg von der Gleichverteilung der Einnahmen auf PNB, ANB und ISP wollen und wenigstens 50% fordern, könnten die Einnahmen auch steigen.

Große 5k Einwohner Gemeinden mit ein paar größeren Betrieben spüren das kaum, beachtet man aktuell, dass die Kommunalsteuern aufgrund von Corona jedoch wegbricht hat man so immerhin eine fixe Einnahmequelle.
 

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