Auswirkungen der bank99 auf die Post AG

17 Mai 2019
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ja ... diese Pfeife schafft es echt, jetzt wo alle Logistik/Postunternehmen wegen Corona ein sattes Plus schreiben, das Unternehmen wegen d er Bank mit einem Minus auszustatten... bin auf den Geschäftsbericht gespannt - Dividende wird es natürlich geben (Republik Österreich wartet & Hr Pölzl erkauft sich dadurch das Bleiben) , was man wieder aus dem Unternehmen rauszieht
 
22 März 2014
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Das könnte ein gewisser Hr Pölzl geschrieben haben (fernab jeder Realität & den Kernauftrag des Unternehmens, dem er vorsteht, vergessen habend)

Diesen Auftrag bekommt er von den Eigentümervertretern (aka Aufischtsrat).
Da für die Bank99 extra Teile eines Unternehmens gekauft wurden (Bankhaus Brüll-Kalmus) und auch die Investition erheblich war, ist das vom Aufsichtsrat so auch freigegeben worden.
Insofern waren wohl auch die Eigentümervertreter der ÖBAG damit einverstanden (immerhin hält der Bund über die ÖBAG etwas über 50% von der Post).

ja ... diese Pfeife schafft es echt, jetzt wo alle Logistik/Postunternehmen wegen Corona ein sattes Plus schreiben, das Unternehmen wegen d er Bank mit einem Minus auszustatten... bin auf den Geschäftsbericht gespannt - Dividende wird es natürlich geben (Republik Österreich wartet & Hr Pölzl erkauft sich dadurch das Bleiben) , was man wieder aus dem Unternehmen rauszieht

Naja, so läuft das halt bei Investitionen jeglicher Art, da ist man nicht sofort im Plus.
Und wie schon geschrieben: Wären die Eigentümervertreter vom Bund nicht einverstanden gewesen, wäre das Bankenexperiment wohl kaum durch den Aufsichtsrat gekommen.

Fazit: Man kann vom Herrn Pölzl halten was man möchte - er macht das, was ihm der Aufsichtsrat freigegeben hat.
 
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17 Mai 2019
491
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Ja "der Flo" da hast Du recht - aber betrachten wir einmal das ganze in Zusammenhang von einigen Tatsachen in zeitlicher Abfolge:

Kooperation Bawag/Post
Früher gab es einen Kooperationsvertrag P.SK. (dann gefolgt von Bawag) und der Post - die Bawag zahlte an die Post Provisionen; als die Post erhöhte Provisionszahlungen von der Bawag forderte, ließ die Bawag den Vertrag einfach auslaufen & damit endete die Kooperation (war sicher auch im Sinne des Aufsichtsrates, dass diese Verhandlungen kippen sollten - oder auch nicht - k.A.)

Alternative "Bank"
Danach begab sich die Post auf die Suche nach einem neuen Partner - von Volksbank usw war die Rede & siehe da, man fand einen Partner - FINTECH ... es wurden bereits Schulungskurse usw abgehalten und um viel Geld Fintech Aktien gekauft - und siehe da - auf einmal kippte der Deal (warum auch immer) und die Post hatte durch diese Kooperation auf 1x 30-mio EUR Defizit angehäuft (wegen der angekauften Aktien die durch das Platzen viel Wert verloren hatten)!

Auch alles im Sinne & abgesegnet durch den Aufsichtsrat? Hmm - nicht ganz - es mußte tatsächlich ein Kopf rollen - aber nicht der des Vorstandsvorsitzenden Pölzl, sondern der des dafür nicht zuständigen DI Hietziger

Status jetzt
Man hat diese kleine Bank gekauft (damals 8 Mitarbeiter) und baut diese nun für die Post aus - soll so sein aber:


Postunternehmen
...wenn man sich die Erträge der Logistik & Postunternehmen anschaut, sind die meisten durch Corona echt gewachsen - nur die Post schafft es, durch den Klotz bank 99 ganz anders zu "performen" was auch klar ist.

In Bezug auf unser tägliches Leben - siehe die Mal die Post App an - hier im Forum, wie "toll" die ist - man steck bei der Post fast sämtliche IT Ressourcen in die Bank99 - vorbei am eigentlichen Core-Business.



Ja - Du hast schon recht - natürlich alles durch den Aufsichtsrat gedeckt - aber man gewisse Entwicklungen & Entscheidungen auch in eine Richtung bringen, dass der Aufsichtsrat dann zustimmen muß, mangels Alternativen und man kann sich alles schönrechnen


Nun ja - es ist wie es ist - alles nur eine Erfolgsstory! ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
27 Juni 2019
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Tja, solche Entwicklungen (nämlich jene die eigene PSK zu verkaufen usw. um letztendlich doch wieder eine Bank zu haben, damit man nicht nur Briefe und Paket, sondern eben auch Geld versenden kann) finden in vielen Bereichen statt und jedes Mal können sich dabei zig Leute rundherum eine goldene Nase auf Kosten der Kunden, kleinen Miteigentümer (auch bekannt als ...bürger; das kommt vom Wort bürgen) verdienen. All das selbstredend ohne jedweden realen volkswirtschaftlichen oder sonstigen Nutzen.

Und so wie in der "kommunistischen" Einheitspartei der DDR (ups, die nannte sich ja SED, und war wie unsere ÖVP strukturiert) alles legistisch vollkommen korrekt abgelaufen ist, ist das natürlich auch in den kapitalistischen Einheitsparteien des Westens der Fall. Aber Hauptsache, wir glauben immer noch 1992 den kalten Krieg gewonnen zu haben ... dabei sind damals nur die letzten physikalischen Schranken am Eisernen Vorhang und jene der sozialen Verantwortung im Westen gefallen, eine Grundsatzentscheidung, die später verharmlosend als wirtschaftsliberale Ausrichtung bezeichnet wurde. Aber lassen wir das "Politisieren" besser.

Die Entscheidungen waren ja stets alternativlos wie man uns immer wieder erklärt! Wer glaubt, möge darob seelig werden ...
 
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17 Mai 2019
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Ich darf da noch eine Erfolgsstory dieser PostVOrstandsspezialisten aufwarten:

Ist schon länger her, aber von seiten des PostVOrstandes (natürlich abgesegnet durch den Aufsichtsrat, den man sicher ganz tolle Folien in bezug auf Mengen & Umsatzzuwachs aufgewartet hat) hat sich Post eine eigene Druckerei zugelegt....

Schlott verkauft Meiller Direct an Österreichische Post « JUVE (juve-verlag.at)


Wenn man sich ansieht, wie eng umkämpft dieser Druckmarkt seitd er Ostöffnung ist/war & wie die österreichischen Druckereien weggestorben sind, sicher eine seeeeeeehr gute Entscheidung, in den Printmarkt einzusteigen:

War ca 2007 - nun ja... schauen wir, was sich draus bis 2015 entwickelt hatte:

Meiller GHP GmbH: Alle Informationen zum Unternehmen › Print.de

Insolvenz 2014 - Übernahme 2015 durch Paragon!


Eine echte Erfolgsstory - hat der Post sicher auch nichts gekostet& war natürlich auch alles durch den Aufsichtsrat abgenickt! Ich weiß nicht, ob solche Vorstände im nicht staatlichen/teilgeschützen Bereich auch so operieren könnten!
 
31 Mai 2014
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Tja, solche Entwicklungen (nämlich jene die eigene PSK zu verkaufen usw. um letztendlich doch wieder eine Bank zu haben, damit man nicht nur Briefe und Paket, sondern eben auch Geld versenden kann) finden in vielen Bereichen statt und jedes Mal können sich dabei zig Leute rundherum eine goldene Nase auf Kosten der Kunden, kleinen Miteigentümer (auch bekannt als ...bürger; das kommt vom Wort bürgen) verdienen. All das selbstredend ohne jedweden realen volkswirtschaftlichen oder sonstigen Nutzen.

Und so wie in der "kommunistischen" Einheitspartei der DDR (ups, die nannte sich ja SED, und war wie unsere ÖVP strukturiert) alles legistisch vollkommen korrekt abgelaufen ist, ist das natürlich auch in den kapitalistischen Einheitsparteien des Westens der Fall. Aber Hauptsache, wir glauben immer noch 1992 den kalten Krieg gewonnen zu haben ... dabei sind damals nur die letzten physikalischen Schranken am Eisernen Vorhang und jene der sozialen Verantwortung im Westen gefallen, eine Grundsatzentscheidung, die später verharmlosend als wirtschaftsliberale Ausrichtung bezeichnet wurde. Aber lassen wir das "Politisieren" besser.

Die Entscheidungen waren ja stets alternativlos wie man uns immer wieder erklärt! Wer glaubt, möge darob seelig werden ...
Ein bisschen muss ich hier die Post "in Schutz nehmen":

Die PSK hat nie der Post gehört; das war und ist eine allgemeine Fehlinformation!

Sie war vor der "Entstaatlichung" eine eine eigene Rechtspersönlichkeit als Anstalt des öffentlichen Rechts im Staatsbesitz!

Die Post hat nur indirekt damit zu tun: bei der Gründung hat man nämlich einen Vertrag mit der Post abgeschlossen, wo die Postämter -die es ja in der K&K Monarchie "überall" gab- das Filialgeschäft für die PSK gegen Entgelt durchgeführt haben.

Als der Staat sie dann an die BAWAG verkauft hat, um (kurzfristig) Geld zu bekommen, wurde aus ihr die BAWAG/PSK.
Der Vertrag mit der POST für den Filialbetrieb wurde weiter fortgeführt.

Offenbar wollte BAWAG für diese Leistungen dann nicht mehr so viel bezahlen (oder die POST hat dafür zu viel verlangt), dass die BAWAG letztendlich den Vertrag gekündigt hat.

Weil der Entfall der Entgelte für die PSK Leistungen sicher "weh tat" hat man sich halt entschlossen, die BANK99 zu gründen, um das abzufedern.

Ich habe vor rd. 35 Jahren in der PSK gearbeitet (EDV) und jeder(!) hat damals gemeint: "wie gefällt es dir denn bei der POST". Ist halt nicht einfach zu verstehen ;)
 
10 November 2014
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Aus heutiger Sich wirkt das alles etwas merkwürdig.
Der Verkauf der PSK an die BAWAG war wohl eindeutig politisch gewollt. Das die Konstruktion mit der Post für moderne privatwirtschaftliche Verhältnisse etwas seltsam ist war wohl wurscht.

War ja auch recht knapp. Ein anderes Timing vom Bekanntwerden des BAWAG Skandals und daraus wäre wohl eh nichts geworden. Irgendwie bitter: Auch bei der KONSUM Pleite hat die BAWAG mitgewirkt.
Wie im ersten Satz erwähnt, zumindest merkwürdig - obs aus Steuerzahlersicht die beste Variante gewesen ist?

Und diese geplatzte Arbeit mit der FINTECH Gruppe: Auch komisch...


In Bezug auf unser tägliches Leben - siehe die Mal die Post App an - hier im Forum, wie "toll" die ist - man steck bei der Post fast sämtliche IT Ressourcen in die Bank99 - vorbei am eigentlichen Core-Business.
Keine Ahnung wie viel daran dran ist. Immerhin sind die ganzen Bankapplikationen 1:1 Standardkompontenten von ARZ.

Tja, solche Entwicklungen (nämlich jene die eigene PSK zu verkaufen usw. um letztendlich doch wieder eine Bank zu haben, damit man nicht nur Briefe und Paket, sondern eben auch Geld versenden kann) finden in vielen Bereichen stat
Über die Verwandtschaft Post / PSK wurdest ja schon aufgeklärt. Aber du hast schon Recht.
Scheint halt manchmal auch Mode zu sein oder eine Frage des Geschmacks gewisser Personen.
Es gibt als Beispiel auch Konzerne die ihren Firmensitz verkaufen, sich dann einmieten und irgendwann doch wieder selber bauen.

Lustig: Eigentlich hab ich mit dem Beispiel gar nicht die Post gemeint, aber da fällt mir ein: Die Post hats ja auch so gemacht 🤭 🤭 🤭 .

Ich habe vor rd. 35 Jahren in der PSK gearbeitet (EDV) und jeder(!) hat damals gemeint: "wie gefällt es dir denn bei der POST". Ist halt nicht einfach zu verstehen ;)
Früher war das ja wirklich nicht offensichtlich zu durchschauen.
Seit dem Verkauf an die BAWAG könnte man es durchschauen - dafür ist es wohl für viele zu belanglos.
 
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