Balkonkraftwerk

10 Mai 2014
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Ich hab einen Nachbarn der hat das bei der Steweag gemacht. Sich eine komplette Anlage aufs Dach schrauben lassen.
Wenn ich das richtig gelesen habe: Diese Sonnenscheine sind keine gemieteten Solarpanel die auf dem eigenen Dach montiert werden, sondern Anteile an Solarpanelprojekten.

So etwas wie eine Aktie mit Dividende.
 
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27 Juni 2019
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Da ich selber an meinem Balkon nicht wirklich eine solche Anlage anbringen kann.
Hab ich jetzt von der Linz AG ein interessantes Angebot gefunden.
Man kann für 250€ein sogenanntes Solarpaneel für 5 Jahre mieten.

https://www.linzag.at/portal/de/privatkunden/zuhause/strom/photovoltaik/sonnenscheine

die 2 Fragen die sich mir jetzt stellen.
Kann ich damit meine Stromrechnung senken?
Kann ich dabei ungefähr mit einer schwarzen Null nach fünf Jahren aussteigen?
Du wirst da trotz einer Vorauszahlung de facto wohl keinen echten Gewinn machen, denn die Gutscheine bezahlst Du ja in erster Linie mit dieser Vorauszahlung, und allfällige Gewinne sind auch noch steuerpflichtig! Verlust wird es wohl keiner werden; zumindest wenn man die Inflation für diese fünf Jahre übersieht! Aber wenn es mit dieser so weiter geht, dann wird's wohl auf einen Realverlust (Nicht verwechseln mit einem Nominalverlust!) rauslaufen.

Viel interessanter sind aber die dort veröffentlichten Zahlen:
Da werden also bei einer wohl professionell errichteten Anlage
1) 308 m² Paneele verbaut
2) die eine Gesamtleistung von knapp 64 kWp haben
3) die voraussichtlich rund 64.000 kWh im Jahr produzieren werden

Das bedeutet also
1) pro 1 kWp wird mit rund 1.000 kWh gerechnet
2) wofür rund 5 m² Paneelfläche erforderlich sind

Bei schlechter Sonneneinstrahlung wird mit rund 3 % weniger Produktion gerechnet, bei sehr guter mit 3 % mehr Produktion.

Die Interpretation der Ertragsaussichten für die Investoren, vor allem im Hinblick auf die Finanzierung und Amortisation, überlasse ich den werten Mitlesern.
 
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4 August 2022
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Bei schlechter Sonneneinstrahlung wird mit rund 3 % weniger Produktion gerechnet, bei sehr guter mit 3 % mehr Produktion.
Rechnen die Dir das so vor oder hast Du da eine "0" vergessen? Denn bei schlechterem Wetter hast Du nicht 3% weniger sondern 30 % und wesentlich mehr - weniger Ertrag! Bus zu Null!!!
In manchen Landesteilen hat man das Gefühl, daß die EVU´s einfach zu wenig Strom haben und so die Leute dazu bringen die Erzeugung mit zu finanzieren und um mehr billigen Strom zu erzeugen.
Andere wieder wissen nicht wohin mit dem Saft und erschweren es mit allen möglichen Mitteln, den Willigen sich selbst zu versorgen.
 
4 August 2022
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"Wenn ich das richtig gelesen habe: Diese Sonnenscheine sind keine gemieteten Solarpanel die auf dem eigenen Dach montiert werden,"
Ja da verdienen mindestens 2 an Deiner Anlage.
Zu ersten die EVU die Dir die Anlage verkauft, natürlich mit Gewinn, und der eigentliche Betreiber der Anlage auf Deinem Dach ist, das Du eigentlich vermieten solltest können. Aber Miete bekommst Du keine.
Es ist eher eine Auslagerung von Betriebsmitteln der EVU auf fremden Grund!
Zum zweiten, eine Bank die Dir einen Kredit aufs Auge drück, und Du darfst auch noch dafür gut stehen.
Zum Anderen hast Du keinerlei Einfluss auf die Strom Erzeugung der Anlage auf Deinem Dach, denn Dir fehlt jeglicher Zugriff darauf!
Aus diesem Grund hab ich davon Abstand gehalten, obwohl ich eigentlich auch dachte das dies eine gute Sache wäre, denn ich bin über 75 und bekomme keinen Kredit mehr bei einer Bank! Auch nicht dafür!
 
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16 September 2018
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Hab ich jetzt von der Linz AG ein interessantes Angebot gefunden.
Man kann für 250€ein sogenanntes Solarpaneel für 5 Jahre mieten.

Seite: https://www.linzag.at/portal/de/privatkunden/zuhause/strom/photovoltaik/sonnenscheine

Wenn ich das richtig gelesen habe: Diese Sonnenscheine sind keine gemieteten Solarpanel die auf dem eigenen Dach montiert werden, sondern Anteile an Solarpanelprojekten.

So etwas wie eine Aktie mit Dividende.
Und „Geld“ in Form von Gutscheinen, die nur bei der Linz AG Strom gelten.
Somit quasi eine Bindung von 2 Jahren durch die Hintertür wenn man die Gutscheine selbst nützt.
Naja, mäßig spannend.
 
27 Dezember 2016
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...hehe... woi ist die Amortisationskurve jetzt... ich meine bei den Boni & Dividenden, welche wir jetzt den EVUs zahlen müssen...
Stand heute ist 6255 Tage bzw 17.13 Jahre bzw. Amortisation am 25.06.2038

Strompreis:
Ich habe "rechtzeitig" von Floatingtarif bei alternativen Versorger zum Landesenergieversorger mit 1 Jahr Preisgarantie gewechselt. Daher sind heuer die Preiserhöhungen bei der Amortisation der Anlage noch nicht so stark schlagend. Aber nächstes Jahr, wenn die Strompreise so bleiben, könnte sich das stärker auswirken.


Und nochmals erwähnt, mein Standort ist genügend, aber alles andere als Ideal.

100 * 0,72 * 0,6 ~ 43% Ertrag zu einer Anlage am Dach mit Idealausrichtung.
 
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17 Dezember 2021
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Hab 4x340Wp Module mit einem HM1500 Wechselrichter. Genau Richtung Süden und 30° Neigung ausgerichtet, da kommen im Jahr ~1800kWh ins Hausnetz - wobei ich dank Wärmepumpe ca. 50% nutze.
Im Schnitt somit ca. 5kWh am Tag Erzeugung. Hat mir in Summe 1200€ gekostet.

Stimmt, beim Balkonkraftwerk geht es doch nur darum die Grundlast einer Wohnung/Haus abzudecken.
Da wird ein Großteil dann selbst verbraucht, da es ja gar nicht so viel produziert, einerseits nur 2 Module andererseits schlechte Ausrichtung meist vertikal die sowieso nur 60% bringt.
Dafür kostet es in Eigenregie ja auch kaum was.

Ihr könnt mit etwa 2,5-3kWh an guten Tagen damit rausholen (2x 450W Module mit HM-800).
Wenn die max. 800W sowieso etwa von einer Poolpumpe aufgefressen werden, die man dann eben zu den Panel-Sonnenstunden laufen läßt, hat man quasi 100% Eigenverbrauch, den man aktuell mit 30C/kWh ansetzen kann.
Übers Jahr sollten so also Pi x Daumen um die 700kWh/Jahr rausschauen, die andernfalls um die 200€ kosten würden.
Gekostet hat das ganze 750€ (200 pro Panel und 300 fürn Wechselrichter plus Kleinzeug wie etwa Anschlußkabel).
Somit ist es in 3,5 Jahren herinnen, da das meiste eben selbst verbraucht wird.

Größere PV Anlagen müssen natürlich ganz anders gerechnet werden, da man das nie selbst verbrauchen kann, zumindest nicht in der Zeit wo es anfällt. Dafür sind sie meist recht gut ausgerichtet, kosten aber entsprechend auch wesentlich mehr pro Panel mit allem Drum und Dran, wird man auch selten bis nie selbst machen können was den Preis gleich mal verdoppelt und weit mehr als alle Förderungen auffrißt. Ob sich eine Batterie rechnet hängt auch wieder von vielen Faktoren ab.

Sind die 5 kWh pro Tag tatsächlich über das ganze Jahr erzielbar, oder doch nur bei schönem Wetter zwischen zwischen Frühlings- und Herbstbeginn?
Du kannst das hier recht gut berechnen, paßt mit meiner recht gut zuammen, für einfache Berechnungen wie hier reicht die freie Testversion vollkommen: https://pvsol-online.valentin-software.com

Hier ein Beispiel mit 2 460W Modulen bei vertikaler SSO-Ausrichtung.
1659773050100.png
 
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