Bank gebühren erhöhungen

8 April 2015
1.548
1.369
Ob teuer oder billig, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht Privatpersonen sind, die nicht bereit sind, für Konto mehr zu bezahlen (als woanders), sondern Firmen. Da verhandelst, ob die Buchungszeile 1cent mehr oder weniger kostet.

Wir alle wissen, manche Banken kosten mehr, manche weniger, manche gar nix. Am Ende kommts darauf an, ob man gut betreut wird, und im optimalen Fall ein ganzes Leben lang Unterstützung findet. Was bringt mir die billige Bank, wenn der Service schlecht ist? Was bringt mir die teure Bank, wenn der Berater nie abhebt?
 
2 April 2014
97
69
Ob teuer oder billig, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht Privatpersonen sind, die nicht bereit sind, für Konto mehr zu bezahlen (als woanders), sondern Firmen. Da verhandelst, ob die Buchungszeile 1cent mehr oder weniger kostet.

Der durchschnittliche Bürger wechselt in seinem Leben öfter seinen Lebens(abschnitts)partner als seine Bankverbindung, weil er das als zu aufwendig und kompliziert ansieht.
Das wissen auch die Banken und nutzen dies weidlich aus.
Allerdings ist ein Wechsel seiner Kontoverbindung absolut keine Raketenwissenschaft.
Sicherlich gibt es angenehmere Dinge im Leben als seine Zahlungspartner zusammenzustellen und diesen die neue Kontoverbindung mitzuteilen, aber bei den meisten geht es ohnehin online und bei den anderen per Fax oder notfalls per Brief.
Wer seine Bankverbindung ggf. bereits im Jugend-/Studentenalter mit Bedacht (entsprechend dem Gebührenmodell nach Ablauf der Köderung mit dem kostenlosen Jugend-/Studentenzeitraum) wählt, kann sich diesen Aufwand i.d.R. ersparen.

Wir alle wissen, manche Banken kosten mehr, manche weniger, manche gar nix. Am Ende kommts darauf an, ob man gut betreut wird, und im optimalen Fall ein ganzes Leben lang Unterstützung findet. Was bringt mir die billige Bank, wenn der Service schlecht ist? Was bringt mir die teure Bank, wenn der Berater nie abhebt?

Auf das "Betreut-Werden" kann ich gern verzichten.
Die "Betreuer" sind bekanntlich Verkäufer, die zuerst im Sinn der Bank als deren Arbeitgeber und daran gekoppelt im eigenen Provisionsinteresse "beraten", was sich nur höchst selten mit deinen Interessen decken wird.
Der "Berater" verkauft dir das, was von der Bank aus gesehen "weg muß" und/oder ihm die maximale Provision bringt - und das sind üblicherweise Ladenhüter.
Darauf kann ich gern verzichten.
Sonst gilt, daß du bei den üblichen 08/15-Bankdienstleistungen ohnehin alles selber machen mußt, wenn du nicht dafür extra saftige Gebühren (ggf. zusätzlich zu den Kontoführungsgebühren) zahlen willst.
Das ist aber heutzutage kein wirkliches Problem oder willst du für jede Überweisung noch mit dem Zahlschein zur Bank pilgern?
Dazu kommt noch, daß die Filialbanken aus Kostengründen immer mehr Filialen schließen und du früher oder später keinen ausgewiesenen "persönlichen Betreuer" mehr hast, sondern nur mehr ein anonymes "Betreuungsteam".

Das Wichtige bei einer Bank ist die technische und in weiterer Folge auch die finanzielle Zuverlässigkeit.
D.h., daß das Onlinebanking samt dem dahinterliegenden Kernbankensystem möglichst zuverlässig und ohne (längere bzw. unplanmäßige) Ausfälle funktionieren soll und die Bank möglichst auch nicht durch Malversationen oder zu viele "faule" Kredite in Schieflage kommen soll.
Einen "besseren Service" wird dir hier der "Berater" auch nicht bieten können, denn der kann die wenigsten Probleme selber lösen, sondern meist nur weitergeben.
Stattdessen kann der "Berater" für dich nachteilig sein, weil er deine jahr(zehnt)elange Transaktionshistorie kennt und sich bei größeren Geldeingängen oder Kontoständen gern Benachrichtigungen zur Nutzung dieser Gelegenheit für unaufgeforderte Verkaufsversuche setzt und dir auch sonst nicht unbedingt wohlgesonnen sein muß - insbesondere, wenn er an dir nicht ausreichend verdienen kann.
So bekommst du sehr häufig gerade NICHT bei deiner Hausbank z.B. die besten Kreditkonditionen für eine Immobilienfinanzierung und es kommt mitunter auch immer wieder vor, daß mißliebige "Berater" als Rache Geldwäscheverdachtsmeldungen erstatten, wenn der Kunde mal eine größere Einzahlung oder Überweisung bekommt.
Darauf kann ich gern verzichten und bevorzuge daher Direktbanken, wo diese Probleme naturgemäß nicht vorhanden sind.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: pc.net
29 Januar 2016
1.760
604
Viele Banken bieten auch den Kontowechsel gratis an. Möchte das nur hinzufügen.
Wer allerdings nur etwa 5 Lastschriften hat, kann es auch selbst machen....
 
8 April 2015
1.548
1.369
Wer seine Bankverbindung ggf. bereits im Jugend-/Studentenalter mit Bedacht (entsprechend dem Gebührenmodell nach Ablauf der Köderung mit dem kostenlosen Jugend-/Studentenzeitraum) wählt, kann sich diesen Aufwand i.d.R. ersparen.

Für gewöhnlich bleibt man da, wo man schon das erste Taschengeldkonto hatte.
Die "Betreuer" sind bekanntlich Verkäufer, die zuerst im Sinn der Bank als deren Arbeitgeber und daran gekoppelt im eigenen Provisionsinteresse "beraten", was sich nur höchst selten mit deinen Interessen decken wird.
Der "Berater" verkauft dir das, was von der Bank aus gesehen "weg muß" und/oder ihm die maximale Provision bringt - und das sind üblicherweise Ladenhüter.
Darauf kann ich gern verzichten.

Das mag vielleicht für Wien zutreffen (ich interpretiere mal deinen Username), aber Wien ist nicht das Maß aller Dinge und ich kann dir sagen, dass es in den meisten Orten außerhalb Wiens nicht so zugeht. Gerade Regionalbanken sind fest in die Region integriert. Der Bankberater schickt seine Kinder auf dieselbe Schule, wie seine ganzen Kunden. Es gibt Sponsoring, regionale Betriebe werden unterstützt etc.

Was glaubst du, wie lange da ein Bankberater überlebt, sowie du ihn beschreibst? Schwarze Schafe gibt es, aber die sind wirklich die Ausnahme.

Sonst gilt, daß du bei den üblichen 08/15-Bankdienstleistungen ohnehin alles selber machen mußt, wenn du nicht dafür extra saftige Gebühren (ggf. zusätzlich zu den Kontoführungsgebühren) zahlen willst.

Für eine Leistung Geld zu verlangen, ist doch nicht verwerflich?

Das ist aber heutzutage kein wirkliches Problem oder willst du für jede Überweisung noch mit dem Zahlschein zur Bank pilgern?

Du glaubst gar nicht, wie viel noch mit Zahlscheinen gemacht wird.

Dazu kommt noch, daß die Filialbanken aus Kostengründen immer mehr Filialen schließen und du früher oder später keinen ausgewiesenen "persönlichen Betreuer" mehr hast, sondern nur mehr ein anonymes "Betreuungsteam".

Das mit dem Beraterteam eher weniger, aber da hast du absolut Recht, das Filialsterben ist keine gute Entwicklung.

Das Wichtige bei einer Bank ist die technische und in weiterer Folge auch die finanzielle Zuverlässigkeit.

Das ist EIN wichtiger Punkt, für dich anscheinend der Wichtigste. Ich kann dir aber aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es auch andere wichtige Punkte gibt.
Einen "besseren Service" wird dir hier der "Berater" auch nicht bieten können, denn der kann die wenigsten Probleme selber lösen, sondern meist nur weitergeben.

Für viele ist es schon ein guter Service, dass der Berater erstmal Ansprechpartner für alles ist. Der Berater erkundigt sich, holt sich Informationen ein und hat dann eine passende Antwort. Das kann man auch Service nennen.
Stattdessen kann der "Berater" für dich nachteilig sein, weil er deine jahr(zehnt)elange Transaktionshistorie kennt und sich bei größeren Geldeingängen oder Kontoständen gern Benachrichtigungen zur Nutzung dieser Gelegenheit für unaufgeforderte Verkaufsversuche setzt und dir auch sonst nicht unbedingt wohlgesonnen sein muß - insbesondere, wenn er an dir nicht ausreichend verdienen kann.

Da hast du eindeutig schlechte Erfahrungen gemacht, die man so nicht verallgemeinern kann.
So bekommst du sehr häufig gerade NICHT bei deiner Hausbank z.B. die besten Kreditkonditionen für eine Immobilienfinanzierung

Das mag stimmen, wenn man nur auf den Zins schaut. Aber zu einer Finanzierung gehört soviel mehr dazu. Was ist, wenn du nicht mehr zahlen kannst? Wer glaubst, wird mit dir eher eine Lösung finden? Der Berater, den du seit 20 Jahren kennst oder die anonyme Direktbank, die du nur vom Mailverkehr kennst?

und es kommt mitunter auch immer wieder vor, daß mißliebige "Berater" als Rache Geldwäscheverdachtsmeldungen erstatten, wenn der Kunde mal eine größere Einzahlung oder Überweisung bekommt.

Ach, kommt das "immer wieder vor"? Es gibt Gesetze und SEHR strenge Vorgaben innerhalb der Bank, wie man sich in gewissen Situationen verhalten muss. Glaubst wirklich, irgendein Berater meldet einen Verdachtsfall, weil der betroffene Kunde die Lebensversicherung net unterschrieben hat? Deine Vorwürfe nehmen einen absurden Charakter an.
Darauf kann ich gern verzichten und bevorzuge daher Direktbanken, wo diese Probleme naturgemäß nicht vorhanden sind.

Direktbanken haben ihre Berechtigung. Für anspruchslose Kunden sind die super und das ist auch okay. Aber weißt, ich hab beruflich mit allerlei Banken zu tun, hauptsächlich im Bereich Zahlungsverkehr, und du kannst mir glauben, man erkennt, welche Banken den Zahlungsverkehr gut managen, und welche nicht. Besonders wenn es um betrügerische Zahlungen geht, erkennst, welche Banken fähiges Personal haben, und welche nicht. Spoiler: Die "teuren" Banken haben fähiges Personal.
 

Aktuelle Themen