Der Standard: Studierenden-Mobilfunker Educom gab unerlaubt Nutzerdaten weiter

dannym

Mobilfunk Teilnehmer
10 Mai 2014
892
158
Im Artikel und Kommentaren ist dort von lauter Spam Anrufen bei manchen Betroffenen die Rede.
Wieso kriegt da jemand plötzlich Spam Anrufe bloß weil er jetzt wie Millionen andere im öffentlichen Telefonbuch steht?
Oder wurden die Daten gleich auch an schwindeligere Firmen als Telefonbuchverlage weiter verkauft?!

Wobei selbst das die Daten überhaupt auch an jeden anderen daher gelaufenen Telefonbuchverlag weiter verkauft werden, außer dem einen öster. Telefonbuch finde ich schon übel.
Da kann ja jede schwindelige ausländische Firma daher kommen und schnell mal die Telefonnummern und Adressen von Millionen Österreichern kaufen?!
 

sergio_eristoff

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
4.892
3.152
Normal müsste der Gesetzgeber hierfür eine Entschädigung für die betroffenen Personen erwirken. Die haben nachhaltig den Schaden und die Provider bekommen ein bisschen Fingerklopfen. Selbiges bei der Post, weil mehr als das ist es nicht.
 

email.filtering

Mobilfunk Teilnehmer
27 Jun 2019
2.799
1.397
Tja, solche Fehler sind einer der Gründe, warum ich nur mehr sehr ungerne Postpaid-Verträge abschließe!

Und wer - wie im Standard-Artikel zu lesen ist - seine Spuren vor dem Ex-Partner "verwischen" will, sollte erst recht vorsichtig sein ...
 
Zuletzt bearbeitet:

neptunus

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
2.074
1.070
Na wenn der Postpaid Vertrag günstiger ist, dann werden dir das deine Daten wohl wert sein!? Also ganz ehrlich.

Und zukünftig werden sie diese Weitergabe halt anfragen bei Vertragsabschluss, jetzt wo sie es wissen. Da setzt man dann sein Hakerl, und schon ist die Weitergabe nicht mehr unerlaubt, sondern erlaubt.

Sehr einfach, Problem gelöst.
 

nesta

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
544
395
@sergio_eristoff

Die Postdaten waren die größte Frechheit. Hier wurden auch die Affinität zu politischen Parteien gespeichert. Ich habe ihm Rahmen eines Auskunftsbegehrens noch alle Daten bekommen. Bin auch an einer Sammelklage beteiligt. Da kommt aber wahrscheinlich nix raus.

PS: die hinterlegte politische Affinität hat überhaupt nicht gepasst.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Schuttwegraeumer

Datenknecht

Mobilfunk Teilnehmer
22 Mrz 2014
571
229
Artikel:
Educom nutzt das Netz von A1
Educom IST A1.

Wie war das mit Strafen im DSGVO?
Strafen nach der DSGVO

Bei bestimmten besonders schwerwiegenden Verstößen können Geldbußen von bis zu EUR 20 Mio oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 4 % seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres verhängt werden, je nachdem, welcher Betrag höher ist (z.B. Verletzung der Betroffenenrechte). In sonstigen Fällen beträgt die Strafhöhe bis zu EUR 10 Mio oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 2 % seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres, je nachdem, welcher Betrag höher ist (z.B. Verletzung der Datensicherheitsvorschriften).
https://www.wko.at/service/wirtscha...undverordnung:-Rechtsdurchsetzung-und-St.html
Ui.
 

neptunus

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
2.074
1.070
Normal müsste der Gesetzgeber hierfür eine Entschädigung für die betroffenen Personen erwirken. Die haben nachhaltig den Schaden und die Provider bekommen ein bisschen Fingerklopfen. Selbiges bei der Post, weil mehr als das ist es nicht.
Da gab es mal vor ein paar Jahren im DATUM - als es das Magazin noch gegeben hat - einen super recherchierten, elendslangen Artikel über Daten, und welchen Wert man am Markt damit tatsächlich erzielt.

Herangezogen wurde ein vollständiger Datensatz einer natürlichen Person:

* Alter, Geschlecht
* Beruf, Einkommen
* Familienstand, Lebenssituation, Anzahl Kinder
* Hobbies, Freizeit und persönliche Vorlieben

Was glaubt ihr, ist so ein Set an Daten, das eine beliebige Person quasi nackt macht, im Datenhandel wert?

Ich verrate es euch: 1 heißen Euro

Anders ist es nur, wenn die Person frisch eine Familie gegründet hat und gleichzeitig wegen Wohraum-Kauf oder Hausbau hoch verschuldet ist. Dann nämlich ist eine Person völlig von ihrem Einkommen abhängig, lässt mehr mit sich machen und braucht unbedingt den Job (der Spielraum der Freiheit ist nicht mehr vorhanden), wodurch so eine Person besser greifbar ist für gezieltes Marketing, indem die Verhältnisse einfach wirtschaftlich ausgeschlachtet werden.

Der Datensatz so einer Person ist noch heißere 1,50 Euro wert am Markt.

Umgelegt auf Educom und den vergleichsweise kleinen Teil eurer Daten (die nicht beinhalten euer Einkommen, eure Kinder und vieles mehr) ... was wollt ihr von Educom als Entschädigung?

1,3 Cent?
 

eigs

Mobilfunk Teilnehmer
8 Aug 2014
1.418
694
Da gab es mal vor ein paar Jahren im DATUM - als es das Magazin noch gegeben hat - einen super recherchierten, elendslangen Artikel über Daten, und welchen Wert man am Markt damit tatsächlich erzielt.
Es geht nicht darum wie viel jemand damit erzielt sondern welcher Schaden dadurch entstanden ist.
Um das mit einen unpassenden Autovergleich zu erklären: Wenn jemand mit dem Schlüssel Vandalismus begeht und einmal rund um ein Auto kratzt erzielt der Täter Aufmerksamkeit im Wert von 1 heißen Euro. Der Schaden liegt allerdings bei 5.000 € die das Opfer als Entschädigung will.

Natürlich muss man die Schadenshöhe nachweisen können.
Beim Auto ist das noch relativ einfach, da man einfach zu einer Werkstatt fahren kann und einen Kostenvoranschlag machen kann.
Bei persönlichen Daten sieht das schwieriger aus. Und wenn man einen Stalker hat oder Werbeanrufe dadurch bekommt, dann verursachen diese den eigentlichen Schaden und nicht der Mobilfunkanbieter. Weiteres müsste man nachweisen, dass die Werbefirmen die Daten dadurch erhalten haben genauso wie man beweisen muss wer das Auto zerkratzt hat.
 

Aktuelle Themen