Redaktion

LTEForum Redaktion
1 Sep 2018
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303
Maximalgeschwindigkeit beim Mobilfunk? Fehlt da nicht die Angabe der Netzklasse, wenn das Erreichen der Maximalgeschwindigkeit nicht nur von der Signalqualität abhängt, sondern vom Grad der Überbuchung - zumindest an der (nominellen) Vertragsadresse.
Guter Punkt, ist auch für Festnetz vorgeschrieben, aber nicht für Mobilfunk. Bei Mobilfunk ist es für die Anbieter wesentlicher schwieriger das rechtlich bindend vorherzusehen, weil zu viele (teils nicht vorhersehbare) Faktoren mitspielen (Auslastung der Zelle, Abstand und Sichtkontakt zum Sender, Dämpfung/Abschirmung durch Gebäude, verwendetes Endgerät, Störsignale, usw.).

Sollte nicht auch dabei stehen, wie lange dieser Zeitraum ist, also ein Monat oder 30 Tage?
Richtig, müsste dabei stehen, vor allem wenn der Abrechnungszeitraum nicht 30 Tage entspricht, wie es z.B. bei manchen Wertkartentarifen mit 28 Tage der Fall ist. Dann müssen zusätzlich auch die Kosten auf 30 Tage berechnet und angegeben werden.

Die Nutzungsklasse ist echt ein interessantes Thema. Ich konnte bei meiner Recherche nichts dazu finden, könnte mir aber vorstellen, dass es in der Praxis notwendig sein wird, da es sich ja um eine relevante Vertragsinformation handelt.
 

jb-net

Mobilfunk Teilnehmer
21 Mrz 2014
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794
Ich wäre auch für eine verpflichtende Angabe der Nutzungsklasse. Im Moment ist das für den Endkunden viel zu intransparent. Es wird nur im Kleingedruckten erwähnt und für den Otto-Normal-Verbraucher ist die Berechnung vermutlich nicht immer verständlich. Meiner Meinung nach gehört das entweder stärker reglementiert oder die Kunden müssen besser aufgeklärt werden.
 

yum-yum

Mobilfunk Teilnehmer
1 Apr 2014
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Sehr gut, so kann weniger einfach das eine oder andere unerwünschte Detail unter den Tisch fallen. Sinn erfassend Lesen genügt nun im Prinzip (okay, für manche immer noch eine Hürde, aber da würde oftmals nur noch eine Entmündigung „helfen“).

Mir fehlt noch ein Reglement zur Servicepauschale, sonst haben wir eines Tages Tarife um EUR 5,00 monatlich aber EUR 99,00 Servicepauschale (per annum oder - noch schlimmer - pro Quartal).
 

Murbi

Mobilfunk Teilnehmer
29 Jan 2016
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Neben Angabe der Nutzungsklasse muss dann auch die Zahlen von MBit stehen.
(Beispiel meinerseits: Nutzungsklasse 3 = garantierte Mindestgeschwindigkeit 60 MBit )

Allein die Angabe der Nutzungsklasse mit einer Zahl dahinter ist für den Kunden wiederum "schwach", müsste sich schlaumachen etc., und DAS wäre Aufgabe der Anbieter.
 

Metalcist

Mobilfunk Teilnehmer
8 Apr 2015
1.381
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Finde ich generell sehr gut! Bei den Nutzungsklassen bin ich auch sehr dafür, dass man sowas verpflichtend angeben muss. Das ganze Nutzungsklassensystem ist schon äußerst peinlich für die Mobilfunker, wenn Sie dann auch noch bei jedem Verkaufsgespräch die Hosen runterlassen müssen, wirds noch unangenehmer.

@Redaktion Weißt du zufällig, ob es Mobilfunkern verboten sein wird, das Übersichtsblatt mit Floskeln aus dem Marketing aufzuhübschen? Zum Beispiel: "Im besten Netz genießen Sie maximal XX Mbit" oder "Einmalig 29,90€ weil wir uns so viel Arbeit machen, dass das Gerät auch wirklich funktioniert". ?
 
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pc.net

Mobilfunk Teilnehmer
9 Apr 2014
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ich finde die vertragszusammenfassung gut ... die jeweils gültige vertragszusammenfassung des aktuellen tarifs sollte auch im kundenportal abrufbar sein ...

oft benötigt man nämlich erst jahre später wieder die details zum aktuellen tarif und muss sich dann alles aus verschiedenen unterlagen zusammensuchen (sofern man die unterlagen überhaupt hat bzw. online findet) ...
 

Redaktion

LTEForum Redaktion
1 Sep 2018
397
303
@Redaktion Weißt du zufällig, ob es Mobilfunkern verboten sein wird, das Übersichtsblatt mit Floskeln aus dem Marketing aufzuhübschen? Zum Beispiel: "Im besten Netz genießen Sie maximal XX Mbit" oder "Einmalig 29,90€ weil wir uns so viel Arbeit machen, dass das Gerät auch wirklich funktioniert". ?
Ich denke, die Anbieter werden sich da etwas zurücknehmen müssen:
  • RTR: Die Vertragszusammenfassung hat primär – aber nicht ausschließlich – Informationscharakter.
  • EU: Der inhaltliche Schwerpunkt der Vertragszusammenfassung sollte auf den wichtigsten Informationen liegen, die der Verbraucher benötigt, um Angebote zu vergleichen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.
  • Weiters gibt es Vorgaben hinsichtlich max. Länge, Formulierung in einfacher Sprache, Vermeidung von Fachbegriffen und einer sparsame Verwendung von visuellen Elementen.
Das sollte den Spielraum für allzu werbliche Formulieren hoffentlich doch etwas einschränken, schließlich würde es dem Sinn der Vertragszusammenfassung und der Vergleichbarkeit zuwider laufen.

ich finde die vertragszusammenfassung gut ... die jeweils gültige vertragszusammenfassung des aktuellen tarifs sollte auch im kundenportal abrufbar sein ...

oft benötigt man nämlich erst jahre später wieder die details zum aktuellen tarif und muss sich dann alles aus verschiedenen unterlagen zusammensuchen (sofern man die unterlagen überhaupt hat bzw. online findet) ...
Das deckt sich mit der Position der RTR. Es gibt eine Empfehlung (aber keine Verpflichtung) dazu: "In diesem Zusammenhang ist eine dauerhafte Zur-Verfügung-Stellung der VZF im Kundenportal als Serviceleistung des Anbieters empfehlenswert."
 

RealMartin

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2015
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2.023
Naja die Nutzungsklasse muss mMn nicht dabeistehen, weil das interessiert die meisten mal gar nicht & wenn man's versucht zu erklären wird's gleich mal kompliziert. Ich denke eine einfache Übersicht über die Tarifdetails, Kosten, Laufzeit und alles was dazugehört ist schon genug.
 

gabor

Mobilfunk Teilnehmer
5 Apr 2016
286
339
Mit dieser Zusammenfassung kann niemand etwas anfangen, der nicht schon bisher in der Lage war aus der Summe der Einzelkomponenten den effektiven monatlichen Preis auszurechnen. Auch weiterhin kann der Anbieter die Preiskomponenten auf beliebig viele Einzelkomponenten aufteilen ohne eine Summe ausweisen zu müssen.

Warum kann man die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit als Summe und auf einen Monat bezogen darstellen?
Beispielsweise so:
Gesamtosten über 24 Monate Vertragslaufzeit: €1200, entspricht durchschnittlich €50/Monat.
Die Gesamtkosten enthalten den Kaufpreis für ein Mobilfunkgerät Typ XZ.

Erst bei dieser Darstellung kann der kaufmännisch oder mathematisch eher weniger versierte Kunde erkennen, was auf ihn zukommt.
Eines noch: automatische PReiserhöhungen während der Mindestlaufzeit gehören verboten, da bei Vertragsabschluss die Kosten über die Vertragslaufzeit nicht bekannt sein können.
 

pc.net

Mobilfunk Teilnehmer
9 Apr 2014
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665
...
Erst bei dieser Darstellung kann der kaufmännisch oder mathematisch eher weniger versierte Kunde erkennen, was auf ihn zukommt.
...
wenn die gebühren eines telekomunikationsvertragsverhältnis ordnungsgemäß und transparent dargestellt werden, sollte jede geschäftsfähige person in der lage sein eine rechnung nach den eigenen vorstellungen (monatlich, jährlich, gesamte laufzeit) zu machen ...
wer das nicht kann oder zu faul ist, der sollte auch das lehrgeld dafür zahlen :rolleyes: ... entweder hat man ausreichend eigenverantwortung über seine finanzielle situation oder es muss die geschäftsfähigkeit aberkannt werden ...

es kann, nein soll, dem mündigen bürger nicht alles abgenommen werden ...
 

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