gabor

Mobilfunk Teilnehmer
5 Apr 2016
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wenn die gebühren eines telekomunikationsvertragsverhältnis ordnungsgemäß und transparent dargestellt werden, sollte jede geschäftsfähige person in der lage sein eine rechnung nach den eigenen vorstellungen (monatlich, jährlich, gesamte laufzeit) zu machen ...
wer das nicht kann oder zu faul ist, der sollte auch das lehrgeld dafür zahlen :rolleyes: ... entweder hat man ausreichend eigenverantwortung über seine finanzielle situation oder es muss die geschäftsfähigkeit aberkannt werden ...

es kann, nein soll, dem mündigen bürger nicht alles abgenommen werden ...
Erst ein Gesamtpreis, der JEDEM unabhängig von seinem Bildungsgrad mit einem Blick veranschaulicht wieviel ein Mobilfunkvertrag über die Mindestvertragslaufzeit kostet, ermöglicht die von dir angesprochene Eigenverantwortung.
Wer aus den bisherigen Angaben in Verträgen nicht herauslesen konnte, wieviel ihn der Vertrag letztendlich kostet,, wird es auch nach diesem EU Vorschlag nicht können. Tatsächlich wird die bestehende Situation weiter verschlechtert, weil das neue Formular eine Transparenz vortäuscht, die nicht gegeben ist.

Was kann der Nachteil sein, eine Summe aller Kosten über 24 Monate anzuführen? Und vielleicht auch noch den durchschnittlichen monatlichen Preis?
 
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Metalcist

Mobilfunk Teilnehmer
8 Apr 2015
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es kann, nein soll, dem mündigen bürger nicht alles abgenommen werden ...
Das hat doch nichts mit mündig und unmündig zu tun. Nehmen wir als Beispiel A1 her: Alle Mitarbeiter im Verkauf werden mit großem Aufwand (und durchaus professionell) darauf geschult, dass der Preis eine untergeordnete Rolle spielen soll. Im optimalen Fall soll sich der Kunde bitte darauf verlassen, dass er ein für ihn passendes Produkt angeboten bekommt (passend in den Augen von A1). Der Preis wird im optimalen Fall einmal beiläufig erwähnt, dann kommen nochmal die "Vorteile" und Fragen, und dann soll er bitteschön den Vertrag unterschreiben. Das Lustige daran: Im Vertrag steht dann nur mehr der Tarif, ohne Preis.

Einmalkosten werden auch mal kurz erwähnt, aber auch so, dass es so hingestellt wird, dass es das natürlichste der Welt sei.

A1 schult auch dahingehend, dass man Flyer im Verkaufsgespräch tunlichst vermeiden sollte. Offiziell, weil es unprofessionell wirkt, tatsächlich will man natürlich vermeiden, dass er direkt vergleichen kann. Produkt A kostet 50€ pro Monat, aber hey, direkt daneben würde es ja auch Produkt B geben, das kostet 10€ weniger pro Monat. "Reicht das nicht auch?"

Ganz allgemein nehmen alle Menschen unterschiedliche gut wahr. Der eine liest sich lieber alles durch und der andere hört sichs lieber an. Das geht sogar so weit, dass jemand wirklich etwas lesen MUSS, weil hören nicht ausreicht. Das mag vielleicht ein Defizit sein, aber noch lange kein Grund für eine Entmündigung.

Ganz allgemein kann man auch sagen: Beim Thema Verkauf schadet es nicht, wenn man ein bisschen mehr schriftlich hat, als zu wenig. Das war schon immer so, und wird auch immer so sein.
 

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Mobilfunk Teilnehmer
27 Jun 2019
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Wenn es im Bankwesengesetz seit Jahren verpflichtend ist die Gesamtkosten eines Kredits als eine einzige Zahl darzustellen (was gewiss niemandem schadet), dann kann man das auch in der Telekommunikationsbranche verlangen! Selbst in Deutschland ist das schon lange verpflichtend so und auch dort wird man sich dabei etwas gedacht haben. Hätten die Anbieter nicht eine derartig kreative Ader beim Gestalten der einzelne Kostenpunkte, wäre das natürlich nicht wirklich notwendig, aber so schreit es ja geradezu danach!
 
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