Diskussion über Geld, Sparen, Zinsen und Rendite

1 Januar 2019
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Diese überaus ausführlichen Hinweise helfen bei der Suche nach einem zusätzlichen Girokonto aber so rein gar nichts. ;) Dass es durchaus sinnvoll sein kann mehr als ein Girokonto zu haben, steht durchaus außer Frage, aber als Nebengirokonto (für die Lebensmittel, "Freizeitausgaben" usw.) muss ein solches nicht zwangsläufig unbedingt einen AT-IBAN und / oder den vollen Funktionsumfang aufweisen sowie der Einlagensicherung unterliegen. Das ganze sieht natürlich anders aus, wenn das zweite Konto eher für das Abgrenzen der (neben)erwerbsmäßigen Selbstständigkeit oder ähnliches herhalten soll.

Das 3- oder besser Mehrkontenmodell ist ja mittlerweile überhaupt nichts neues mehr, hilft der Masse der Bevölkerung von bestenfalls sehr wenig bis rein gar nichts, denn wie schon die Beispiele bzw. Zahlen im Artikel zeigen, zielt diese Form der "Finanzbildung" auf Leute die zwar relativ hohe Einnahmen haben, dieses Geld aber keineswegs im Griff haben. Aber wenn ich da von Sparqouten von 6.000 EUR im Jahr lese, ist schon alles gesagt. Bring die einmal bei einem Jahresnetto von nicht einmal 20.000 EUR in einem Budget für eine eigenständige Lebensführung "unter".

Und damit das jetzt nicht gleich wieder als angebliche Jammerei und Hände-in-den-Schoß-legen missverstanden wird, der deutliche Hinweis, dass sich eine sorgfältige und möglichst vollständige Finanzplanung letztendlich immer bezahlt macht, aber an den durch ein (zu knappes) Einkommen vorgegebenen Rahmenbedingungen halt kaum etwas zu (ver)ändern mag.

Heute zahlen sich mehr als 30k am Konto eh nicht mehr aus. Einfach als Finanzpolster, alles andere musst du auf Kredit sofort und umgehend finanzieren. Denn jedes Jahr was du länger sparen würdest, kostetet dich dann mindestens um 5-10% mehr. Lieber 200k Schulden als 15 Jahre dafür zu sparen ist meine Devise. Heutzutage gibt es ja Fixzinsen auf 15 Jahre um 1,3%, das ist nix im Gegenzug zu einem Grundstück was in der Zeit locker 40% teurer werden würde.
 
25 März 2014
2.475
1.427
Ich sehe das ja völlig anders.

Ob jemand spart oder Kredite aufnimmt, das ist der Unterschied, ob jemand frei im Leben ist oder sich immer erst nach dem Geld richtet.

Mache es in meinem Fall aber erzkonservativ, also so, wie es seit 150 Jahren schon funktioniert. Nicht zu viel Geld aufgefahren, sondern Sachwerte kaufen, in Form von Beteiligungen an Unternehmen.

Ja es gibt sie: Unternehmen, die seit 100 Jahren und mehr existieren, schon immer im gleichen Geschäft sind, und bei all den gesellschaftlichen und technologischen Änderungen seither schon mehr als 1x bewiesen haben, es einfach drauf zu haben, sich im Fall des Falles komplett neu erfinden zu können.

Die älteste Firma, an der ich beteiligt bin, existiert seit 250 Jahren. Es ist der Weltmarktführer für Duft- und Aromastoffe. Der typische Mensch in unserer zivilisierten Welt, kommt im Tag mit etwa 100 verschiedenen Molekülen dieser Firma (oder von deren wenigen Mitbewerbern) in Berührung. Egal ob Beduftung des neuen Smartphones in der Verpackung, das Interieur des Neuwagens, ein x-beliebiges Reinigungsmittel, Shampoo oder Seife, oder der Geschmack im einen oder anderen verarbeiteten Bio-Lebensmittel, wie es sie industriell gefertigt in unseren Supermärkten gibt.

Das Geschäft brummt. Und ja, es ist absolut langweilig, reagiert wenig bis gar nicht auf Trends und Hypes, und wird nichtmal von Krisen nachhaltig beeindruckt.

Geht halt nur mit dem Sparen: Gib weniger aus als du einnimmt, und der Grundstein für alles Verhalten in Richtung unternehmerisches Handeln ist gelegt.

Ich mache das schon seit ich im Berufsleben stehe. Und zwar trotzdem und erst recht, obwohl ich am Anfang nur wenig mehr als das Existenzminimum verdient habe. Einen Kredit oder sonstige Art einer Finanzierung hab ich mein Leben noch bei genutzt - dafür halt einfach 3 Jahre gespart, bis ich mir ein kleines und sehr günstiges Auto selbst leisten konnte.

Die letzten Jahre hab ich keinen Urlaub mehr mit “eigenem” Geld bezahlen müssen. Reparaturen und Service für Auto ebenso. Und wär es mal ein 2. oder 3. Urlaub im Jahr: Völlig egal, das macht überhaupt keinen Unterschied, ich müsste „mein“ Geld deswegen auch nicht angreifen.

Die Kohle dafür kommt ganz von alleine, durch Ausschüttungen der Gewinne aus diversen Beteiligungen. Das geschieht sprichwörtlich sogar im Schlaf.

Die Höhe der Gewinnausschüttungen steigert sich im Jahr etwa um 5%. Das ist heftig für sich, und inkludiert noch nicht einmal die Wertsteigerung an der Substanz, also einfach gesagt das, das die Beteiligungen an den Unternehmen von sich aus mehr wert werden.

Insgesamt habe ich so weit mehr Geld als ich brauche, und zusätzlich wird es jedes Jahr noch mehr. Wobei nicht nur das Vermögen an sich, sondern auch dessen nominelles Wachstum von Jahr zu Jahr zunimmt.

Davon ausgehend arbeitet man was man möchte. Und weil man möchte.

Sicher nicht aber, weil man ja das Geld für Konsumschulden/Finanzierungen abbezahlen muss, und nebenbei natürlich auch noch die Summe X zum Leben benötigt.

Das zeigt Seiten des Lebens auf, die man sich als braver 0815-Mensch inmitten der gesellschaftlichen Norm, definiert durch ewigen Konsum und der immer stärken Abhängigkeit von Arbeit je mehr man mitmacht, kaum bis gar nicht vorstellen kann.

Das Wesentliche rund um Geld:
Es ist überhaupt nicht wichtig!

Zufriedenheit, Erfüllung, sowie die anderen Werte im Leben, auf die es wirklich drauf an kommt, die haben mit Geld genau gar nichts zu tun, und können auch mit keinem Geld der Welt gekauft werden.

Aber sagt das mal den Leuten, die sich durch Konsum erhoffen andere beeindrucken zu können - oder sogar bessere Menschen zu werden. In diesem Irrglauben verschulden sie sich um einzig und allein noch mehr anhängig vom Chef, der Arbeit und dem monatlichen Lohn zu sein - ob es nun Spaß macht oder nicht.

Ein guter Nährboden für umfassende Zufriedenheit im Leben ist das nicht ...


Wenn euch das ganze Thema interessiert, dann reicht es übrigens nicht zum nächsten Bank-„Berater“ zu gehen. Viel mehr müsst ihr in Sachen Geld schon völlig abseits der breiten Mehrheit agieren.

Denn: Wer immer nur das macht was alle machen, der wird auch nur das Ergebnis bekommen, das alle bekommen. Ganz einfach im Prinzip.

Da draußen gibt es übrigens weit mehr Leute mit Vermögen, als man es sich in einer Welt bestehend aus einem nicht gerne ausgeübt Job samt nachfolgendem Ausgeben des verdienten Geldes am Anfang so recht vorstellen kann.

Ein guter Anfang zur Loslösung vom allgemeinen Geld-Gedankenkonstrukt samt Aussaat für weitere Entwicklungen im Gehirn wäre meiner Meinung nach das Buch „Security Analysis“ aus den 1930er Jahren.

Ihr braucht es übrigens nicht um 3,- Euro in einer Buchhandlung kaufen. Das week ist aufgrund des Alters gemeinfrei und kann legal und kostenlos im Internet für euren e-Reader oder als PDF bezogen werden
 
1 Januar 2019
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Ich sehe das ja völlig anders.

Ob jemand spart oder Kredite aufnimmt, das ist der Unterschied, ob jemand frei im Leben ist oder sich immer erst nach dem Geld richtet.

Mache es in meinem Fall aber erzkonservativ, also so, wie es seit 150 Jahren schon funktioniert. Nicht zu viel Geld aufgefahren, sondern Sachwerte kaufen, in Form von Beteiligungen an Unternehmen.

Ja es gibt sie: Unternehmen, die seit 100 Jahren und mehr existieren, schon immer im gleichen Geschäft sind, und bei all den gesellschaftlichen und technologischen Änderungen seither schon mehr als 1x bewiesen haben, es einfach drauf zu haben, sich im Fall des Falles komplett neu erfinden zu können.

Die älteste Firma, an der ich beteiligt bin, existiert seit 250 Jahren. Es ist der Weltmarktführer für Duft- und Aromastoffe. Der typische Mensch in unserer zivilisierten Welt, kommt im Tag mit etwa 100 verschiedenen Molekülen dieser Firma (oder von deren wenigen Mitbewerbern) in Berührung. Egal ob Beduftung des neuen Smartphones in der Verpackung, das Interieur des Neuwagens, ein x-beliebiges Reinigungsmittel, Shampoo oder Seife, oder der Geschmack im einen oder anderen verarbeiteten Bio-Lebensmittel, wie es sie industriell gefertigt in unseren Supermärkten gibt.

Das Geschäft brummt. Und ja, es ist absolut langweilig, reagiert wenig bis gar nicht auf Trends und Hypes, und wird nichtmal von Krisen nachhaltig beeindruckt.

Geht halt nur mit dem Sparen: Gib weniger aus als du einnimmt, und der Grundstein für alles Verhalten in Richtung unternehmerisches Handeln ist gelegt.

Ich mache das schon seit ich im Berufsleben stehe. Und zwar trotzdem und erst recht, obwohl ich am Anfang nur wenig mehr als das Existenzminimum verdient habe. Einen Kredit oder sonstige Art einer Finanzierung hab ich mein Leben noch bei genutzt - dafür halt einfach 3 Jahre gespart, bis ich mir ein kleines und sehr günstiges Auto selbst leisten konnte.

Die letzten Jahre hab ich keinen Urlaub mehr mit “eigenem” Geld bezahlen müssen. Reparaturen und Service für Auto ebenso. Und wär es mal ein 2. oder 3. Urlaub im Jahr: Völlig egal, das macht überhaupt keinen Unterschied, ich müsste „mein“ Geld deswegen auch nicht angreifen.

Die Kohle dafür kommt ganz von alleine, durch Ausschüttungen der Gewinne aus diversen Beteiligungen. Das geschieht sprichwörtlich sogar im Schlaf.

Die Höhe der Gewinnausschüttungen steigert sich im Jahr etwa um 5%. Das ist heftig für sich, und inkludiert noch nicht einmal die Wertsteigerung an der Substanz, also einfach gesagt das, das die Beteiligungen an den Unternehmen von sich aus mehr wert werden.

Insgesamt habe ich so weit mehr Geld als ich brauche, und zusätzlich wird es jedes Jahr noch mehr. Wobei nicht nur das Vermögen an sich, sondern auch dessen nominelles Wachstum von Jahr zu Jahr zunimmt.

Davon ausgehend arbeitet man was man möchte. Und weil man möchte.

Sicher nicht aber, weil man ja das Geld für Konsumschulden/Finanzierungen abbezahlen muss, und nebenbei natürlich auch noch die Summe X zum Leben benötigt.

Das zeigt Seiten des Lebens auf, die man sich als braver 0815-Mensch inmitten der gesellschaftlichen Norm, definiert durch ewigen Konsum und der immer stärken Abhängigkeit von Arbeit je mehr man mitmacht, kaum bis gar nicht vorstellen kann.

Das Wesentliche rund um Geld:
Es ist überhaupt nicht wichtig!

Zufriedenheit, Erfüllung, sowie die anderen Werte im Leben, auf die es wirklich drauf an kommt, die haben mit Geld genau gar nichts zu tun, und können auch mit keinem Geld der Welt gekauft werden.

Aber sagt das mal den Leuten, die sich durch Konsum erhoffen andere beeindrucken zu können - oder sogar bessere Menschen zu werden. In diesem Irrglauben verschulden sie sich um einzig und allein noch mehr anhängig vom Chef, der Arbeit und dem monatlichen Lohn zu sein - ob es nun Spaß macht oder nicht.

Ein guter Nährboden für umfassende Zufriedenheit im Leben ist das nicht ...


Wenn euch das ganze Thema interessiert, dann reicht es übrigens nicht zum nächsten Bank-„Berater“ zu gehen. Viel mehr müsst ihr in Sachen Geld schon völlig abseits der breiten Mehrheit agieren.

Denn: Wer immer nur das macht was alle machen, der wird auch nur das Ergebnis bekommen, das alle bekommen. Ganz einfach im Prinzip.

Da draußen gibt es übrigens weit mehr Leute mit Vermögen, als man es sich in einer Welt bestehend aus einem nicht gerne ausgeübt Job samt nachfolgendem Ausgeben des verdienten Geldes am Anfang so recht vorstellen kann.

Ein guter Anfang zur Loslösung vom allgemeinen Geld-Gedankenkonstrukt samt Aussaat für weitere Entwicklungen im Gehirn wäre meiner Meinung nach das Buch „Security Analysis“ aus den 1930er Jahren.

Ihr braucht es übrigens nicht um 3,- Euro in einer Buchhandlung kaufen. Das week ist aufgrund des Alters gemeinfrei und kann legal und kostenlos im Internet für euren e-Reader oder als PDF bezogen werden
Alles schön und gut, du musst wohl noch zuhause wohnen, denn ohne entsprechend Knete wirst du dir auch ohne Kredit mit deinen Beteiligungen an Firmen kein Eigenheim bzw. etwas Betongold kaufen können.
Wenn dein Ziel natürlich eine Mietwohnung/Hotelmamma ist, na dann gratuliere, Du hast es geschafft und wirst nie einen Kredit benötigen.
 
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sss

25 März 2014
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Heute zahlen sich mehr als 30k am Konto eh nicht mehr aus. Einfach als Finanzpolster, alles andere musst du auf Kredit sofort und umgehend finanzieren. Denn jedes Jahr was du länger sparen würdest, kostetet dich dann mindestens um 5-10% mehr. Lieber 200k Schulden als 15 Jahre dafür zu sparen ist meine Devise. Heutzutage gibt es ja Fixzinsen auf 15 Jahre um 1,3%, das ist nix im Gegenzug zu einem Grundstück was in der Zeit locker 40% teurer werden würde.

Mit dem kleinen Problem, dass du dir für 200.000 kein Haus samt Grund baust oder kaufst. Da musst du schon ein wenig mehr in die Hand nehmen, wenn du vorher gar nichts sparen willst (außer den 30.000).

Aber so kommt man wenigstens zu tw. günstigen Häusern aus der Versteigerung :)
 
1 Januar 2019
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Mit dem kleinen Problem, dass du dir für 200.000 kein Haus samt Grund baust oder kaufst. Da musst du schon ein wenig mehr in die Hand nehmen, wenn du vorher gar nichts sparen willst (außer den 30.000).

Aber so kommt man wenigstens zu tw. günstigen Häusern aus der Versteigerung :)
Schon klar, aber 200k für eine Wohnung oder Grundstück. Ein paar Jahre später halt dann ein Haus oder dgl. Muss man halt schon in jungen Jahren damit anfangen. Mitte 30 wird das ganze halt schon sportlicher, wenn man da erst anfängt. Gratis Konto habe ich derzeit bei ING, hat man halt etwas Eingang nachzuweisen, muss mal bei der DADAT fragen, ob die 1000€ als Gehalt sein müssen oder auch durch sonstige Eingänge möglich sind.
 
25 März 2014
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Alles schön und gut, du musst wohl noch zuhause wohnen, denn ohne entsprechend Knete wirst du dir auch ohne Kredit mit deinen Beteiligungen an Firmen kein Eigenheim bzw. etwas Betongold kaufen können.
Wenn dein Ziel natürlich eine Mietwohnung/Hotelmamma ist, na dann gratuliere, Du hast es geschafft und wirst nie einen Kredit benötigen.

Ach nein.

Vor ein paar Jahren wurde ein Buch über Leute im deutschsprachigen Raum veröffentlich, die für ihr Geld nicht mehr arbeiten zu brauchen.

Eine Journalistin hat verschiedenste Leute aus diesem Kreis über mehrere Monate in ihren verschiedenen Leben begleitet. Ihre dabei gesammelten Erfahrungen samt Hintergründe zu den Leuten und ihren Leben hat sie als Buch niedergeschrieben.

Die Leute stammen ausnahmslos aus völlig normalen Verhältnissen und haben dennoch verschiedenste Hintergründe.

Da ist ein Paar, das sich kreditfinanzierte Eigentumswohnungen sprichwörtlich vom Mund abgespart hat, um inzwischen völlig von den Mieteinnahmen leben zu können. Selber lebten und leben sie übrigens immer noch in einer Mietwohnung.

Andere bauen sich das Finanzeinkommen über Beteiligungen an Unternehmen auf, die sie über die Börse beziehen. Und wieder andere suchen, finden und beteiligen sich direkt an kleinen Firmen, und haben unter Umständen in Folge gewisse Mitspracherechte bei wichtigen Entscheidungen der Geschäftsführer.

Ein junges Paar war auch dabei, die hatten tatsächlich ein gutes Einkommen. Sie waren nämlich beide Software-Entwickler bzw Software-Entwicklerin.

Die Geschichte dazu fand ich wirklich gut, denn die zeigt sehr klar, mit welcher Sicht auf die Welt diese Leute leben und sie sehen, also wie sie „ticken“.

Sie hatten sich einen kinderfreien Abend genommen, um Zeit für einen der sehr seltenen Restaurantbesuche zu haben, die sie sich über das Jahr hinweg nehmen.

An ihr Geld sind sie durch 1. eisernes Sparen seit ihrem Einstieg in das Arbeitsleben in schon jungen Jahren gekommen (weniger ausgeben als man einnimmt! Ausgaben maximal reduzieren!) und 2. das Geld nicht aufbewahren (Konto, Bargeld, etc) sondern konsequent und immer wieder Sachwerte damit kaufen: Beteiligungen an Unternehmen.

Als sie nach dem Essen dasitzen und wieder mal locker über Geld und den vernünftigen Umgang sprechen, schreiben sie auf einer Serviette einen „Kassasturz“ zusammen: Vermögen, monatliche Einnahmen, Ausgaben.

Während sie das machen, wird ihnen zu ihrem Erstaunen bewusst, dass sie monatlich mehr Geld in Form von Gewinnausschüttungen einnehmen, als sie jeden Monat für ihr Leben ausgeben.

Sie waren in den Kreis der Privatiers aufgestiegen, also jener Gruppe von Leuten, die ihr Leben alleinig aus Kapitaleinkünften bestreiten können.

Mitgeteilt von einer Serviette. Und sehr passend, denn ein eigenes Blatt Papier hätten sie zahlen müssen, die Serviette im Restaurant war gratis


Vor ein paar Monaten hat übrigens ein guter Freund von mir, in der Mitte seiner 30er, die Schwelle zum Millionär durchbrochen. Gemessen am Nettovermögen, also alles Guthaben samt Finanzwerten und abzüglich noch offener Kredite.

Kredite hat er keine - er lehnt sie schon sein ganzes Leben über ab. Wohnen tut er mit seiner Freundin seit 10 Jahren schon in der gleichen Mietwohnung. Eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung ist totes Kapital in seinen Augen und hindert beim Aufbau von Vermögen. Das ist ein Gedankengang, mit dem er wohl recht hat ...

Einzig Privatier ist er noch nicht, zusammen mit seiner Partnerin gehen beide einem ganz normalen Leben mit ebenso normalem beruflichen Hintergrund nach. Er setzt nämlich mehr auf Wachstumsunternehmen, und bei diesen sind Ausschüttungen von Gewinnen ja bekanntlich rar bis gar nicht üblich.


Man sieht also, es geht immer wieder, und das sowas von!

Ich finde in dem Zusammenhang ja sehr lieb, wie du auf ein „Hotel Mama“ hinweist ...

Da sei dir gesagt: Leiste mal etwas in deinem Leben, dann wird dir diese Sicht auf die Welt auch bewusst, vor allem weißt du dann auch, wie und dass es geht.

Es geht in der Umsetzung nämlich nicht um ein möglichst hohes Einkommen und erst recht gar nicht darum, ein möglichst großes Auto herumzukutschieren - das wäre sogar hochgradig kontraproduktiv.


Es geht darum, Geld bewusst nicht auszugeben, sich bewusst etwas nicht zu kaufen, und zwar obwohl man es könnte. Stattdessen geht man ins Risiko, kauft sich bei Unternehmen ein die natürlich pleite gehen können, und hat dafür rund 10 Jahre erstmal sogut wie überhaupt nichts davon.

Da gehört ordentlich Mumm dazu, und natürlich das nötige Wissen, denn man erhält es nicht auf dem klassischen Schul- oder sogar Universitätsausbildungsweg. Den Fokus sollte man dabei auf 3 Dinge legen:

1. Bildung
2. Bildung
3. Bildung

Wissen ist Macht!

Und in dem Fall muss man es sich entweder selbst aneignen (noch nie war die Zeit Dank Internet so gut dafür wie heute), oder man findet Zugang zu anderen Vermögenden, die bereit sind einen als „Lehrling“ an die Hand zu nehmen.


Was du hier als „Hotel Mama“ erwähnst, das kenne ich übrigens unter noch ganz anderem Namen: Das ist doch ein ganz normaler Bauernhof mit einem klassischen sog „Ausgedinge“

Wenn die Besitzer in das Pensionsalter kommen, übergehen sie Haus, Hof und das gesamte Privatvermögen an einen Sohn oder eine Tochter. Dafür erhält die ältere Generation ein lebenslanges Wohn- und Bleiberecht samt Recht auf alle finanzielle Versorgung die es im restlichen Leben noch braucht.

Der Vorgang geschieht mittels Notariatsakt und „Ausgedinge“ ist der rechtliche Begriff für die Lebenslage finanzielle Versorgung der ehemaligen Hofbesitzer durch die Nachfolger, die im Gegenzug dazu den gesamten Besitz erhalten.

Damit triffst du es voll. Hier leben nämlich mehrere Generationen in einem Haus. Es ist gelebte Realität am Land. Wahrscheinlich aber nicht so, wie du dir das vorgestellt hast
 
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25 März 2014
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Schon klar, aber 200k für eine Wohnung oder Grundstück. Ein paar Jahre später halt dann ein Haus oder dgl. Muss man halt schon in jungen Jahren damit anfangen. Mitte 30 wird das ganze halt schon sportlicher, wenn man da erst anfängt. Gratis Konto habe ich derzeit bei ING, hat man halt etwas Eingang nachzuweisen, muss mal bei der DADAT fragen, ob die 1000€ als Gehalt sein müssen oder auch durch sonstige Eingänge möglich sind.

Ja so ist es.

Auch ohne große Pläne, wie man das Thema Geld sehr nachhaltig in den völligen Hintergrund des Lebens bringen kann, ist sparen enorm wichtig.

Wer in jungen Jahren schon anfängt und konsequent dabei ist und bleib, der hat später etwas davon.

Ein Kredit kommt viel leichter und finanziell günstiger zusammen, wenn man ein gewisses Maß an Eigenleistung (= Kapital) mitbringt. Bei Wohnung oder Haus als Eigentum kann das entscheidend für die Schwierigkeit des weiteren und womöglich langen Verlaufs sein ...

Mir haben in den letzten Jahren aber mehrere Leute unabhängig voneinander erzählt, dass für sie eine selbstgenutzte(!) Eigentums-Immobilie überhaupt gar nicht in Frage kommt.

Weil sinnloses „verlorenes“ Geld. Die konnten das alle begründen, verwendeten dabei Worte wie Opportunitätskosten, und sie hatten aus dem Stegreif das Zeug, den Gedankengang sogar überschlagsmäßig vorzurechnen.

Die Leute zeichnete allesamt aus, dass sie „enorm viel“ Vermögen hatten, jeweils selbst erarbeitet und aufgebaut.

So ganz sicher wäre ich mir deshalb nicht, ob Eigentum zum darin selbst Wohnen wirklich so klug ist.
 
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