20 November 2018
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Die Behauptung, der Provider-Router sei kostenlos, ist in der Praxis so nicht haltbar. Einerseits werben manche Provider mit Premium-Routern, die an sich selbstverständliche Funktionen (wieder) zur Verfügung stellen, und zeitweise haben Anbieter sogar das WLAN des Providerrouters nur gegen (monatliches) Entgelt freigeschaltet.

Und eine DOSIS Router ist etwas anderes, als ein DOCSIS-Router ;-)
https://de.wikipedia.org/wiki/Data_Over_Cable_Service_Interface_Specification
 
21 März 2014
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Die Behauptung, der Provider-Router sei kostenlos, ist in der Praxis so nicht haltbar. Einerseits werben manche Provider mit Premium-Routern, die an sich selbstverständliche Funktionen (wieder) zur Verfügung stellen, und zeitweise haben Anbieter sogar das WLAN des Providerrouters nur gegen (monatliches) Entgelt freigeschaltet.
Das Provider optional gegen einen monatlichen Aufpreis "Premium-Router" vermieten ist nicht neu (und eigentlich begrüßenswert) Das gibt es auch jetzt schon in Österreich (mit Routerzwang) bei ein paar kleineren Kabelanbietern. Trotzdem bekommt in Deutschland (mit Routerfreiheit) jeder Kunde zumindest ein Basis-Modell gratis. Nicht anders als in Österreich.

Worauf es ankommt ist halt die Wahlfreiheit. Wenn mir die Leistung der Provider-Routers nicht ausreicht, kann ich stattdessen jeden beliebige anderen Router anschließen. Diese Freiheit vermisse ich derzeit in Österreich.
 
25 März 2014
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Das Provider optional gegen einen monatlichen Aufpreis "Premium-Router" vermieten ist nicht neu (und eigentlich begrüßenswert) Das gibt es auch jetzt schon in Österreich (mit Routerzwang) bei ein paar kleineren Kabelanbietern. Trotzdem bekommt in Deutschland (mit Routerfreiheit) jeder Kunde zumindest ein Basis-Modell gratis. Nicht anders als in Österreich.
Das große Thema was ich hier sehe ist trotzdem, es werden Premium-Router angeboten welche auch am freien Markt erhältlich sind. Über den Provider alles kein Problem, besorgt man sichs am freien Markt, nö ist nicht kompatibel, wollen wir nicht, machen wir nicht.
 
21 März 2014
1.246
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Genau, es ist schwer verständlich, warum ein und das selbe Modell gut ist, wenn es direkt vom Internetanbieter kommt, aber es plötzlich Bedenken gibt, wenn man sich das selbe Modell im Handel kauft.

Wobei genau genommen optionale "Premium"-Router schon ein Fortschritt sind, bei einigen Internetanbietern gibt es überhaupt nur ein Modell. Gäbe es hier mehr Auswahl, wäre der Aufschrei vielleicht gar nicht mehr so groß.

Trozdem wäre natürlich die Routerfreiheit aus Kundensicht die optimale Lösung.
 
25 März 2014
7.597
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Genau, es ist schwer verständlich, warum ein und das selbe Modell gut ist, wenn es direkt vom Internetanbieter kommt, aber es plötzlich Bedenken gibt, wenn man sich das selbe Modell im Handel kauft.
Das Spiel kann man auch noch weiter treiben, das es ja Standards gibt, welche technologischer Natur sind sowie zugelassen in der EU. Das man da sagt, nein man hat "Angst" ist genauso unverständlich.
Weil entweder gibt es Standards oder keine.

Darum entweder Routerfreiheit oder der maximale Kompromiss Modemwhitelist. Der Rest ist eigentlich nicht diskutabel.

Man sieht mittlerweile welche Ausmaße man hat siehe Magenta. Alternativ könnte man ja die Option noch lassen mit Routerzwang, jedoch mit Strafen für die Provider wenn man nicht auf Sicherheitsprobleme oder andere Fehler reagiert. Da muss es eine temporäre Kostenreduktion bis zu 90% geben für die Kunden, wenn man Hardware mit Bugs einsetzt (Puma-Bug), Software-Updates nicht innerhalb 14 Tage nach erscheinen einspielt (Fritzbox-Updates usw.).

Fakt ist hier schon, Provider nehmen sich viel raus, leisten und haften bei solchen Themen gar nicht. Macht sollte auch immer mit Verantwortung verbunden sein.
 
14 Mai 2018
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.. wenn es eine Petition geben würde, dann würde ich sofort unterschreiben.
Ansonsten wäre als Zweitoption (für alle die sich kein Modem kaufen wollen) auch die Kautions-Variante von Vorteil Das hatte die Kabelsignal (Kabelplus) damals (bei A1 und manchen Resellern gibt es - zumindest bis vor 2 Jahren - überhaupt keine Extra Kosten für das Modem bzw. Hybrid Box - freie Wahl besteht aber leider auch nicht).
 
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19 Januar 2023
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Ich bin gespannt auf die neue Verordnung welche ja angekündigt wurde.
Die Definition des Netzabschlusspunktes wird dann hoch interessant werden, wenn die Übergabe der Router sein soll (wonach es derzeit leider aussieht), stellt sich für mich die Frage, wenn dieser als Teil des Netzes vom Kunden mit Energie versorgt wird ob einem dies auf die eine oder andere weise refundiert wird bei diesen doch enormen Energiepreisen derzeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
17 Dezember 2021
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Sicher nicht. :D

@mark100: Na ganz so ist es nicht, du kannst dir z.B. schon ein Premium-Moden (Fritzbox) nehmen bei A1, aber das exakte Modell ist dennoch nicht fix welches du bekommst und ändert sich auch mit der Zeit.
 
27 Juni 2019
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So lange bei einem "Premium"-Endgerät nicht sichergestellt ist, dass darauf eine vom Internetanbieter unbefummelte Firmware läuft, bringt ein solches Gerät immer noch keinen echten Fortschritt.

Im Kern sollten die Internetanbieter dem Kunden lediglich ein Modem zur Verfügung stellen, das nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch auch ein Kombigerät, aka Router sein darf. Und der Kunde ist dann grundsätzlich für sein eigenes (W)LAN zuständig.

Da bei einem reinen Modem de facto keine Wartungsarbeiten. Firmwareänderungen, kein Support usw. anfallen, ist das für beide Vertragspartner eine Win-Win-Situation.
 
19 Januar 2023
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So lange bei einem "Premium"-Endgerät nicht sichergestellt ist, dass darauf eine vom Internetanbieter unbefummelte Firmware läuft, bringt ein solches Gerät immer noch keinen echten Fortschritt.

Im Kern sollten die Internetanbieter dem Kunden lediglich ein Modem zur Verfügung stellen, das nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch auch ein Kombigerät, aka Router sein darf. Und der Kunde ist dann grundsätzlich für sein eigenes (W)LAN zuständig.

Da bei einem reinen Modem de facto keine Wartungsarbeiten. Firmwareänderungen, kein Support usw. anfallen, ist das für beide Vertragspartner eine Win-Win-Situation.
Das finde ich einen echt tollen Vorschlag :)
 
17 Dezember 2021
1.609
940
Auch gar nicht so gut, da man dann ja 2 Geräte unter Dauerstrom halten muß.
Wenngleich zugegeben ein reines Modem nicht viel braucht bzw. ein Modemrouter nicht viel Einsparung gegenüber Modem und Router Kombination aufweist.
Hätte auch den Vorteil, daß beim Defekt meist nur das günstige Modem zu tauschen wäre.
Auch wäre es eine klare Trennung was zum Betreiber gehört und was mir.
Jedoch sind viele damit genauso überfordert, die jetzt schon schreien das Internet geht nicht obwohl nur ihr WLAN in den eigenen 4 Wänden Probleme bereitet und der Anschluß selbst perfekt läuft.
 
21 März 2016
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Da bei einem reinen Modem de facto keine Wartungsarbeiten. Firmwareänderungen, kein Support usw. anfallen, ist das für beide Vertragspartner eine Win-Win-Situation.
Der Nachteil fuer den Betreiber ist, dass er zB nicht einfach DOCSIS 3 in einem Mehrpartienhaus einstellen kann bis nicht das letzte Modem weg ist, dass das braucht. Ich kann den Betreiber schon grundsaetzlich verstehen, der da eine Kontrolle will. Bei Glasfaser hat man da mit dem ONT eine relativ gute Loesung gefunden die es bei Kabel so nicht gibt.
 
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27 Juni 2019
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Der Internetanbieter braucht nichts zu "kontrollieren", sondern lediglich zu liefern! Ist ja beim Strom, der Fernwärme, beim Kabel-TV usw. genau so! Alles was technisch zu tun ist, soll der Internetanbieter auf seiner Seite machen, und dem Kunden, genau wie bei Glasfaser schlicht einen Anschluss zur Verfügung stellen. Und so wie man es bei den Stromzählern schafft flächendeckend ein neues System einzuführen, kann man das auch beim Internet; insbesondere im städtischen Umfeld. Wo ein Wille, da ein Weg! Aber des hab'n ma imma scho so g'macht, wiaso soll' jeta andas werd'n? War doch mit den Telefondosen das selbe; mit Krampf eine eigene Norm, und sei der Markt noch so klein.
 
22 März 2014
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Der Internetanbieter braucht nichts zu "kontrollieren", sondern lediglich zu liefern!
Jein - wenn kundespezifische Modems die Umstellung von einer DOCSIS-Version auf die nächste verhinden, muss der Anbieter definitiv eingreifen. Aber gut, da würde es auch reichen, das Modem einfach rauszuwerfen und keine Verbindung mehr zuzulassen. Aber da schreien halt auch wieder die Leute auf.

Ist natürlich einfacher bei Glasfaser - aber auch dort wirds beim Umstieg vom herkömmlichen GPON auf neuere Techniken auch spannend. Ist aber bei P2P-Verbindungen nicht die Tragik (und bei Telefonleitungen auch nicht, sofern nicht andere Aderpaare gestört werden).
 
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19 Januar 2023
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Jein - wenn kundespezifische Modems die Umstellung von einer DOCSIS-Version auf die nächste verhinden, muss der Anbieter definitiv eingreifen. Aber gut, da würde es auch reichen, das Modem einfach rauszuwerfen und keine Verbindung mehr zuzulassen. Aber da schreien halt auch wieder die Leute auf.

Ist natürlich einfacher bei Glasfaser - aber auch dort wirds beim Umstieg vom herkömmlichen GPON auf neuere Techniken auch spannend. Ist aber bei P2P-Verbindungen nicht die Tragik (und bei Telefonleitungen auch nicht, sofern nicht andere Aderpaare gestört werden).
Und wo genau liegt dann das Problem wenn der Betreiber das Modem einfach tauscht?
Es gibt auch noch heute Router die kein DOCSIS 3.1 können und die müssten auch ausgetauscht werden. Dieses Argument ist mir nicht ganz klar bitte erkläre es mir?
 
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21 März 2016
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Und wo genau liegt dann das Problem wenn der Betreiber das Modem einfach tauscht?
Das ist was Betreiber mit den Modems machen, die von ihnen bereitgestellt wird. Die Frage ist wie ein Betreiber damit umgehen soll, wenn du dir selber ein DOCSIS 3.0 Modem kaufst und der Betreiber DOCSIS 3.0 einstellen will. Zumindest aktuell ist Magenta zB in der theoretischen Lage DOCSIS 3.0 einzustellen. In den USA hast du Modemfreiheit und entsprechend eng geht es im Spektrum zu ohne klarem Weg vorwaerts.
 
22 März 2014
5.225
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Und wo genau liegt dann das Problem wenn der Betreiber das Modem einfach tauscht?
Es gibt auch noch heute Router die kein DOCSIS 3.1 können und die müssten auch ausgetauscht werden. Dieses Argument ist mir nicht ganz klar bitte erkläre es mir?
Einen solchen Austausch kann der Provider realativ easy steuern. Neues Modem zusenden, Frist fürs Anstecken setzeb und nach dieser Frist den Zugang nicht mehr zulassen. Funktioniert ja mit den TV-Boxen offenbar auch.

Man muss aber auch dazu sagen, dass DOCSIS hier eher ein Spezialfall ist (weil halt die kompliziertere Technik), mittels ONT-Boxen wäre das bei Glasfaser weniger das Problem.
 
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