Drei will mit Juni 2015 "Leistungsklassen" bei den Bandbreiten einführen!

maultier

Mobilfunk Teilnehmer
26 Mrz 2014
3.438
1.998
Gewisse Services brauchen eine bevorzugte Behandlung – ähnlich einer Rettungsgasse auf dem Datenhighway. Deshalb behalten wir uns vor, in bis zu 15 % der verfügbaren Bandbreite im Jahresmittel, gewisse Services bevorzugt zu behandeln. Dabei handelt es sich um Services wie Telemedizinische Dienste, spezielle Multimedia Services, Telemetrie-Dienste etc.
Genau hier fängt die Unklarheit an. Wie gsicht schon gesagt hat kann das in verschiedenen Weisen interpretiert werden. Wenn man die 15 % gleichmäßig übers Jahr aufteilt könnt drei kein 150 Mbit Produkt mehr verkaufen. Und in der schwammigen Beschreibung stand auch bei den Leistungsklassen max 2, 4, 8 fach der Basisklasse. Das kann genauso eine weitere "bis zu" Angabe sein, kein Wort das man immer das 8 fache der Basisklasse hat.
 

Gsicht

Mobilfunk Teilnehmer
22 Mrz 2014
6.217
1.457
eigentlich nicht,
die Masten sind genauso Knotenpunkte wie bei DSL/Glasfaser Leitungen,
wenn die zu wenig ausgebaut sind bringt dir die sauberste Leitung ins Wohnzimmer nix
Aber man kann schon vorher feststellen wie schnell die Leitung zu dir ist, zB wenn du einen bestehenden Telefonanschluss hast. Dämpfungswerte der Leitung liegen der Telekom zB ja vor. Zusammen mit dem Ausbaustatus kann man eine gute Einschätzung bekommen wie schnell die Verbindung bei einem ist. Bei DSL ist der Flaschenhals eher nicht die Leitung von DSLAM zum nächsten Punkt, denn DSL schafft ja kaum vernünftige Übertragungsraten.

Schlimmer finde ich da wenn man 16 Mbit/s Down bezahlt aber technisch nur zB 8 Mbit/s bekommen kann trotzdem den vollen Preis bezahlen muss.
 

Taurus91

Mobilfunk Teilnehmer
10 Nov 2014
3.438
1.385
Euren Wunsch nach mehr Geschwindigkeit wenn man mehr bezahlt kann ich verstehen.
Man müsste halt ein Modell finden, dass wirklich durchschaubar ist. Da hat die RTR schon Recht.

Ein Hauptproblem ist, dass die Mobilfunker einfach zu viel Geschwindigkeiten verkaufen.
In Wirklichkeit könnte man bei günstigen Tarifen schon bei viel niedrigeren Datenraten beginnen. Und das dann bis sagen wir 30Mbit/s steigern. Sollte wirklich noch Kapazität übrigbleiben gibt es für die höchsten Tarife halt noch mehr Speed.
Derzeit wird ja bei Mobilfunkern einfach irgendwas verkauft. Selbst wenn die Basisstation nur mit 50Mbit/s angebunden ist. Außerdem sind gewisse Datenraten auf Grund der verfügbaren Frequenzen auf Dauer nicht realistisch.

Ich würde es extrem wichtig finden, dass man die Tarife flexibler wechseln kann, auch während der Vertragslaufzeit. Bei meinem Kabelbetreiber ist ein Upgrade immer gratis möglich und ein Downgrade nach einer kleinen Bearbeitungsgebühr. Da gibt es zwar keine Hardwarestützung aber dann muss man halt im Mobilfunk zusätzliche Ausgleichszahlungen leisten.

(Ich würde mir ja wünschen, dass die Mobilfunker keine Hardware verkaufen =) )

Schlimmer finde ich da wenn man 16 Mbit/s Down bezahlt aber technisch nur zB 8 Mbit/s bekommen kann trotzdem den vollen Preis bezahlen muss.
Der Aufwand ändert sich ja dadurch nicht.
 
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Gsicht

Mobilfunk Teilnehmer
22 Mrz 2014
6.217
1.457
Der Aufwand ändert sich ja dadurch nicht.
Nach der Logik müssten auch zwischen 16 und 30 Mbit/s keine Aufwandsänderung vorliegen und gleich viel kosten.
Natürlich wird die Leitung dadurch nicht billiger, aber die Anbieter wären in Zugzwang endlich auszubauen.
 

Taurus91

Mobilfunk Teilnehmer
10 Nov 2014
3.438
1.385
Nach der Logik müssten auch zwischen 16 und 30 Mbit/s keine Aufwandsänderung vorliegen und gleich viel kosten.
Natürlich wird die Leitung dadurch nicht billiger, aber die Anbieter wären in Zugzwang endlich auszubauen.
Die Logik ist natürlich nicht unbegrenzt und alleine gültig. Wobei es ja eher an der Kalkulation liegt als an den tatsächlichen Kosten.
 

sergio_eristoff

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
3.332
1.852
Zum Thema Empfang usw. ja das ist natürlich klar aber auf dem stützt sich auch die A1 beim DSL. Da ist es in gewisser Hinsicht auch der Empfang über die Leitung.

Der Fehler im System liegt der, das bei den Förderungen zum Bandbreitenausbau alle die Hände aufhalten, aber dafür keine Garantien abgeben, was und wieviel besser es ist. Dazu zählt auch die Augenauswischerei was der Breitbandatlas ist von der Regierung.

Jeder normale Kunde der kein Technikfreak ist sagt geil 150 mbit das brauch ich. Dann die Ernüchterung das bei weiten die Geschwindigkeiten nicht erreicht werden aufgrund von der Technischen Seite her von der Hardware, sprich 100 mbit Ports und das der Sender gar nicht die Bandbreite bereitstellen kann, weil dieser nicht ausreichend angebunden ist. Dazu noch das Thema mit dem Empfang sprich Physik und das der jeweilige Provider gar nicht die notwendigen Frequenzbandbreiten zur Verfügung hat.

Da ist der Hund einfach begraben, das es ein großes Lügenkonzert ist was aus mehreren Sichten nicht funktionieren kann.

Wenn ein Bis zu weiterhin bestand der Verkaufsstrategie sein soll, dann sollen mehrere Dinge offen gelegt werden auf den Seiten des Providers:
- Anbindung und Standort des Senders
- Benutze Frequenz und Angabe der theorätischen Bandbreite hierfür
- Aktuelle Auslastung des Senders und den Tagesdurchschnitt inkl. dem Zeitraum der Auslastungsspitzen

Technisch für jeden Provider leicht Umsetzbar, nur müsste das die RTR gesetzlich Regeln weil von selbst macht das kein Provider.
 

HP_17

Mobilfunk Teilnehmer
11 Mai 2014
717
529
Dass die Geschwindigkeitsangaben bei den Mobilfunkern sehr theoretische Werte sind ist klar, jedoch wie soll man es denn sonst machen, als die berühmten "bis zu" Angaben. Es ist nun mal ein Faktum, dass man diese Spitzenwerte erreichen "kann".
Würden die Anbieter hergehen und statt der "Bis zu" Angaben, Durchschnittswerte bekannt geben, wär das ja etwas hoher aufwand. Denn die Durchschnittswerte zB in einer LTE Zelle am Land ist durchaus höher als zB in der Stadt- und das gejammer würde dann wieder von vorn beginnen.
Die Betreiber wären denke ich mal sicherlich besser damit bedient, wenn sie diese "bis zu" Angaben den Kunden besser erläutern, WARUM diese Angaben "bis zu" genannt werden. Vlt. geht das in den Kopf der Menschen dann rein :) Denn wenn man über Sachverhalte genau aufgeklärt ist, erübrigen sich viele Fragen.
Und UNS hier drinnen als, sag ich mal Mobilfunk-freaks oder Experten, uns müssten solche Angaben eigentlich egal sein, weiil wir wissen eigentlich warum das so ist....
 

sergio_eristoff

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
3.332
1.852
Dass die Geschwindigkeitsangaben bei den Mobilfunkern sehr theoretische Werte sind ist klar, jedoch wie soll man es denn sonst machen, als die berühmten "bis zu" Angaben. Es ist nun mal ein Faktum, dass man diese Spitzenwerte erreichen "kann".
Würden die Anbieter hergehen und statt der "Bis zu" Angaben, Durchschnittswerte bekannt geben, wär das ja etwas hoher aufwand. Denn die Durchschnittswerte zB in einer LTE Zelle am Land ist durchaus höher als zB in der Stadt- und das gejammer würde dann wieder von vorn beginnen.
Die Betreiber wären denke ich mal sicherlich besser damit bedient, wenn sie diese "bis zu" Angaben den Kunden besser erläutern, WARUM diese Angaben "bis zu" genannt werden. Vlt. geht das in den Kopf der Menschen dann rein :) Denn wenn man über Sachverhalte genau aufgeklärt ist, erübrigen sich viele Fragen.
Und UNS hier drinnen als, sag ich mal Mobilfunk-freaks oder Experten, uns müssten solche Angaben eigentlich egal sein, weiil wir wissen eigentlich warum das so ist....
Ich denk da an die Vermarktung von den diversen Home-Net oder DSL Ersatzprodukten. Wo auch geworben wird für Internet zu hause.
Wie es z.B. bei TMA ist am Land kann rein technisch kein 150/50 mbit Produkt angeboten werden.
Ich kenne keinen Mitarbeiter in den Shops oder auf der Hotline der auf das Aufmerksam macht, das bei 800 mhz das nicht verfügbar ist. Da sagt keiner Stop das hier im optimalsten Fall 75 mbit erreicht werden und ein 150 mbit Produkt nie erreicht werden kann.
Dazu kommt noch die Tatsache das Router bereitgestellt werden die nur 100 mbit am Ethernetport können.

Es sind einfach zuviele Punkte eine Mogelpackung, wo ein Riegel vorgeschoben gehört und die Transparenz gefördert. Nicht jeder kann sich so reinlesen wie wir.
Bis zu ja wenn die Transparenz da ist. Dann kann man auch über Prios reden weil diese Daten offen liegen. So kann jeder Provider sich immer rausreden aber trotzdem voll kassieren für eine Leistung was gar nicht möglich ist.
 

maultier

Mobilfunk Teilnehmer
26 Mrz 2014
3.438
1.998
Drei ist hier noch am kulantesten und lässt am Anfang den Kunden testen ohne das man gleich eine längere Bindung hat. Bei A1 DSL schauts ja ganz mies aus. Beim Standard 8 Mbit Produkt hat man ja Best Effort 256/64 Kbit. Das ist 1/32 der beworbenen Bandbreite aber alles korrekt da es in der LB steht. Also im Worst Case 1 Jahr mal für Steinzeitinternet zahlen. Bei den 16/30 Optionen hat man zumindest im schlimmsten fall die Hälfte.

Leider tut sich von der Politik/RTR hier wenig. Alle paar Jahre kommt dann das große Bandbreiten/Ausbaupaket mit schönen Zahlen und so. Mal schaun bis 2020 soll ja jeder 100 Mbit haben. Vor Jahren hats ja schon geheißen, dass alle 30 Mbit oder so haben zum jetzigen Zeitpunkt. Und der Breitbandatlas ist vermutlich wieder ein Freundschaftsdienst für eine parteinahe Agentur oder so. Das hier Provider einfach ihre Märchenzahlen eintragen können um gut auszuschauen ist eine Frechheit. Wenn zB beim Breitbandatals 30 Mbit stehen, die Verfügbarkeitsabfrage max 8 Mbit sagt und in Wirklichkeit 4 Mbit mit Stabilitäsproblemen gehen, ist der Sinn der Website erfüllt. o_O
 
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