Easybank kündigt Girokonto und Sparkonten!

29 Januar 2016
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KYC bedeutet ausgeschrieben "Know your customer".

Dessen Grundlage ist hier nachzulesen. (die dortige Überschrift irritiert ein wenig, aber wenn man sich den Inhalt durchliest, versteht man den Zusammenhang)
 
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21 April 2021
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Soweit ich weiß, hat das mit den Gesetzen zur Vermeidung von Geldwäsche zu tun (+ steuerliche Zugehörigkeit in welchen Ländern usw.). Die Banken sind jedenfalls vom Gesetzgeber verpflichtet, diese Daten zu sammeln bzw. aktuell zu halten.
 
25 März 2014
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Wäre interessant zu wissen was es dann mit diesen Kontokündigungen auf sich gehabt hat wenn es jetzt erst wieder ein Gratiskonto gibt. Benötigter Gehaltseingang ist halt ein bisschen höher, aber das wird doch kein Grund sein die derzeitigen Kunden zu kündigen.
Ich wurde telefonisch informiert, dass mein kostenloses Konto (BAWAG PSK) gekündigt wird, wenn ich nicht auf ein kostenpflichtiges umsteige. Danach habe ich Interveniert und mir per Mail bestätigen lassen, dass es vorerst doch nicht gekündigt wird. Brief mit Kündigung oder ähnliches habe ich nie erhalten...
 
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2 April 2014
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Ja, diese Regelung hat sich in den letzten Jahren bei allen Banken geändert. Neuer KYC Durchgang, sobald der alte Ausweis abgelaufen ist.
...

Da wäre interessant, auf welcher gesetzlichen Grundlage das basieren soll.
Wenn ich mich bei der Kontoeröffnung oder einem Vertragsabschluß mit einem zu diesem Zeitpunkt gültigen Ausweisdokument legitimiere, dann hat das nach üblichem Verständnis so lange zu gelten, bis sich persönliche Daten ändern, wie bei Heirat, Scheidung oder Annahme eines anderen Namens.
Ob das Ausweisdokument inzwischen abgelaufen ist, ist dabei irrelevant, da sich an der damals damit legitimierten Person nichts geändert hat.
Die Formulierung "wenn Zweifel an den bereits erhaltenen Identifikationsdaten bestehen" in den einschlägigen Vorschriften rechtfertigt sicher keine anlaßlose Forderung nach laufenden Erneuerungen abgelaufener Ausweisdokumente bei unverändert aufrechten Kundenbeziehungen.
Andere Vertragspartner wie z.B. Vermieter, Mobilfunkbetreiber etc. verlangen schließlich auch keine anlaßlose erneute Vorlage eines Ausweisdokuments, bloß weil das damalige zwischenzeitlich abgelaufen ist.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Banken gerade bei Otto-Normalkunden und hier gern bei stinknormalen Giro- bzw. Sparkonten aus den bekannten Gründen "Terrorismus- und Geldwäscheverhinderung" eine solche fragwürdige Interpretation von KYC haben.
Aber es ist immer sehr entlarvend, daß Banken bei normalsterblichen Kunden 150% überkorrekt bei der Erfüllung von Vorschriften sind bzw. diese einfach zu Ungunsten der Kunden auslegen, aber bei Großen wie z.B. bei der Commerzialbank Mattersburg, Wirecard, Cum-Ex-Geschäften, etc, ersichtlich, ihre Sorgfaltspflichen völlig diamentral wahrnehmen.
 
1 Dezember 2020
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Bei der Commerzialbank Mattersburg, Wirecard und Cum-Ex wird es auch nicht daran gescheitert sein, dass vergessen wurde den abgelaufenen Ausweis des Kunden neu bei ihm anzufordern.

Das ist also nicht wirklich vergleichbar.

Cum-Ex zB war eine Grauzone, wo niemand diverse Verleihvorgänge rund um Aktien bedacht hat, die so konstruierbar waren, dass nach einer Dividendenzahlung vom Staat mehr Steuer zurückforderbar war, als ursprünglich bezahlt wurde.

Rechtlich war das auch lange nicht klar unzulässig, erst in den letzten Jahren wurde zB mittels Gerichtsurteilen festgestellt, dass das Zurückverlangen von tatsächlich gar nicht bezahlter Steuer unrechtmäßig ist.

Das ist ein sehr komplexes Thema, das viel weniger mit nicht vorgenommenen Prüfungen zu tun hat, als man im ersten Moment vielleicht glauben mag.

Wenn eure Banken oder andere Dienstleister aus dem Finanzbereich aktuelle Ausweisdaten möchten, dann schickt sie ihnen einfach. Wenn jemand eure Vermögenswerte verwaltet, kann (und ggfs muss) er sowieso jederzeit diverse Infos und Nachweise von euch anfordern, wenn und wann er nur will.

Die Lösung:
Mitmachen

Ich hatte im letzten Jahr eine Anfrage eines Wirtschaftsprüfers von pwc. Er hat mich gebeten, den Auszug zu einem Depot in Luxemburg doch zu bestätigen, oder im
anderen Fall auf einen Fehler der Bank hinzuweisen.

Da ist doch nichts dabei.

Wenn eine Bank ihre Geschäfte sauber und ordentlich macht, dann habt ihr selber nur einen Vorteil davon. Und klar: Was man von anderen fordert (sie sollen gewissenhaft mit ihren Kundenbeziehungen umgehen), das trifft einen dann selber auch 😜

Sucht euch seriös aus, dann werdet ihr euch nicht schon wiederfinden bei der nächsten Dorfkaiser-Bank oder einem Unternehmen, wo Monate und Jahre vor der Insolvenz schon Unregelmäßigkeiten bzgl der Rechnungsabschlüsse im Raum standen
 
27 Juni 2019
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Wenn, wie in meinem persönlichen Falle, CardComplete bei einer seit einigen Jahren vorhandenen, sehr wenig genutzten (Jahresumsatz also seeehr weit unter dem Monatslimit) und von einer inländischen Bank "vermittelten" Visa-Classic mit dem lächerlichen Standardlimit von schlappen 2.000 EUR nicht nur nach einer aktuellen Ausweiskopie fragt (welche die "vermittelnde" Bank seltsamerweise überhaupt nicht interessiert), sondern auch noch mit einem zweiseitigen Fragebogen betreffend die Herkunft jener Gelder vorstellig wird die ich zur Begleichung dieser "gigantischen" Beträge verwende und diese Auskunft, da von mir verweigert (weil sich ja nichts geändert hat, aber auch, weil ich das bei diesem Limit einfach für lächerlich erachte), auch noch mehrmals nachdrücklich einfordert, dann komme ich mir leider verar***t vor; Geldwäschebestimmungen hin oder her. Und dafür kassieren die auch noch 19,20 EUR Kontoführungsgebühr Kartenjahresgebühr von mir.

Interessanterweise hat eine solche Auskunft, trotz deutlich höherer Jahresumsätze (jeweils das zig-fache des deutlich höheren Monatslimits), noch nie eine andere innerEUische Bank oder Kartenausgeber eingefordert; warum wohl?

Wenn, wie bei mir, CardComplete nun meint, man könne die (dauerhafte) Kundenbeziehung zu mir wegen mangelnder Kooperation usw. nicht mehr aufrecht erhalten, na dann sollen sie den Vertrag eben kündigen, mich aber bitte nicht mehr belästigen!
 
19 Oktober 2016
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Da wäre interessant, auf welcher gesetzlichen Grundlage das basieren soll.

Genau das habe ich mir auch gedacht und deshalb bei der Bank nachgefragt. Die Bank hat mir (ich war schon viele Jahre Kunde dort, lediglich mit einem simplen Girokonto ohne besonders viele, besonders hohe oder besonders auffällige Geldbewegungen, Hinweise auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung sind daher nicht einmal mit viel Fantasie zu erkennen) ein "Stammdatenblatt" übermittelt, welches "wahrheitsgemäß ausgefüllt" und "zeitnah" zu übermitteln sei. Neben persönlichen Daten (die der Bank naturgemäß ohnehin schon die ganze Zeit vollständig vorlagen) zeigte sich die Bank ausgesprochen interessiert an meinem sonstigen Leben. So wurde u. a. nach Schuldbildung, beruflicher Ausbildung, früherer Arbeitgeber, Angaben über mein Gesamtvermögen, Gelder bei anderen Instituten, Immobilienbesitz, Lebensversicherungen usw. gefragt.

Die Frage nach der rechtlichen Grundlage beantwortete die Bank mit dem Hinweis auf FACTA, "interne Vorschriften" und §§ 39 ff österreichisches Bankwesengesetz.

Allerdings: Der Hinweis auf § 39ff paßt nicht. § 39 ist die Verantwortung des Geschäftsleiters den Anteilseignern der Bank und der FMA gegenüber, jedoch nicht gegenüber dem Kunden. Die §§ 40ff sind zwar zur Vermeidung von Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierung gedacht, geben aber auch in dieser Allgemeinheit (Schulbildung, berufliche Ausbildung etc.) keinen Sinn. Auch mit dem FATCA (Abkommen mit den USA) hat dieses Formular nichts zu tun. Und was die "internen Vorschriften" betrifft: Die gibt sich die Bank ja selbst. Niemand zwingt sie dazu.

Eine rechtliche Verpflichtung zur Abgabe dieser Infos kann ich deshalb (im BWG, anders unter Umständen in den AGB einer Bank) nicht erkennen. Allerdings wird die Bank bei Verweigerung der Erklärung vermutlich die Geschäftsverbindung beenden.
 
1 Dezember 2020
270
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Wenn, wie in meinem persönlichen Falle, CardComplete bei einer seit einigen Jahren vorhandenen, sehr wenig genutzten (Jahresumsatz also seeehr weit unter dem Monatslimit) und von einer inländischen Bank "vermittelten" Visa-Classic mit dem lächerlichen Standardlimit von schlappen 2.000 EUR nicht nur nach einer aktuellen Ausweiskopie fragt (welche die "vermittelnde" Bank seltsamerweise überhaupt nicht interessiert), sondern auch noch mit einem zweiseitigen Fragebogen betreffend die Herkunft jener Gelder vorstellig wird die ich zur Begleichung dieser "gigantischen" Beträge verwende und diese Auskunft, da von mir verweigert (weil sich ja nichts geändert hat, aber auch, weil ich das bei diesem Limit einfach für lächerlich erachte), auch noch mehrmals nachdrücklich einfordert, dann komme ich mir leider verar***t vor; Geldwäschebestimmungen hin oder her. Und dafür kassieren die auch noch 19,20 EUR Kontoführungsgebühr Kartenjahresgebühr von mir.

Interessanterweise hat eine solche Auskunft, trotz deutlich höherer Jahresumsätze (jeweils das zig-fache des deutlich höheren Monatslimits), noch nie eine andere innerEUische Bank oder Kartenausgeber eingefordert; warum wohl?

Wenn, wie bei mir, CardComplete nun meint, man könne die (dauerhafte) Kundenbeziehung zu mir wegen mangelnder Kooperation usw. nicht mehr aufrecht erhalten, na dann sollen sie den Vertrag eben kündigen, mich aber bitte nicht mehr belästigen!
Du kannst auch einfach in eine Stichprobe fallen.

Da es für die Bank Aufwand bringt und fen Kunden tendenziell verärgert, machen sie es nicht einfach so, sondern werden ihren Grund dafür haben.

Das Beste:
Alle schicken und erledigt ist es. Ausgenommen natürlich, jemand hat tatsächlich ein Problem mit unrechtmäßigem Geld, nicht versteuertem Einkommen, etc.

Dann ist es aber umso besser, wenn die Sache möglichst bald auffliegt. Alleine schon Steuerhinterziehung geht nämlich überhaupt nicht.

Hat man sein Leben im Griff ist so eine Anfrage schneller beantwortet, als man Zeit für einen Hater-Beitrag hier oder eine Nachfrage bei seiner Bank braucht.

Manche Leute haben nicht Probleme, sondern sie machen sie sich selber
 

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