Echtes Glasfaser? Bitte warten - Österreich baut weiter viel Vectoring aus

5 Juli 2014
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naja ganz sauber ist das damals aber auch nicht abgelaufen, es wurden zig Mitarbeiter 50+ vor dem Verkauf in Frühpension geschickt samt golden handshake, die hat dann der Staat durchgefüttert
58 Jahre war im Jahr 2000 das durchschnittliche Pensionsantrittsalter bei der Telekom Austria
(541 Ruhestandsversetzungen, davon130 wegen Dienstunfähigkeit). Das waren ca. 3 % der Belegschaft.
Damals war in Österreich lt. Hauptverband das durchschnittliche Pensionsantrittsalter bei 58,5 Jahren (Männer) und und 56,8 Jahren bei Frauen.

Im Jahr 2001 erfolgten allerdings bereits 1.155 Pensionierungen, davon 763 wegen Dienstunfähigkeit. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter betrug im Jahr 2001 nur mehr 53 Jahre.

Nach dem Börsengang folgte der Mitarbeiterabbau. Hier ging es wohl schon darum die TA für einen mögliche
Totalübernahme (Swisscom, Deutsche Telekom) herauszuputzen.
mfg
 
21 Januar 2015
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Um zum ursprünglichem Thema zurückzukommen. Wären wir schon so weit wie jetzt wenn nie mit einem ARU Ausbau angefangen worden wäre sondern gleich mit FTTH? Im Vergleich zu FTTC ist FTTH schon um einiges aufwändiger.
 
26 März 2014
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Um zum ursprünglichem Thema zurückzukommen. Wären wir schon so weit wie jetzt wenn nie mit einem ARU Ausbau angefangen worden wäre sondern gleich mit FTTH? Im Vergleich zu FTTC ist FTTH schon um einiges aufwändiger.

Meiner Meinung hätte der ARU Ausbau als Übergangslösung deutlich früher schon gepasst. Aber lange Zeit gabs im DSL Bereich nichts am Land. Wenn man nicht gerade in der Nähe vom Wählamt wohnte hat es einem kaum mehr Bandbreite gebracht auch wenn das Wählamt von ADSL auf VDSL umgestellt wurde. Ein paar Jahre hat man sich mit dem LTE Ausbau gerettet und dann auch noch mit Hybrid versucht was herauszuholen.

Wenn man Pech hat bleiben einem nach dem ARU Ausbau auch nur 30-40 Mbit. Das ist keine zukunftssichere Bandbreite. Der 4K Stream vom ORF von der EM2020 brauchte schon 25 Mbit. Wenn in einer Familie da sonst noch wer was anderes macht ist schon wieder zuwenig Bandbreite da.


Wenn also ein Unternehmen erklärt, ein bestimmtes Gebiet mit mindestens 30 Mbit/sec - natürlich noch mit Kupfertechnologie - in nächster Zeit irgendwann ausbauen zu wollen, dann kann die Landesgesellschaft alleine dort kein Gigabit-Glasfasernetz errichten, da das Gebiet dann eben kein weißer Fleck mehr ist.

https://fm4.orf.at/stories/3002534/

Das ist ja teilweise bei uns echt absurd. Hier wird noch Kupfer geschützt. Es steht der Name A1 nicht direkt im Artikel aber wer wird wohl der Kupferanbieter sein. Also A1 kündigt an in nächster Zeit mal Kupfer DSL mit zumindest 30 Mbit auszubauen dann keine Förderungen mehr für Glasfaser welches dann für sehr lange reicht. Immerhin die BIK baut jetzt schon mit einem privaten Investor zusammen größere Gebiete aus auch wo die A1 in den letzten Jahren mit Förderungen ARUs aufgestellt hat die teilweise noch nicht mal in Betrieb sind. Die Fördersummen von A1 hätte man gleich in den LWL Ausbau stecken können und damit den Ausbaugrad noch mal deutlich heben können.
 
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5 Juli 2014
3.005
1.975
"Die Leerrohrförderung aus der Breitbandmilliarde der Bundesregierung erwies sich in der 1. Tranche als Ladenhüter. Von den 101 Mio. Euro wurden lediglich 39 Mio. Euro abgerufen. Besser lief die Nachfrage nach den Förderungen für „Backhaul“ und „Access“, die von den Telekomfirmen fast vollkommen abgerufen wurden."

Da war man wohl froh das wenigstens A1 die Förderungen in Anspruch genommen hat. Hutchison hat sich nur
über die Förderungen für A1 beschwert, selbst aber nichts investiert (Trionow: wir bauen kein Glasfasernetz).

Mittlerweile hat man auch in der Steiermark eine eigenen Gesellschaft gegründet (SBIDI,2018) und die ist bereits
der größte Fördernehmer. A1 hat bei der 5. und 6. Ausschreibung Access (2019) in der Steiermark gerade noch 60.862 Euro an Förderungen zugesprochen bekommen. T-Mobile (5G) kommt schon auf mehr als 390.000 Euro......
und SBIDI hat es von 2018-2019 auf mehr als 50 Millionen Euro gebracht (A1 in Österreich insgesamt von 2015-2019 : 209,5 Mio. Euro).

Wenn man bedenkt das von der Breitbandmilliarde mehr als 500 Millionen Euro von A1 gesponsert werden, aber nicht einmal die Hälfte davon an Förderung zurückkommt dann bleibt ein schöner Verlust. Dazu kommt das die
regionalen Anbieter ihren geförderten Ausbau dort betreiben wo A1 noch relativ viele "Kupferkunden" hat.
Da verliert man einiges an Kunden.......ma braucht sich nur die Kundenstatistik beim Festnetzinternet anschauen.

mfg
 
31 März 2014
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Wenn man bedenkt das von der Breitbandmilliarde mehr als 500 Millionen Euro von A1 gesponsert werden, aber nicht einmal die Hälfte davon an Förderung zurückkommt dann bleibt ein schöner Verlust.

A1 „sponsert“ hier überhaupt nichts.

A1 hat 2013 zu überteuerten Preisen Unmengen an Spektrum erworben und dieses dann jahrelang nicht zeitgemäß eingesetzt.

Das als „Sponsoring“ für die Breitbandmilliarde zu bezeichnen ist IMHO absurd, man hätte sich auch mit weniger Spektrum zufrieden geben können.
 
25 März 2014
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A1 hat 2013 zu überteuerten Preisen Unmengen an Spektrum erworben und dieses dann jahrelang nicht zeitgemäß eingesetzt.
Hier muss man erweitern bis heute nicht! Es gibt sehr viele Gebiete wo Hybrid unendlich verkauft wird aber 0 in eine zweite Frequenz gemacht wurde. Da wollte die A1 wieder Geld sehen von Gemeinden.

Wenn man bedenkt das von der Breitbandmilliarde mehr als 500 Millionen Euro von A1 gesponsert werden, aber nicht einmal die Hälfte davon an Förderung zurückkommt dann bleibt ein schöner Verlust. Dazu kommt das die
regionalen Anbieter ihren geförderten Ausbau dort betreiben wo A1 noch relativ viele "Kupferkunden" hat.
Da verliert man einiges an Kunden.......ma braucht sich nur die Kundenstatistik beim Festnetzinternet anschauen.
Hier muss man differenziert reingehen. Die A1 bekommt wie jeder Provider der ausbaut, meist billigere Konditionen für Senderstandorte insbesondere wenn es um so Standorte rund um Infrastruktur geht, wie ÖBB und Asfinag. Dazu darf man nicht vergessen, die gute A1 hat wie gewohnt sowie die anderen, die Preise kräftig erhöht und neue Dinge eingeführt wie Inflationsausgleich auf einen fragwürdigen Index usw.
Darum am ersten Blick schaut es so aus, aber die A1 ist hier weit weg als Opfer. Dazu muss man hier auch immer sagen, warum sind meist Gebiete betroffen mit Kupfer?
Die A1 hat dazumals Internetservicepauschalen eingeführt um hier zukunftssicher aggieren zu können. Stattdessen macht man weiter auf ARU Ausbau, wo man seit locker 5 - 8 Jahren weiß bzw. eigentlich seit LTE das ist ein EOL-Produkt was die Sprünge nicht mehr schafft.

Da hätte man eventuell mal verzichten sollen auf irgendwelche Musikportale was man schafft und dann einstanzt wegen schlechten Erfolg und seine Vorreiterrolle ausbauen müssen.
Wenn man sich ansieht den FTTH Anteil von der A1 am Gesamtmarkt Österreich zu allen anderen, könnte man sagen man will sich zurückziehen als kabelgebundener Provider.
 
5 Juli 2014
3.005
1.975
A1 „sponsert“ hier überhaupt nichts.

A1 hat 2013 zu überteuerten Preisen Unmengen an Spektrum erworben und dieses dann jahrelang nicht zeitgemäß eingesetzt.

Das als „Sponsoring“ für die Breitbandmilliarde zu bezeichnen ist IMHO absurd, man hätte sich auch mit weniger Spektrum zufrieden geben können.
Auch T-Mobile sponsert die Breitbandmilliarde aber nimmt sie so gut wie nicht in Anspruch. Und von Hutchison ist
so gut wie nichts zu sehen. Hier haben sich die drei Großen selbst ein Ei gelegt und subventionieren die neuen
Mitbewerber. A1 verliert Kupferkunden, Hutchison kämpft mit Marktanteilsverlusten beim mobilen und stationären Internet und T-Mobile ist mit einen blauen Auge davongekommen weil man in den geförderten Gebieten kaum vertreten ist (bzw. 2013 das Festnetz noch für tot erklärt hat - und dann trotzdem UPC gekauft. Ein wenig scheinheilig).

Ohne den überteuerten Frequenzkauf (4 x 800) hätte A1 erst ab 2020 vier zusammenhängende Blöcke (1800) für LTE zur Verfügung gehabt (im Extremfall hätte A1 auch nur 3 Blöcke 1800 ab 2020 zur Verfügung gehabt. Die
zusätzlichen vier Blöcke gab es ja nur weil Hutchison das Kleingeld ausging), während T-Mobile mit einen Frequenztausch (1800, Hutchison) spätestens 2016 so weit war bzw. Hutchison bereits 2014 bei der Umwidmung über fünf zusammenhängende Blöcke verfügte. Immerhin haben T-Mobile und Hutchison seit Jänner 2012 eine Netzpartnerschaft, da wäre ein solcher Frequenztausch nur logisch. A1 hat 2013 für Frequenzen bezahlt die sie tlw. erst ab 2020 zur Verfügung hatten. Wo genau hat A1 Frequenzen nicht zeitgemäß eingesetzt ( außer CA, wo wohl das Gerichtsverfahren wegen der Umwidmung 2014 der Grund war) ???
Das A1 auf vier 800er-Blöcke aus ist hätte man sich auch bei T-Mobile denken können und man hätte sich besser auf einen vierten 900er-Block konzentriert (den jetzt Hutchison hat und so gut wie nicht einsetzt, außer die
Mindestversorgung). Da war der "Mann des Jahres" wohl noch über den Wolken unterwegs.

Die Unmengen an Spektrum hat A1 wohl auch deswegen erworben weil sonst einige Frequenzen unvertseigert
geblieben wären. Damals hatte wohl der Staat als bestimmender Aktionär bei der TA kein Interesse daran das
man unversteigerte Frequenzen hat. 2019 blieb einiges an Frequenzen übrig, da war allerdings nicht mehr der
Staat der bestimmende Aktionär der TA............

Das A1 die Frequenzen einsetzt sieht man daran das die Auslastung kaum noch geringer als bei T-Mobile ist.
Es macht auch Sinn das man zuerst Frequenzen erwirbt und dann Produkte auf den Markt bringt und nicht so wie bei Hutchison wo man 2011 unl. Datentarife auf den Markt gebracht hat und 2013 das nötige Kleingeld aus der Heimat für die Frequenzen gefehlt hat. (siehe Seite 5: TeraByte/MHz je Betreiber 2016 -2020)
https://www.rtr.at/TKP/aktuelles/ve...og/118_Konsultation_Spectrum_Release_Plan.pdf

Mittlerweile entspricht die Frequenzverteilung den Marktanteilen bei den Simkarten. Bei T-Mobile stellt sich halt noch immer die Frage warum man für Übernahmen Milliarden locker macht (770 Millionen Goodwill stehen noch immer in der Bilanz der DT trotz der 838 Millionen Verluste die man 2012/13 für die Österreichtochter verbucht hat. Angeblich auch wegen der teueren Frequenzversteigerung von 2013), für Frequenzen aber das nötige Kleingeld nicht hat und trotz steigender Umsätze und Gewinne auf Kurzarbeitsgeld angewiesen ist). mfg + ade
 
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5 Juli 2014
3.005
1.975
Die A1 hat dazumals Internetservicepauschalen eingeführt um hier zukunftssicher aggieren zu können. Stattdessen macht man weiter auf ARU Ausbau, wo man seit locker 5 - 8 Jahren weiß bzw. eigentlich seit LTE das ist ein EOL-Produkt was die Sprünge nicht mehr schafft.

Da hätte man eventuell mal verzichten sollen auf irgendwelche Musikportale was man schafft und dann einstanzt wegen schlechten Erfolg und seine Vorreiterrolle ausbauen müssen.
Wenn man sich ansieht den FTTH Anteil von der A1 am Gesamtmarkt Österreich zu allen anderen, könnte man sagen man will sich zurückziehen als kabelgebundener Provider.
2011 hat T-Mobile vor Gericht wegen der kostenpflichtigen Papierrechnung verloren (Umweltbeitrag) .
Selber hätte man zu den Zeitpunkt wohl schlecht die Servicepauschale auf den Markt bringen können, also hat A1
einige Tage nach dem Urteil losgelegt (UPC, Tele 2 usw. folgten in kurzen Abständen).
Bei der Indexanpassung durfte Krammer (Orange) die erste Geige spielen, bei der Aktivitätspauschale und
den 28 Tagen Abrechnungszeitraum für Wertkarten war Bierwirth am Zug. So trägt jeder seinen Teil bei......

Das Musikportal wird von AM in Südamerika erfolgreich vermarktet, trifft aber nicht den Geschmack in Österreich.
Daher lieber ein Ende mit Schrecken.........

Bei den aktiven FTTH-Anschlüssen wo es in Österreich ca. 115.000 gibt hat A1 einen Anteil von 45,8 %.
Insgesamt gibt es 101 Anbieter in Österreich mit aktiven FTTH-Anschlüssen. Unter den Top 8 sind weder Magenta (wo die Stadt Wien beteiligt ist) noch Hutchison, dafür zwei Unternehmen an denen die Stadt Wien ebenfalls beteiligt ist (Wien Energie und Kabelplus).
51 % Marktanteil hat A1 insgesamt beim Festnetz-Internet (lt. eigenen Angaben, Tendenz sinkend).
Als kabelgebundener Betreiber konzentriert man sich bei A1 anscheinend nur mehr auf Gebiete wo es sich rechnet. Magenta (UPC) macht das seit Jahrzehnten .............mfg
 
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5 Juli 2014
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A1 Frequenzen 1800 MHz
bis Ende 2015 : 15,8 MHz
2016 und 2017 : 15,5 MHz

Hutchison Frequenzen 1800 MHz
bis Ende 2015 : 32,8 MHz
2016 und 2017 : 35,5 MHz
(davon 15,5 MHz für GSM und dazu das Inlandsroaming bei T-Mobile)

mfg
 

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