Erste RTR-Konsultation zur Multiband-Vergabe 2020

sebinity

Mobilfunk Teilnehmer
11 Dez 2018
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Das wissen Leute wie @rage4 sicher besser, weil sie öfter mit Pressemitteilungen zu tun haben, aber das klingt danach, als gäbe es einen konkreten Anlass (im Sinne von Beteiligten, die bei Absprache-ähnlichem Verhalten überführt wurden) für die Aussendung, oder?
 

rage4

Mobilfunk Teilnehmer
5 Jul 2014
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aber das klingt danach, als gäbe es einen konkreten Anlass (im Sinne von Beteiligten, die bei Absprache-ähnlichem Verhalten überführt wurden) für die Aussendung, oder?
Damit wird wohl Mass Response (Spusu) gemeint sein (Hinweise oder Andeutungen, die im Vorfeld von Auktionen über Medien lanciert werden):

DerStandard - Markus Sulzbacher - 22. Oktober 2019

In Österreich startet Spusu in dieser Woche sein 5G-Netz, das in Teilen des Burgenlands und Niederösterreichs nutzbar sein wird. Am 25. Oktober soll es soweit sein.

Bei der kommenden 5G-Auktion im Jahr 2020 will das Unternehmen mitmischen.

mfg
 

bobthebuilder

Mobilfunk Teilnehmer
2 Jul 2015
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Ist das überhaupt notwendig?

Wenn man die Unterlagen ein wenig studiert drängt sich ein Szenario markant in den Vordergrund:

Berücksichtigt man den Umstand, dass A1 max. 10MHz im 700er Band ersteigern darf (unter Punkt 7.4.1 der Anlage 2 Ausschreibungsunterlage_700_1500_2100 zu finden) und dass Magenta und A1 im 700er und dem 2100er Band zusammen maximal 75MHz ersteigern dürfen (Punkt 7.4.2), drängt sich meiner Meinung nach folgendes auf:

700: A1 ersteigert 10MHz, Magenta 20MHz - für "3" wird der niederfrequente Ausbau mit den einhergehenden Versorgungsauflagen wohl nicht wirtschaftlich sein.
2100: A1 bietet für 25 MHz, Magenta für 20MHz. - Hier ist ein "Gemetzel" zu erwarten, denn bei diesem Frequenzband MUSS "3" unbedingt erfolgreich aussteigen.

Also kann es ziemlich leicht sein, dass "3" eher zurückhaltend bei 700MHz ist, und die beiden anderen im Gegenzug dafür eher mit der Beibehaltung des aktuellen Status im 2100er Band zufrieden sind.

Nachdem 1500MHz eh als ungepaarte Frequenzblöcke versteigert werden, gäbe es hier genug Potential (90MHz) für alle Betreiber....

Einzig einen Markteinsteiger hab ich nicht auf meiner Rechnung ;-)
 
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rage4

Mobilfunk Teilnehmer
5 Jul 2014
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2013 hat auch niemand damit gerechnet das Hutchison einen 900-Block ersteigern wird. Dabei hat damals die
RTR selbst die Stellungnahmen der Betreiber veröffentlicht ………..

Von den Markteinsteigern (Auktion 2019) gibt es schon eine Info aus der Steiermark:
"Die für die Mobiltelefonie maßgebliche Frequenzauktion (mobile Datennutzung am Handy) im Bereich von 700 MHz findet erst 2020 statt. Diese wird allerdings kein Thema für die Holding Graz bzw. Citycom sein."

mfg
 

Schuttwegraeumer

Mobilfunk Teilnehmer
1 Jan 2015
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DREI könnte aber ganz dringend auch mehr niedrige Frequenzen brauchen, die Indoorversorgung ist nicht prikelnd und ausserhalb der Ballungszentren sieht mager aus wenn man das 2G Roaming wegzählt.
Ich fahre viel mit dem Motorrad in kurvige Gegenden und ich bin froh dass ich im Handy (Dual-SIM) noch eine Yesss SIM habe.

Mir wäre es lieber dass sich das 700 Band auf Magenta (2x10 MHz) und DREI (2x20 MHz) aufteilt da A1 eh genug auf 800 hat.
DREI muss den Mangel an 900er Frequenzen kompensieren.
 
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Besi

Mobilfunk Teilnehmer
2 Mai 2018
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Wen man so im RTR Netztest schaut hat 3 das Schnellste Internet halt 4G im Gebieten wo es kein Glasfaser Anbindung gibt
 

sergio_eristoff

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
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1.987
Ausschreibungsunterlagen für die "Auktion 2020":

https://www.rtr.at/de/tk/FRQ5G_2020

mfg
Die wichtigen Dinge aus der Ausschreibung:

Zeitplan:
Ende der Ausschreibungsfrist: 26. Februar 2020, 12:00 Uhr (Ortszeit)
Durchführung der Auktion: voraussichtlich April 2020
Frequenzzuteilungsbescheid: voraussichtlich binnen eines Monats nach Auktionsende

Spektrum:

700 mhz 6x 5mhz Pakete


1500mhz 18x 5mhz Pakete (Downlink only)


2100 mhz 12x 5mhz Pakete

Gesamt 270 mhz.

Fussnote 700 mhz:
Im 700 MHz-Band sind derzeit noch vereinzelt Rundfunksender in Österreich in Betrieb (befristet bis 30.06.2020). Der Rundfunkempfang ist daher im Frequenzbereich 703-733 / 758-788 MHz ab 01.07.2020 vor Aussendungen des Mobilfunks nicht mehr zu schützen.

Fussnote 1500 mhz:
Im Frequenzbereich 1427-1452 MHz und 1492-1518 MHz sind derzeit noch Richtfunkstrecken fernmeldebehördlich bewilligt. Die Empfänger der in Anhang F.15 angeführten Funkstellen sind bis zum Ablauf der Bewilligungen (längstens bis 2027) mit einer maximalen spektralen Leistungsdichte von -150 dBW/MHz zu schützen. Die Betreiber haben die Möglichkeit, mit den betreffenden Bewilligungsinhabern Einvernehmen herzustellen.


Versorgungspflichten:
700 mhz:
Stufe 1, ab 31.12.2022 – Betrieb von 500 Standorten
Stufe 2, ab 31.12.2023 – Betrieb von insgesamt 1.500 Standorten
Ausgewählte Gemeinden sind ebenso angehängt.

Es ist für 90% der Bevölkerung Outdoor ein Kommunikationsdienst mit einer Endkundendatenrate von 30 Mbit/s Download und 3 Mbit/s Upload gemäß der Definition in Kapitel 4.5 bereitzustellen. Diese Versorgungspflicht ist ab 31.12.2023 zu erfüllen.

Es ist für 95% der Bevölkerung Outdoor ein Kommunikationsdienst mit einer Endkundendatenrate von 10 Mbit/s Download und 1 Mbit/s Upload gemäß der Definition in Kapitel 4.5 bereitzustellen. Diese Versorgungspflicht ist ab 31.12.2023 zu erfüllen.

Ab 31.12.2025 ist für 93% der Bevölkerung Outdoor ein Kommunikationsdienst mit einer Endkundendatenrate von 30 Mbit/s Download und 3 Mbit/s Upload gemäß der Definition in Kapitel 4.5 bereitzustellen.

Ab 31.12.2025 ist für 98% der Bevölkerung Outdoor ein Kommunikationsdienst mit einer Endkundendatenrate von 10 Mbit/s Download und 1 Mbit/s Upload gemäß der Definition in Kapitel 4.5 bereitzustellen.


1500 mhz:
Stufe 1, ab 31.12.2025 – Betrieb von 300 Standorten
Stufe 2, ab 31.12.2030 – Betrieb von insgesamt 500 Standorten


2100 mhz:
Ab 31.12.2021 – Betrieb von 2.000 Standorten
Diese 2.000 Standorte sind räumlich so zu verteilen, dass in jedem Bundesland zumindest 75 Standorte betrieben werden.

Es ist für 75% der Bevölkerung Outdoor ein Kommunikationsdienst mit einer Endkundendatenrate von 30 Mbit/s Download und 3 Mbit/s Upload gemäß der Definition in Kapitel 4.5 bereitzustellen. Diese Versorgungspflicht ist ab 31.12.2023 zu erfüllen.

Es ist für 90% der Bevölkerung Outdoor ein Kommunikationsdienst mit einer Endkundendatenrate von 10 Mbit/s Download und 1 Mbit/s Upload gemäß der Definition in Kapitel 4.5 bereitzustellen. Diese Versorgungspflicht ist ab F 1/16 Ausschreibungsunterlage 700, 1500, 2100 MHz Seite 24 31.12.2023 zu erfüllen

Ab 31.12.2025 ist für 80% der Bevölkerung Outdoor ein Kommunikationsdienst mit einer Endkundendatenrate von 30 Mbit/s Download und 3 Mbit/s Upload gemäß der Definition in Kapitel 4.5 bereitzustellen.

Ab 31.12.2025 ist für 93% der Bevölkerung Outdoor ein Kommunikationsdienst mit einer Endkundendatenrate von 10 Mbit/s Download und 1 Mbit/s Upload gemäß der Definition in Kapitel 4.5 bereitzustellen.


Für alle Frequenzen:
Ein für die Erfüllung der Versorgungspflicht relevanter Standort hat über eine Sendeanlage zu verfügen, die für eine elektrische Sendeleistung je Sektor von zumindest 20 Watt geeignet ist.
 

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