free Mastercard Gold Kreditkarte der Advanzia Bank - Erfahrungen im Alltag / Sicherheit & Missbrauch

18 April 2018
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Das
Denn wenn auch nur 1 ct., weniger als der offene und bei Rechnungslegung durch die Advanzia fällig gestellte Saldo überwiesen wird verzichtet die Advanzia eben nicht mehr auf die Verrechnung von Zinsen!

und das
Ab dem Tag des Zahlungseingangs der € 9.999,99 verringert sich natürlich der offene Betrag (der in Anspruch genommene Kredit wird reduziert auf den Betrag von € 0,01). Ab Zahlungseingang ist somit nur mehr Kredit in der Höhe von € 0,01 offen, weshalb ab diesem Zeitpunkt nur mehr der nun offene Betrag (€ 0,01) weiter verzinst wird.

widerspricht sich jetzt jedoch.
 
18 August 2020
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nur auf den ersten Blick ein Widerspruch...am verständlichsten wird's wenn man sich ein paar Beispielbuchungen in einer Tabelle zusammenstellt. Dann sieht man auch, welchen Effekt die Umsatztage haben (und nicht nur der Zinssatz).
 

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21 April 2021
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Das


und das


widerspricht sich jetzt jedoch.
Nein stimmt beides!

Wenn du für beispielsweise 1.000 Euro Umsätze auf deiner Karte hast und zum Falligkeitsdatum die 1.000 Euro, wie auf der Rechnung angeführt, überweist, verzichtet die Advanzia auf die Zinsen. Wenn du aber weniger überweist, nutzt du die Teilzahlungsmöglichkeit - es fallen Zinsen ab dem Tag an, an dem du das Geld mit der Karte ausgegeben hast. Naütlich verringert sich der zu verzinsende Betrag, wie bei jedem anderen regulären Kredit auch, mit deiner "Ratenzahlung". Ratenzahlung mag hier vielleicht etwas seltsam klingen, falls nur ein Cent gefehlt hat.

Bsp: Zu Beginn der Abrechnungsperiode wurden genau 1000 Euro ausgegeben. Die Begleichung der Rechnung erfolgte aber erst zum spätestmöglichen Tag, also etwa 6 Wochen später. Durch ein Missgeschick wurde ein Euro weniger überwiesen. Dadurch fallen für die 6 Wochen Zinsen an. Überschlagsmäßig gerechnet sind das bei ca. 1,5% monatlich 23 Euro. Diese 23 Euro plus der 1 Euro, der zuwenig bezahlt wurde, also 24 Euro, werden bis zur Begleichung weiterhin verzinst.

Selber noch nicht ganz klar ist mir hier, wie ich die Zinsenszinsen "richtig" (also wie die Bank wünscht) begleichen sollte, falls ich in die Situation komme. Ich hätte jetzt einfach die Zinsen zwischen Rechnungsdatum und dem Datum, wo das Geld auf dem Kundenkonto gutgeschrieben werden sollte, überschlagsmäßig berechnet und um ein paar Euro aufgerundet. Somit sollte die Zinseszins-Spirale unterbrochen sein. Laut Forumsmeinung soll das minimale Plus am Kreditkartenkonto von der Advanzia geduldet werden.

edit: Dodgez war schneller :)
 
18 April 2018
1.649
741
Dadurch fallen für die 6 Wochen Zinsen an.
Das ist schon klar, aber die Frage ist eben gewesen für welchen Betrag.

Einfaches Beispiel

15. Jänner - Umsatz 10.000
31. Jänner - Abrechnung mit 15. Feber 10.000
31. Jänner - Überweisung 9.999,99

Werden ab 15. Feber Zinsen für EUR 0,01 seit 15. Jänner fällig oder für EUR 10.000?

Oder Zinsen für EUR 10.000 bis 31. Jänner und ab 1. Feber für 0,01?
 
21 April 2021
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Das ist schon klar, aber die Frage ist eben gewesen für welchen Betrag.

Einfaches Beispiel

15. Jänner - Umsatz 10.000
31. Jänner - Abrechnung mit 15. Feber 10.000
31. Jänner - Überweisung 9.999,99

Werden ab 15. Feber Zinsen für EUR 0,01 seit 15. Jänner fällig oder für EUR 10.000?

Oder Zinsen für EUR 10.000 bis 31. Jänner und ab 1. Feber für 0,01?
Ich fasse das so auf: Da weniger als der Betrag in der Abrechnung überwiesen wurde, fallen für die kompletten 10.000€ Zinsen an. Nachdem ca. am 03. Februar 9.999,99 bei der Advanzia eintrudeln, fallen dann noch weitere Zinsen für die €0,01 + Zinseszinsen für ca. 75€ (die ca. 1,5x% pro Monat, die für die 10.000€ bereits angefallen sind) an.
 
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27 Juni 2019
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Genau, die Zinsen werden dann ab dem Umsatztag in voller Höhe verrechnet; nicht bloß für den Fehlbetrag. Aber das ganze ist noch viel komplizierter, denn die liebe Advanzia gibt einerseits Zinssätze an die nicht stimmen, und andererseits rechnen die auch noch äußerst unüblich, und genau sind wohl auch jene Gründe, warum die bereits mehrmals gerichtlich verurteilt wurden.

Für Waren und Dienstleistung verrechnet die Advanzia nämlich 0,05019 % pro Tag, das sind nominal 18.31935 % pro Jahr. Bei Bar(geld)verfügungen werden 0,05699 % pro Tag, das sind nominal 20,80135 % pro Jahr verrechnet. Dazu kommt auch noch, dass die Zinsen offenbar täglich errechnet und offenbar jeden einzelnen Tag auf volle Centbeträge (auf)gerundet werden, denn da steht in jeder Tageszeile zumindest ein ganzer Cent, und das bei meinen kleinen Beträgen. Das bedeutet in meinem Falle also dann statt 0,50xx Cent pro Tag für aushaftende 10 EUR nur ein ganz kleines Zubrot für die Bank.

Woher ist das weiß? Tja, wo beginne ich da? Gestern hat mir doch @Dodgez dankenswerter Weise auf die Sprünge geholfen, nach dem sich die Advanzia ja wochenlag tot gestellt hat. Nach dem ich das ganze dann eine Weile sacken ließ und nachgerechnet und erkannt habe, dass die Vorschreibung im Großen und Ganzen wohl rechts sein wird, schrieb ich der Advanzia gegen Mitternacht, dass man mein Ticket nun schließen könne, weil sich die Sache ja geklärt hat. Und was geschah dann? Heute gegen 11 Uhr hat sich dann ein Supportmitarbeiter bei mir mit dem Hinweis auf die von mir zur Kenntnis genommen AGB und deren Bestimmungen gemeldet, und im Anhang die von mir erwünschte Sollzinsenberechnung als PDF ermittelt. Und das Ding spricht Bände. Da ich jedoch noch keine Möglichkeit gefunden habe meine persönlichen Daten zu eliminieren, müsst Ihr noch ein wenig auf den Upload warten.

Zwar mag das ganze Vorgehen der Advanzia gerade noch, oder nach den Urteilen deutscher Gerichte zu schließen, eher doch nicht mehr in Ordnung sein, aber es ist eine Tatsache, dass diese Art der Zinsenberechnung alles andere als branchenüblich zu bezeichnen ist. Zudem finde ich es äußerst befremdlich, dass auf der Webseite und dem von dort herunterladbaren Spesenblatt (Stand: Juni 2020) (Achtung: das PDF hat keinen Namen, daher muss die heruntergeladene Datei erst einmal mit einem solchen versehen werden) nicht einmal die korrekten Zinssätze angegeben werden.
 
18 August 2020
295
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Ich fasse das so auf: Da weniger als der Betrag in der Abrechnung überwiesen wurde, fallen für die kompletten 10.000€ Zinsen an. Nachdem ca. am 03. Februar 9.999,99 bei der Advanzia eintrudeln, fallen dann noch weitere Zinsen für die €0,01 + Zinseszinsen für ca. 75€ (die ca. 1,5x% pro Monat, die für die 10.000€ bereits angefallen sind) an.
so ist es - das entspricht den Angaben gem. AGB der Advanzia. Da der fällige Saldo nicht zur Gänze bezahlt wurde (1 ct. weniger) würden für die 10.000,- Zinsen vom Buchungstag (15.1.) bis zur nächsten Bewegung auf dem Konto berechnet. Und genau das ist der Kern des Geschäftsmodells der Advanzia (gilt gleichermaßen für die TF-Bank) mit der gebührenfreien KK.

Großzügigerweise verzichtet die Advanzia auf die Kapitalisierung der Zinsen, dh es werden keine Zinseszinsen berechnet. Aber das ist auch schon egal, weil die hohen Zinssätze an sich schon für ausreichend Erträge sorgen (wenn man die letzten Geschäftszahlen der Advanzia betrachtet).
 

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