sebinity

Mobilfunk Teilnehmer
11 Dez 2018
632
494
Das Abfahren eines Weges ergibt absolut Sinn, nur die Methodik ist meiner bescheidenen Meinung nach wissenschaftlich angreifbar.

Da jeder Netztest ein anderes Ergebnis bringt, kann man jedem davon vorwerfen, "objektiv" einen Netzbetreiber bevorzugt zu haben. Mein persönliches Idealszenario wäre daher nicht höchstmögliche Objektivität, sondern größtmögliche Subjektivität (die Idee wieso es Wahlen und Parteien gibt):
  1. Ich gehe zu jedem Netzbetreiber und sage, er soll mir drei SIMs und drei Handys geben, die in seinem Netz gut funktionieren und er kann auch priorisieren wie er will
  2. Dann gibt mir jeder Netzbetreiber eine Strecke, die ich abfahren soll
  3. Für den Test wird dann mit allen drei Handys mit jeweils einer unterschiedlichen SIM die gesamte Strecke (also alle drei Vorschläge) abgefahren
Das Ergebnis? Kein objektives, genaues Ergebnis über Abdeckung etc. aber ein sehr sehr guter, nicht von einem beinflussbarer Vergleichswert und das ist ja eig alles das den Konsumenten interessiert. Frage mich warum man das nicht macht...
 

gabor

Mobilfunk Teilnehmer
5 Apr 2016
313
356
Sage mir welches Ergebnis du gerne haben möchtest und ich gebe dir die zum gewünschten Ergebnis passenden Stecken vor für deine Messungen. Dazu brauche ich lediglich die öffentlich vorliegenden RTR Messungen.
 

JDalmus

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2014
59
101
das ist doch der gleiche Test wie der hier ->
https://www.lteforum.at/mobilfunk/smartphone-magazin-a1-vor-drei-und-magenta.13556/

interessant finde ich vor allem dieses Ergebnis im
Vergleich

Schwächen zeigte Magenta auch bei der Telefonie. So dauerte es bei dem Anbieter unter anderem deutlich länger als bei der Konkurrenz, bis ein Gespräch hergestellt wurde.

vs Connect 2020

Dabei überzeugt vor allem Magenta mit sehr kurzen Verbindungsaufbauzeiten, die nicht nur in Großstädten, son- dern auch in den kleineren
Städten und auf den Verbin-
dungsstraßen im Durchschnitt
unter einer Sekunde liegen.


Anscheinend fand man es nichteinmal der Mühe Wert, ein für Magenta VoLTE taugliches Endgerät (firmware?) zu verwenden.
Richtig. Das haben wir im letzten Jahr getan. Dieses Jahr waren wir der Meinung, daß es auch Magenta geschafft haben müßte, VoLTE auf handelsüblichen Geräten zu realisieren wie z.B. A1.
Denn wir messen aus Kundensicht. Und nicht jeder Kunde hat das neueste Smartphone mit der neuesten Firmware.
Zudem messen wir nicht Mobile to Mobile, sondern Mobile ins Festnetz.
Mobile to Mobile im gleichen Netz in der gleichen Zelle zu testen halten wir nicht für besonders realistisch.
Aber vielleicht sind wir da einfach etwas old fashioned.
In der gleichen Funkzelle klopfen wir lieber an und unterhalten uns bei einem Getränk face to face ;)
Oder um es deutlich zu sagen: Die Art, wie Connect testet, bringt uns zum Schmunzeln.
 
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JDalmus

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2014
59
101
Das Abfahren eines Weges ergibt absolut Sinn, nur die Methodik ist meiner bescheidenen Meinung nach wissenschaftlich angreifbar.

Da jeder Netztest ein anderes Ergebnis bringt, kann man jedem davon vorwerfen, "objektiv" einen Netzbetreiber bevorzugt zu haben. Mein persönliches Idealszenario wäre daher nicht höchstmögliche Objektivität, sondern größtmögliche Subjektivität (die Idee wieso es Wahlen und Parteien gibt):
  1. Ich gehe zu jedem Netzbetreiber und sage, er soll mir drei SIMs und drei Handys geben, die in seinem Netz gut funktionieren und er kann auch priorisieren wie er will
  2. Dann gibt mir jeder Netzbetreiber eine Strecke, die ich abfahren soll
  3. Für den Test wird dann mit allen drei Handys mit jeweils einer unterschiedlichen SIM die gesamte Strecke (also alle drei Vorschläge) abgefahren
Das Ergebnis? Kein objektives, genaues Ergebnis über Abdeckung etc. aber ein sehr sehr guter, nicht von einem beinflussbarer Vergleichswert und das ist ja eig alles das den Konsumenten interessiert. Frage mich warum man das nicht macht...
Also genau DAS spiegelt nicht wieder, was Konsumenten interessiert.
Übrigens kann ich dann gleich den Netzbetreiber bitten, mir seine Daten zu geben und mir die Kosten für den Test sparen.
Wir machen keine Versorgungsmessung, sondern wir messen, was bei einem Durchschnittskunden ankommt.
Und der Durchschnittskunde konfiguriert nicht ständig an seinem neuesten Smartphone rum und spielt Betreibereigene Firmware auf sein Endgerät.
Das unterscheidet uns übrigens von unseren Wettbewerbern.
Uns ist es völlig egal, ob in einer Zelle 150 MBit möglich sind, wenn 16 mehr als genug sind.
Da interessiert uns eher, wieviele Nutzer mit einem beliebigen Endgerät mit beliebigem Softwarestand diese Leistung abrufen können.
Wir gleichen die Realität mit Werbeversprechen ab.
Die von Dir angeführten Vergleichswerte sind für die Masse der Nutzer nicht realisierbar und daher nicht aussagekräftig.
 
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JDalmus

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2014
59
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Sage mir welches Ergebnis du gerne haben möchtest und ich gebe dir die zum gewünschten Ergebnis passenden Stecken vor für deine Messungen. Dazu brauche ich lediglich die öffentlich vorliegenden RTR Messungen.
Das solltest Du unbedingt einmal machen.
Wir haben übrigens unsere Messfahrzeuge mit Aushilfsfahrern besetzt und ihnen keine feste Route vorgegeben.
Und diese Fahrer kommen aus normalen Jobs.
Wir vergleichen dann unsere Ergebnisse.
 
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sebinity

Mobilfunk Teilnehmer
11 Dez 2018
632
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Gelöscht. Ich habe gemerkt, dass mein Beitrag eher diskutieren um des Diskutierens willen und nicht wirklich konstruktiv war.
 

JDalmus

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2014
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Das definitiv. Zusätzlich kommts halt auch drauf an, an welchem Ort zu welcher Zeit gemessen wird und wie dort die Zellauslastung ist. Deshalb finde ich das nicht so blöd, wenn wirklich eine große Fläche abgefahren wird, das machts dann noch eher vergleichbar.
Genau da liegt ein Problem aller unabhängiger Netztests. Wir haben keine Information über die jeweilige Auslastung der Zelle. Dazu müßten wir Zugriff auf die OSS Daten des Betreibers haben.
Wir hatten sogar schon Fälle, wo "neutrale" Messfahrzeuge unserer Route folgten und Traffic in bestimmten Netzen generierten, um das eigene Netz besser aussehen zu lassen.
Allerdings nicht in Österreich!
Hier hilft es wirklich nur, umfangreich und über einen längeren Zeitraum zu messen.
Wir messen insgesamt fast 4 bis 5 Monate.
Allerdings sind da umfangreiche Vortests, die der Einrichtung der Messsysteme und dem Aufspüren von Konfigurationsfehlern dienen, mit inbegriffen.
Die eigentlichen Messfahrten erstrecken sich über ca. 6 Wochen.
 

JDalmus

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2014
59
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Gelöscht. Ich habe gemerkt, dass mein Beitrag eher diskutieren um des Diskutierens willen und nicht wirklich konstruktiv war.
Schade, ich wollte gerade antworten.
So schlecht war der Beitrag gar nicht.
Ja, die Methodik und die Gewichtung in der Auswertung sind entscheidend für das Ergebnis!
Wir z.B. sind der Meinung, daß klassische Versorgungsmessungen für den Optimierer hilfreich sind, aber der Kunde betrachtet nicht das Netz an sich, sondern sein Verhalten bei der Nutzung bestimmter Dienste.
Deshalb legen wir auch andere Kriterien an.
Mögliche höchste Durchsatzraten interessieren uns da z.B. nur am Rande.
 

andi15101990

Mobilfunk Teilnehmer
23 Mrz 2014
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Und der Durchschnittskunde konfiguriert nicht ständig an seinem neuesten Smartphone rum und spielt Betreibereigene Firmware auf sein Endgerät.
In diesem Punkt bin ich nicht deiner Meinung. Ich würde schon sagen, dass immer noch der Großteil der Kunden sein Gerät direkt beim Netzbetreiber kauft und somit auch eine betreibereigene Firmware auf seinem Gerät hat.
 
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DanObe

Mobilfunk Teilnehmer
15 Apr 2014
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Wir hatten sogar schon Fälle, wo "neutrale" Messfahrzeuge unserer Route folgten und Traffic in bestimmten Netzen generierten, um das eigene Netz besser aussehen zu lassen.
Allerdings nicht in Österreich!
Also das ist ja wirklich der Hammer. Woher wusste der Netzbetreiber mit welchen Autos, wo und wann ihr unterwegs seid? Wie viel Energie da von dem Netzbetreiber investiert wurde um gut dazustehen ist schon bemerkenswert.
 

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