Inflationsausgleich

sss

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
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354
So ändern sich halt die Zeiten. Und absolut gesehen hat der Durchschnittsbürger mehr Wohlstand als je zuvor, das ist ein großer Erfolg.
Nicht nur die Zeiten, sondern vielfach auch der Fokus. Tschicken für 5€+ je Schachtel geht, aber wenn das Viertel Butter dann 2,50€ kostet ist der Aufschrei groß!

Das eine ist halt "nur" Butter oder Milch.
Mir leuchtet ja auch nicht ein wie man bei Grundnahrungsmitteln so versessen aufs Sparen und billiger billiger aus sein muss, bei RedBull & Co kann die 250ml Dose schon mal 1,29€ kosten. Man gönnt sich ja sonst nix, oder?

Qualität bei Lebensmitteln kann ruhig kosten, die schmeckt man. Ein Liter Milch für 1,69€ (hat vor zwei Jahren 20c weniger gekostet) finde ich absolut ok da ich Milch gerne auch pur trinke und man da einen Unterschied schmeckt. Die 89c Milch kannst ums verrecken nicht trinken, dafür sie vermutlich bis übernächste Weihnachten haltbar.
 
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mahe

Mobilfunk Teilnehmer
9 Apr 2014
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RedBull (250ml Dose, div. Sorten) kostet aktuell normal (nicht im Angebot) € 1,49.

Rauchen ist eine Sucht, für einem selbst ist das dann ok, sicher auch weil man ja der Meinung ist man kann jederzeit aufhören wenn man das will.
Der Mensch muss aber was essen und trinken und da ist dann der Aufschrei groß weil es da kaum einen Weg herum gibt.
 

cavaliere

Mobilfunk Teilnehmer
18 Apr 2018
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Nur weil wir hier im Off-Topic Bereich sind muss man nicht zwangsläufig gleich Off-Topic werden ;)

Es geht wirklich nicht um den Lebensstandard heute versus 70er Jahre. Es geht auch nicht darum wo die Leute ihr Geld versenken und ob Red Bull eine gute Investition ist oder nicht. Auch ist mir die Qualität hier im Thema ziemlich egal, kauf das billigste Clever Joghurt (ja Joghurt, nicht Kakao diesmal ;)) oder kauf Ja Natürlich Bio - das alles ist irrelevant.

Worum es geht - und das habe ich bereits mehrmals geschrieben, daher weiss ich nicht warum es schon wieder notwendig ist - ist, dass die Relation zwischen Teuerung und Salärerhöhungen nicht stimmt. Nicht im Geringsten stimmt.

Saläre steigen nicht einmal um 2%, Produkte und Diensleistungen aber um 4+%, rauf bis 15% in manchen Fällen. All das habe ich ja aber bereits geschrieben und statt dass auf das eingangen wird (@sss hat zumindest das theoretische Thema von Verbilligungen angesprochen - ein passender Einwand, den ich auch adressiert habe) wird dann von Tschickpackerln gesprochen.
 

zwostler

Mobilfunk Teilnehmer
1 Jan 2019
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32
Ich denke das Problem liegt eher darin, das viele glauben auf alles Anspruch haben zu müssen ob sie es sich im Moment leisten können oder nicht, ist zweitrangig. Das dann die Kohle hinten und vorne zu wenig wird bzw. viele nur zur Miete wohnen können und das ihr Leben lang, weil der Lebensstandard hochgehalten werden muss, ist dann die logische Konsequenz.
 
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cavaliere

Mobilfunk Teilnehmer
18 Apr 2018
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Die Bruttoloehne steigen nachweislich ueber der Inflation.
Das habe ich bereits vorher angesprochen bzw. ihm widersprochen. Damit würdest du sagen die Inflation liegt unter 2,4%, was angesichts der tatsächlichen Teuerungsrate offensichtlich nicht der Fall ist.

Ich denke das Problem liegt eher darin, das viele glauben auf alles Anspruch haben zu müssen ob sie es sich im Moment leisten können oder nicht, ist zweitrangig.
Damit sind wir aber wieder nicht beim Thema, wie vorher erst angesprochen. Es geht nicht darum wie die Leute ihr Geld ausgeben, das ist - wie du erwähnt hast - zweitrangig. Der Punkt ist schlicht das Produkte schneller teurer werden als die Saläre angepasst werden -> damit hat man dann zwangsläufig einen Realverlust.
 

neptunus

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25 Mrz 2014
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Ich finde es geht immer um das gesamte Bild, und da gehören die einzelnen Teile nun mal fix dazu. Wenn einzelne Teile mehr teuer werden als andere, dann steigen deshalb noch lange nicht deine Gesamtausgaben um das gleiche Ausmaß. Das geht rechnerisch nicht.

Und wenn dem nicht so ist, dann hast du genau 2 Möglichkeiten und nicht mehr:

1. Du reduzierst deinen Standard und kompensierst somit die Verteuerung. Mach das Jahr für Jahr und wenn du Glück hast, geht dein Standard bis zum Lebensende nicht weiter runter als zu täglich Wasser und Brot bei Dach über dem Kopf und Heizung im Winter.

2. Du lebst gleich weiter. Das ist mathematisch sehr schön. Du kannst dir ausrechnen in wie vielen Jahren und Monaten ab jetzt du pleite bist. Vereinfacht sicher den Privatkkonkurs, wenn du vorher schon weißt worauf du dich einlässt.

Mehr Möglichkeiten hast du nicht. Das ist fix.


Besser gefällt mir aber die Möglichkeit Nr. 3:
Man kann alles von der schlechten Seite sehen, auch wenn es nüchtern betrachtet gar nicht mal so schlecht ist. Da böte sich doch mal an, den Fokus auf das Gute zu legen, von dem es mehr als genug gibt - in einem der reichsten Industrieländer mitten im technologischen Fortschritt des Jahres 2020. Ich weiß, Nicht-Suderei ist off-topic für dich. Und so ist was du denkst und fühlst eine Entscheidung, und beruht viel weniger auf Fakten und den Umständen.

Möglichkeit 4:
Was bringt dich zu glauben, dass mit jährlichen (vermutlich aus dem Kollektivvertrag stammenden) geringen Erhöhungen deines Salärs das Ende der Fahnenstange erreicht ist?

Wer zwingt dich, ewig nur an der einen Tätigkeit festzuhalten ohne Ausweg, wenn nicht du selbst?

Es ergibt sich immer eine Gelegenheit seine Fähigkeiten auszubauen, vielleicht etwas Neues zu lernen. Womöglich ein Hobby intensivieren und in Bereiche vordringen, die ein kleines Nebeneinkommen bringen? Wer etwas kann das gebraucht wird, der wird auch jemanden finden der bereit ist für dieses Wissen und die Leistung Geld zu bezahlen. Das klappt auch bei dir.

So zu handeln hat aber auch einen Nachteil: Wer bisher gewohnt ist, die Schuld für seine eigene Lage bei anderen zu sehen, für den mag das vielleicht bequem sein in diesem Moment. Diese Sicht auf die Welt wird aber grundlegend zerstört: Übernimmt man die Verantwortung für sich selbst und packt die Zukunft so richtig an, sieht man sich auf einmal selbst verantwortlich für das Geschehen um einen. Man muss sich glatt gestehen, dass man auch bei den nicht so rühmlichen Erfolgen mehr die Hand im Spiel hat als einem lieb ist - und man damit selber auch schuld ist an dem, mit dem man weniger zufrieden ist im Leben. Eine unbequeme Wahrheit die nur wenige wählen.

Es sagt übrigens niemand, dass das alles einfach ist sobald man sich entscheidet selbst das Richtige für sich zu tun. Und es gilt: Wer immer nur das macht was alle machen, der wird auch nur das bekommen das alle anderen auch bekommen.
 
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cavaliere

Mobilfunk Teilnehmer
18 Apr 2018
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Ich finde es geht immer um das gesamte Bild, und da gehören die einzelnen Teile nun mal fix dazu. Wenn einzelne Teile mehr teuer werden als andere, dann steigen deshalb noch lange nicht deine Gesamtausgaben um das gleiche Ausmaß. Das geht rechnerisch nicht.
Das ist absolut korrekt. Nur entspricht das eben nicht meinem Eindruck. Dieser mag selbstverständlich subjektiv sein, aber ich würde trotzdem wagen zu behaupten er versucht trotzdem so objektiv wie möglich zu sein.

Und wenn dem nicht so ist, dann hast du genau 2 Möglichkeiten und nicht mehr:
Es geht hier aber nicht um die Möglichkeiten, sondern um die Tatsachen. Ob ich oder irgendjemand anders ein Problem mit der tatsächlichen Inflationsraten hat ist relativ irrelevant. Der Punkt ist, dass die offizielle Inflationsrate nicht der tatsächlichen Teuerung entspricht.

Aber das alles habe ich in meinem Ursprungsposting bereits angesprochen bzw. dann zehnmal wiederkauen müssen :).
 

neptunus

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
1.684
745
Bei Geld & Co geht es nie um Gefühle, Emotionen oder einen Eindruck. Es zählen die nackten Zahlen.

Insofern ist für dein Thema das Vorgehen, das Klarheit bringt, dein Haushaltsbuch herauszuholen und den Rechenstift zu spitzen. Was kommt an Geld herein, und woher (das wird noch einfach sein). Wieviel geht raus und ganz wichtig: wohin. Hier wird es interessant.

Davon ausgehend, gemacht über mehrere Jahre, kannst du dann tatsächlich beziffern wie die Lage für dich persönlich aussieht.

Auf welche persönliche Inflationsrate kommst du?

Du kannst dich dann fragen, ist sie niedriger oder höher als durchschnittliche Raten. Hier wiederum kannst du dann unterteilen in Sektoren: Es wird nämlich auch für dich solche und solche geben. Am Ende hast du dann jene Bereiche identifiziert, bei denen du Optimierungen vornehmen kannst.

Es gibt auch für dich solche Ausgaben-Cluster, bei denen du deine Kosten ohne damit einhergehenden Verzicht reduzieren kannst.
 

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