Kategorisierung in George - Datenschutz und Auswertung der Erste Bank/Sparkasse

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smart-mobility

Gast
Hallo zusammen!

Damit es übersichtlich bleibt, erlaube ich mir ein eigenes Thema zu eröffnen:

Bankkunden der Erste Bank & Sparkassen, welche das Internetbanking "george" nutzen kennen es ja; die Geschichte mit der Kategorisierung in george.

Das funktioniert mehr schlecht als recht, auch kann man selbst keine Kategorien erstellen, wohl aber Hashtags, diese Lösung ist aber auch wenig brauchbar bzw.
wenn man es anständig machen will, verbringt man einige Stunden vorm PC und es ist sehr viel Spielerei.

Um auf den Punkt zu kommen, was macht die Erste Bank & Sparkasse mit der Kategorisierung?

Viele meinen es sei nur ein Kundenfeature, andere wie ich verweisen auf die Datenschutzbestimmung der Erste Bank & Sparkasse, in welcher man folgendes liest und welche hier nachgelesen werden kann: https://www.sparkasse.at/sgruppe/privatkunden/digitales-banking/george-datenschutzerklaerung

Auszug Datenschutzerklärung George:
c) Die bei Erste Bank und Sparkassen hinterlegten Daten (persönliche Informationen, Kontostände, Buchungen, Umsatzdaten,…) werden durch die Applikation „George“ zum Zweck der besseren Darstellung in „George“ technisch analysiert und aufbereitet. Dies beinhaltet die Vollindizierung Ihrer Daten und die Kategorisierung von Umsätzen. Davon sind auch Daten, die Sie selbst in das System geladen haben, betroffen.


Dies würde ja bedeuten, dass die Erste Bank & Sparkasse quasi alles damit intern "anstellen" kann, und diese Daten, die Kategorisierungen etc. für internes Profiling nutzen kann und somit die Bonität besser einstufen kann?

Was stimmt jetzt und was spiegelt sich in der Realität nieder?

Das natürlich jede Bank ihre Risikokalkulationen und internes Profiling macht leuchtet auch mir ein.

Ich finde es schade, dass die Kategorisierung nicht anständig umgesetzt wurde, viele Bereiche fehlen, man kann selbst nichts machen und vor allem stört es mich, dass es keine Möglichkeit gibt, sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Die Kategorisierung wird einem aufgezwungen als Erste Bank & Sparkasse Kunde.

Festgestellt wird aber, dass "george" die derzeit Beste mir bekannte Online Banking Lösung ist.
 
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22 März 2014
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Auszug Datenschutzerklärung George:
c) Die bei Erste Bank und Sparkassen hinterlegten Daten (persönliche Informationen, Kontostände, Buchungen, Umsatzdaten,…) werden durch die Applikation „George“ zum Zweck der besseren Darstellung in „George“ technisch analysiert und aufbereitet. Dies beinhaltet die Vollindizierung Ihrer Daten und die Kategorisierung von Umsätzen. Davon sind auch Daten, die Sie selbst in das System geladen haben, betroffen.


Dies würde ja bedeuten, dass die Erste Bank & Sparkasse quasi alles damit intern "anstellen" kann, und diese Daten, die Kategorisierungen etc. für internes Profiling nutzen kann und somit die Bonität besser einstufen kann?

Nein. Die DSGVO gibt klar eine Zwecklimitierung vor, insofern kann das wirklich nur "zum Zweck der besseren Darstellung in George" genutzt werden.
Was sie sonst damit anstellen, müsste schon auch noch irgendwo stehen, sie werden aber sicherlich auch gesetzliche Verpflichtungen haben. Darüber müssen sie aber auch nochmal extra informieren.

Kleine Anmerkung: Einfach so darf man das ohnehin nicht analysieren. Jeder unnotwendige Verarbeitungsvorgang bedarf einer separaten Rechtsgrundlage (vgl. Art. 6 DSGVO).
 
S

smart-mobility

Gast
Hoffentlich ist das so, @derFlo !
Ich habe halt meine Bedenken, dass zB die Erste/Sparkasse dann anhand der Kategorisierung in George ein Bonitätsmuster zieht, und das dann für Finanzierungsanfragen usw. heranzieht, oder generell für die interne Bonitätsbewertung des Kunden benutzt.
 
22 März 2014
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Hoffentlich ist das so, @derFlo !
Ich habe halt meine Bedenken, dass zB die Erste/Sparkasse dann anhand der Kategorisierung in George ein Bonitätsmuster zieht, und das dann für Finanzierungsanfragen usw. heranzieht, oder generell für die interne Bonitätsbewertung des Kunden benutzt.

Die Einzeltransaktionen werden dafür auch nicht wirklich relevant sein. Her der monatliche Eingang, bestehende Kredite/Leasing/etc. und wie die bedient wird, wie oft es zum Minus am Konto kam, etc. Einzelne Transaktionen sind wohl nicht so interessant.

Das könnte aber grundsätzlich jede Bank missbräuchlich machen, unabhängig davon, ob es im E-Banking Kategorisierungen gibt oder nicht.
 
S

smart-mobility

Gast
Klar kann das jede Bank anhand der Kontobewegungen veranlassen und möglicherweise im Hintergrund eh berechnen.

Bei George, anhand der Kategorisierung wäre es halt dann offensichtlicher und "einfacher".

Vielleicht liest ja hier die Erste Bank/Sparkasse mit und kann eine definitive Antwort liefern.

---
Wie in einem anderen Thread schon beschrieben, nervt es mich, dass ich nicht weiß, wo ich Umbuchungen einordnen soll, zB zwischen ING Sparkonto und Erste, und das gleiche mit Kreditkartenzahlungen und Kreditkartenumbuchungen und Paypal... Das sind dann unkategorisierte Onlineshops... Also ziemlich mühseelig das Ganze!
 
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4 November 2015
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Mit mehreren Gratis-Konten bei verschiedenen Anbietern kann man ein mögliches Profiling gut nutzlos machen.
Auf ein Konto kommt nur das Gehalt, Dauerauftrag auf (ein) weiteres Konto.
Auf das zweite nur Abbuchungen.
Auf ein drittes eventuell nur Konsumausgaben.
Alternativ Barabhebung machen.
 
22 März 2014
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Da gab es ja auch einmal diesen Fall, wobei hier wohl der Fehler war, dass man den Verwendungszweck nicht analysiert hst.

Unter gewissen Rahmenbedingungen ist das ja auch durchaus legitim und korrekt, wenn laufend die Bonität geprüft wird (die Banken sind dazu ja auch verpflichtet).

Dass sowas halt nicht gerade wirklich angenehm ist und es wohl auch keine harte Grenze dafür gibt, ist ein anderes Problem.
 
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2 April 2014
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Also ich persönlich finde den "Finanzmanager" in George wirklich praktisch. Da gibt es echt viele Dinge, die man hier konfigurieren und sich ansehen kann. Nicht nur Kategorien & Hashtags.

- diverse Budgets pro Kategorie einstellen, mit Warnungen, etc. - alles auch pro Konto, etc.
- diverse Snapshots erstellen, Geldfluss Charts über selbst gewählte Zeitspannen

Also die Möglichkeiten, die einem hier geboten werden, finde ich eigentlich wirklich beachtlich. Vor allem im Vergleich zum Mitbewerb! Das muss schon auch gesagt werden.

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smart-mobility

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Stimmt ja auch. Ich persönlich nutze dafür seit Jahren den Lexware Finanzmanager (vormals Quicken). Trage zwar mangels österreichischer Bankenintegrität alles manuell (!) seit Jahren ein, kann so aber bessere Auswertungen udgl. fahren.

Was ich damit sagen will: Die Erste Bank / Sparkasse hat ein Produkt auf den Markt gebraucht, das von der Denkweise her nicht schlecht ist, aber nicht durchdacht umgesetzt wurde. Beispiel: Man kann nicht selbst Kategorien erstellen ...

Das finde ich schade!

Man zahlt per Paypal was - das sind da unkategorisierte Online Shops... Man zahlt im Billa/Spar was, alles ist Lebensmittel Einkauf. Man müsste viel Zeit aufwenden um Nachzuarbeiten!

Es fehlen einige wichtige Unterkategorien, und diese nicht selbst erstellen zu können, finde ich blöd.

Somit ist für mich die Sinnhaftigkeit des in "george" integrierten Finanz Managers in Frage gestellt.

Denn wenn man "falsch" oder "ungenau" anfängt zu kategorisieren (oder es wird wie in dem Falle von George unzureichend kategorisiert), dann zieht man das wie einen Rattenschwanz immer durch.

Und das mit den Hashtags ist Spielerei und auch nicht 100%ig gelöst.

Für den, der es haben will (und kein professionelles Finanzverwaltungsprogramm hat), super - ok. Gebe ich zu!

Aber für den Profi sollte es ein aktives "Deaktivieren" der Kategorisierung geben!
 
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