KeSt bei Konto im Ausland (DKB, Revolut & Co)

21 April 2021
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Wie man hier im Forum lesen kann, haben sich einige von euch ein Konto im Ausland, da diese bei den Gebühren für Bargeld Behebungen oder Kartenzahlungen teilweise günstiger sind. Wie ich bei meiner Recherche dazu festgestellt habe, sind die Zinserträge dann in Österreich zu versteuern. Momentan sind diese mit z.B. 0,1% ja sehr bescheiden.

Wenn man unselbständig erwerbstätig ist, muss man ja nicht unbedingt eine Einkommenssteuererklärung abgeben, wenn keine anderen Einkünfte vorhanden sind. Tut ihr euch das für ein paar Euro Ersparnis an? Oder macht ihr sowieso eine. Für ein paar zerdrückte € Einsparung im Jahr (wenn es nur um die Zinserträge vom Girokonto geht) steht der Aufwand für mich irgendwie nicht dafür.

https://www.gratis-konto.at/die-dkb-informiert-uber-die-steuern-fur-auslander/365
 
18 August 2020
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Wie man hier im Forum lesen kann, haben sich einige von euch ein Konto im Ausland, da diese bei den Gebühren für Bargeld Behebungen oder Kartenzahlungen teilweise günstiger sind. Wie ich bei meiner Recherche dazu festgestellt habe, sind die Zinserträge dann in Österreich zu versteuern. Momentan sind diese mit z.B. 0,1% ja sehr bescheiden.

Wenn man unselbständig erwerbstätig ist, muss man ja nicht unbedingt eine Einkommenssteuererklärung abgeben, wenn keine anderen Einkünfte vorhanden sind. Tut ihr euch das für ein paar Euro Ersparnis an? Oder macht ihr sowieso eine. Für ein paar zerdrückte € Einsparung im Jahr (wenn es nur um die Zinserträge vom Girokonto geht) steht der Aufwand für mich irgendwie nicht dafür.

https://www.gratis-konto.at/die-dkb-informiert-uber-die-steuern-fur-auslander/365
der angeführte link verweist auf einen fast 10 Jahre alten Beitrag betreffend der DKB. Der hier ist von derselben Quelle, allerdings ein wenig aktueller (10/2021)

Gratis-Konto-Vergleich

Und obwohl es sich vermutlich nicht um eine erschöpfende Auflistung aller verfügbarer Gratiskonten handelt ist lediglich eines zu finden (Comdirect), welches mit 0,1% Habenzinsen überhaupt die Frage nach der Versteuerung ausländischer Kapitaleinkünfte aufwirft. Dh aus meiner Sicht - bei der seit Jahren anhaltenden Nullzinsphase (an der sich aller Voraussicht nach so schnell nichts ändern wird) ist nicht zu erwarten, dass man sich mit der Frage in naher Zukunft beschäftigen muss.

Aber ja, sofern man in AT steuerpflichtig ist sind ausländische Kapitaleinkünfte natürlich in AT zu versteuern. Und wenn's die Bank, der Broker oder welche Institution auch immer nicht für den Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs von den Zinserträgen macht bleibt man selbst auf der Arbeit sitzen (oder man engagiert für diese und ähnliche spannende Tätigkeiten einfach einen Steuerberater). Ob es sich lohnt hängt immer von der individuellen Situation ab, würde ich meinen.
 
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21 Dezember 2015
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Einkünfte aus Kapitalvermögen sind nur dann einzutragen, wenn sie insgesamt 22 Euro (Freigrenze) übersteigen. Diese Freigrenze gilt auch für endbesteuerungsfähige inländische Kapitalerträge und ausländische Kapitalerträge, die mit 25% besteuert werden können.


Ich hab das DKB Konto nur für Urlaube - somit bin ich da weit drunter 🤷🏻‍♂️
 
17 Oktober 2021
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Nur für die Ersparnis von ein paar Euro würde ich es, wenn einem so rechtliche DInge nicht liegen, nicht machen. Im Bedarfsfall kostet der Steuerberater auch einiges. Kleine Zinsbeträge können sich im Zweifel zu einem großen summieren. Wenn man sich aber vorher über die Veranlagung informiert, spricht nichts dagegen.
 
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1 Dezember 2020
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Ich würde mich von Steuern in keiner Weise einschränken lassen, was das eigene Handeln mit Auslandskonten betrifft.

Grundsätzlich ist es so:
  • Hat man nur "Bagatelleinkünfte", ist sowieso überhaupt nichts zu tun
  • Hat man mehr, kann man im Grunde froh sein, Steuern zu zahlen. Steuern bedeuten nichts anderes, als dass man Einkünfte erzielt hat, und das ist sehr positiv. Übrigens zahlt man für ausländische Kapitaleinkünfte gleich viel wie mittels KESt-Abzug im Inland
Dei Freigrenze für eine Steuererklärung liegt bei 22 Euro Gesamteinkünfte (im Ausland) je Jahr. Bei 0,1% Zinsen wäre das also erst bei einem durchgängigen Guthaben ab € 22.000,- am Sparkonto schlagend.

Rechtsgrundlage für die Freigrenze von 22 Euro ist übrigens § 39 EStG 1988
Link: https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1988/400/P39/NOR40130660

Weiterführende Infos mitsamt Beispielen gibt es in Rz 6237 EStR 2000
Direkt-Link: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=2db15d10-89fe-4e4e-a13a-9bae5c2a6795

Und wenn du über die 22 Euro kommst:

Es ist leichter als es scheint. Das kannst du mir glauben.

Im 1. Jahr lässt du dich in FinanzOnline von der Arbeitnehmerveranlagung auf die Einkommensteuererklärung umstellen. Die Arbeitnehmerveranlagung ist die "kleine" Variante, die Einkommenssteuererklärung bietet dir das ganze Spektrum an Möglichkeiten, die vorherige Arbeitenehmerveranlagung ist ein Teil davon.

Dort angekommen siehst du dann das Formular E1kv.

Hier ist im Formularfeld Nr. 861 die Summe deiner erhaltenen Zinsen einzutragen:
1641690164297.png

Zu den Zinsen hebst du dir die Kontoauszüge auf, auf denen die Buchungen ersichtlich sind. Gibt es unterjährig mehrere Zahlungen, empfiehlt sich vielleicht, zusätzlich eine kleine Excel-Datei mit übersichtlicher Berechnung der Summe zu erstellen, die im Formular eingetragen wird.

Die Arbeitnehmerveranlagung machst du gleichzeitig, denn sie ist ein Teil dieser großen Einkommensteuererklärung.

Trägst du hier zB € 100,00 ein, so wird dafür Steuer von 25% = € 25,00 fällig. Da du im Normalfall bei der Arbeitnehmerveranlagung Geld zurück bekommst, würde die Rückzahlung einfach um die € 25,- reduziert werden. Bekommst du weniger als € 25,- (nichts) zurück, so erhältst du eine Zahlungsaufforderung. In dem Fall überweist man die Steuerschuld einfach ans Finanzamt, bzw. gibt's in FinanzOnline integriert die Funktion einer Online-Zahlung via EPS, was im Endeffekt eine vorausgefüllte Überweisung im Online-Banking deiner österr. Bank ist.

Du siehst, alles super easy, denn am Ende geht's dir ja nur darum, die KESt zu bezahlen, die dir deine DKB auf dem Auslandskonto eben nicht abzieht.

Achtung:
Der Beitrag ist dazu gedacht, euch eine mögliche Richtung aufzuzeigen. Ich bin kein Steuerberater und habe von all dem überhaupt keine Ahnung. Holt euch Infos von qualifizierten Stellen/Personen!


Wünsche frohes Geldverdienen und euch hohe Steuerzahlungen (da - eh schon geschrieben - das heißt, dass es sehr gut für euch verlaufen ist) ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
21 April 2021
153
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Dei Freigrenze für eine Steuererklärung liegt bei 22 Euro Gesamteinkünfte (im Ausland) je Jahr.
Verstehe ich das richtig, dass die 22€ sich nur auf das Ausland beziehen? Dann wär's ja wirklich sehr einfach, falls man sonst keine nicht-österreichischen Einkünfte hat. Danke übrigens noch für deine ausführliche Antwort.
 
7 November 2021
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Wie man hier im Forum lesen kann, haben sich einige von euch ein Konto im Ausland, da diese bei den Gebühren für Bargeld Behebungen oder Kartenzahlungen teilweise günstiger sind. Wie ich bei meiner Recherche dazu festgestellt habe, sind die Zinserträge dann in Österreich zu versteuern. Momentan sind diese mit z.B. 0,1% ja sehr bescheiden.

Wenn man unselbständig erwerbstätig ist, muss man ja nicht unbedingt eine Einkommenssteuererklärung abgeben, wenn keine anderen Einkünfte vorhanden sind. Tut ihr euch das für ein paar Euro Ersparnis an? Oder macht ihr sowieso eine. Für ein paar zerdrückte € Einsparung im Jahr (wenn es nur um die Zinserträge vom Girokonto geht) steht der Aufwand für mich irgendwie nicht dafür.

https://www.gratis-konto.at/die-dkb-informiert-uber-die-steuern-fur-auslander/365
Ich habe vor Jahren für mein DKB Konto die Verzinsung auf 0 stellen lassen weil mir das ganze Theater der Kestanmeldung zuviel war/ist. Die Leistungen der DKB sind sehr gut und das reicht für mich....
 
29 Januar 2016
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Ich weiß nicht, wie es bei DKB ist (weil ich kein Konto dort habe).
Kann von anderen Banken, die in Deutschland ansässig sind, berichten, dass sie von mir die österreichische Steuernummer haben -wollen- (schon bei der Eröffnung online abgrefragt). Um den Rest brauche ich mich nichts zu kümmern, weil es automatisch erfolgt.
 
1 Dezember 2020
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Die Steuernummer wollen sie alle haben, dadurch werden allerdings keine Steuern nach Österreich abgeführt.

Bei einem Konto/Depot im Ausland hast du die Einkünfte generell und immer selbst gegenüber dem Finanzamt zu erklären. Nur so kommt es zur Steuerzahlung in Österreich.

Wovon du berichten kannst, ist also ein Versehen von dir
 
21 April 2021
153
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@ Murbi: Da muss ich berni456 zustimmen. Das steht auch in den Unterlagen von der DKB so drinnen. Möglicherweise wird (oder würde, falls der Zinssatz zur Zeit 0 betragen sollte) dir zwar etwas abgezogen. Das ist dann aber eine deutsche Steuer und in AT bist du deine Erklärungspflicht trotzdem noch schuldig. Es gibt ein Formular der DKB, mit dem man erklärt, dass man Steuerausländer ist - dann entfällt die deutsche Steuer.
 
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