Magenta T Kabelinternet zurück zu Normalpreisen

RealMartin

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2015
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Ich finde es schon recht teuer bei Magenta. Ich mein wie kommt es dass in Deutschland Mobilfunktarife deutlich teurer sind als in AT aber die Kabelinternet-Tarife in AT (bei so einem kleinen Versorgungsgebiet) deutlich teurer als in Deutschland?!
Der Vergleich ist meiner Meinung nach schon in Ordnung. Es zeigt sich halt einfach, dass sowohl UPC als auch Magenta ihre Kunden ordentlichst melken, weil sie ein Quasimonopol für schnelles kabelgebundenes Internet besitzen.

Hier mal Tarifvergleich in Richtung DE. Vor allem gibt es dort die Vergünstigungen die ersten 12 Monate lang.

Anhang anzeigen 19940


In Österreich zahle ich für den 250er Tarif mit Tarifkosten, Servicepauschale, Herstellungsgebühr als Neukunde über 24 Monate 1169,73€, was 48,74€ im Monat sind bei 24 Monaten Laufzeit.

In Deutschland hingegen beim vergleichbaren 200er Tarif sind es über 24 Monate inklusive Sommeraktion (100 geschenkt) und allem Drum und Dran 619,76€, also 25,82€ im Monat sind. Selbst ohne diese Sommeraktion sind es 719,76€ also 29,99€ im Monat.

Das ist schon ein ordentlicher Unterschied finde ich...
Man kann halt nicht alles haben. In Deutschland sind die Handytarife dafür einfach viel zu teuer. Wenn man überlegt wie viel alleine die Übernahme von UPC gekostet hat, dann ist es auch klar das man jetzt keine „Billigschiene“ fahren will bzw. kann. Die Preise sind aktuell nun mal so, aber wer sagt das bald keine Aktion kommen könnte?

Aber... Wer diese Preise nicht zahlen will, muss auch sie auch nicht zahlen. Es besteht noch immer die Möglichkeit den alten Tarif zu behalten (sofern hier keine Preiserhöhung kommt) Ich hab selbst noch das alte 25ger Paket hier und finde den Preis noch in Ordnung dafür. Bei mir steht auch FITH von A1 als Alternative zur Verfügung (im schlimmsten Fall.) Auf LTE umzusteigen, ist eine der schlechtesten Lösungen finde ich, da würde ich lieber bissi mehr für eine stabile Leitung zahlen, wenn Kabel schon verfügbar ist mir wäre es die paar € Aufpreis wert. :)
 
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gabor

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5 Apr 2016
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Ja die Vergleiche sind ganz nett... Aber was soll man damitt anfangen? Wie gesagt irgendwann müssen sie auch wieder die Kosten für die Investitionen wieder reinbringen und auch noch dabei etwas verdienen.

Es wäre echt mal an der Zeit, das der Staat mal was in die Hand nimmt und mal den Ausbau von FIHT/ Kabel fördert.
Die Vergleiche sind alles andere als "nett". Sie zeigen auf, dass sich unter den wettbewerbsfeindlichen Bedingungen im österreichischen Festnetzmarkt sich Preise schnell mal um eine Zehnerpotenz gegenüber internationalen Vergleichen erhöhen können.

Von welchen Investitionen redest du hier immer? Soweit ich erkennen kann, hat Magenta das Netz von UPC aufgekauft und nicht in ein neues Netz investiert. Da UPC auch vor der Übernahme ein ein profitables Unternehmen war, sollte der Kaufpreis langfristig aus den Erträgen finanzierbar sein. Oder, meinst du allen ernstes, es sei Aufgabe der Kunden Magenta durch überhöhte Preise für den Kaufpreis quasi entschädigen zu müssen?

Falls es jemanden interessiert: hier der letzte Finanzbericht von UPC: http://www.libertyglobal.com/pdf/fixed-income/UPC-Fixed-Income-Release-Q3-2017-FINAL.pdf
 
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sss

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25 Mrz 2014
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Ja mei... bei uns will jeder in jedem Sektor am liebsten den günstigsten Preise aus dem Ausland haben, selbst wenns aus Tschibutti ist. Das spielt sich halt nicht. Die Deutschen sind uns unsere Handytarife neidig, wir ihnen die Festnetztarife und die Lebenserhaltung. Dafür tränen sie beim Vergleich der Wohnungs- und Spritkosten.

Die Jammerei warum das und das und das bei uns so teuer ist ist müßig, keinen habe ich jammern hören warum das und das und das bei uns billiger ist. Vergleiche mit Ländern die nicht unserem KKS entsprechen sind sowieso umsonst.

Niemand muss 1GBbit/s kaufen, niemand muss einen 5l Dodge fahren.

Abgerechnet wird unterm Strich, nicht beim Handy, Festnetz oder Benzin.
 

RealMartin

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2015
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Die Vergleiche sind alles andere als "nett". Sie zeigen auf, dass sich unter den wettbewerbsfeindlichen Bedingungen im österreichischen Festnetzmarkt sich Preise schnell mal um eine Zehnerpotenz gegenüber internationalen Vergleichen erhöhen können.

Von welchen Investitionen redest du hier immer? Soweit ich erkennen kann, hat Magenta das Netz von UPC aufgekauft und nicht in ein neues Netz investiert. Da UPC auch vor der Übernahme ein ein profitables Unternehmen war, sollte der Kaufpreis langfristig aus den Erträgen finanzierbar sein. Oder, meinst du allen ernstes, es sei Aufgabe der Kunden Magenta durch überhöhte Preise für den Kaufpreis quasi entschädigen zu müssen?

Falls es jemanden interessiert: hier der letzte Finanzbericht von UPC: http://www.libertyglobal.com/pdf/fixed-income/UPC-Fixed-Income-Release-Q3-2017-FINAL.pdf
Ich rede vom Kaufpreis inkl neuen Branding, das waren 20 Mio Euro und mehr... Oder glaubst du Magenta hat das ehem. UPC Netz kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen? Das war eine Riesen Investition, daher auch ein logischer Schritt —> Preiserhöhung. Natürlich tragen auch die Kunden dazu was bei, anders lässt sich auch sowas nicht finanzieren oder lebt T-Mobile seit neusten nur von Luft?

Hier wird herumgejammert, das alles so teuer ist was Internet angeht, Hauptsache bei den Lebensmitteln und Konsorten sagt keiner etwas... Also manchmal ist das echt komisch, und bringt einen zum nachdenken. Ungarn in Sachen Internet mit Österreich zu vergleichen ist auch nicht gerade richtig. Wie mein Vorposter schon sagte, dafür sind andere Sachen günstiger hier inkl besserer Lebensstandard. Man kann halt nicht alles „zum Spottpreis“ anbieten, hat man auch damals unter Orange und telering gesehen. Wenn Magenta nun auch die Preise runterlassen würde, dann wären sie schnell weg vom Markt.

Irgendwann einmal, sollte man auch von der Vergangenheit aus lernen. ;)
 
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Haugh

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14 Okt 2015
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Ja die Vergleiche sind ganz nett... Aber was soll man damitt anfangen? Wie gesagt irgendwann müssen sie auch wieder die Kosten für die Investitionen wieder reinbringen und auch noch dabei etwas verdienen.

Es wäre echt mal an der Zeit, das der Staat mal was in die Hand nimmt und mal den Ausbau von FIHT/ Kabel fördert.
Hat UPC in den letzten Jahren überhaupt ernsthaft das Netz ausgebaut, also neue Gebiete mit schneller Verbindung erschlossen? Bestehende Infrastruktur zu beschleunigen mit neuer Technik wird wohl kaum ein großer Kostentreiber sein. Ich habe den Eindruck, UPC/Magenta lebt seit vielen Jahren in erster Linie vom Bestandsnetz das moderat modernisiert wird.

Hier wird herumgejammert, das alles so teuer ist was Internet angeht, Hauptsache bei den Lebensmitteln und Konsorten sagt keiner etwas... Also manchmal ist das echt komisch, und bringt einen zum nachdenken.
Das Problem ist der mangelnde Wettbewerb im Breitbandmarkt. Magenta hat überhaupt keinen Anreiz, Kampftarife zu liefern.

Und wie viel die Telekom für UPC bezahlt hat ist mir als Kunde eigentlich relativ egal, der Kaufpreis stand schließlich auch in Relation zum erwarteten Tarifgefüge.

Niemand muss 1GBbit/s kaufen, niemand muss einen 5l Dodge fahren.
Statt solche Allgemeinplätze zu bringen kann man aber auch diskutieren, weshalb die Preise in Österreich so hoch sind, weshalb de facto kein ernsthafter Breitbandausbau stattfindet und welche Lösungen probat wären.

Auf LTE umzusteigen, ist eine der schlechtesten Lösungen finde ich, da würde ich lieber bissi mehr für eine stabile Leitung zahlen, wenn Kabel schon verfügbar ist mir wäre es die paar € Aufpreis wert. :)
So stabil ist die Leitung dank der Connect Box im Kabel ja auch nicht. Und die Geschwindigkeit schwankt auch enorm. Aber klar, besser als LTE allemal.
 
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balroX

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25 Mrz 2014
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Man könnte auch über die „Breitbandmilliarde“ und befremdliche Frequenzauktionen diskutieren und wer bis dato am meisten davon profitiert hat. Andere Kostenfaktoren wie EU Regulierungen oder sinnlose Wertkartenregistrierungen Kosten auch ihr Geld. Von irgendwo müssen diese Belastungen halt auch wieder hineinkommen.
Vergleiche mit anderen Ländern sind zwar nett aber man müsste halt auch Einkommensverhältnisse, politische Faktoren (Förderung, Bewilligungen,...) Bevölkerungsdichte ebenfalls vergleichen.
 

RealMartin

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2015
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@Haugh: Es stimmt sie haben Keimen Anreiz Kampftarife zu bringen, aber das Einführungsangebot das es es bis jetzt gab war auch nicht mal so übel. Außerdem gab es auch zu UPC Zeiten recht gute Angebote, v.a vor der übernahme. Sollte man auch bedenken. :)

Die Übernahme kann den Normalverbraucher egal sein, dennoch wollte ich nur erwähnt haben, das sie nun mal die Preise anpassen müssen... Ich tu es ja nicht gut heißen aber es war klar.

Wegen der Stabilität: Ich kann mich nicht beschweren, läuft alles wie gewohnt. Am Anfang nach der Übernahme gab’s paar Speed Probleme aber seitdem läuft unsere 25ger Leitung wie gewohnt, fullspeed 24/7. :)
 

Haugh

Mobilfunk Teilnehmer
14 Okt 2015
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Der beste Aspekt der UPC-Übernahme war ja das sehr eigenartige Ankündigungsevent, in welchem der Chef der Deutschen Telekom den damaligen Bundeskanzler Kurz "Kanzler Kohl" nannte.

Wegen der Stabilität: Ich kann mich nicht beschweren, läuft alles wie gewohnt. Am Anfang nach der Übernahme gab’s paar Speed Probleme aber seitdem läuft unsere 25ger Leitung wie gewohnt, fullspeed 24/7. :)
Ich habe den Gigabit-Tarif: Die Geschwindigkeitseinbrüche sind (relativ zur Maximalgeschwindigkeit gesehen) schon sehr extrem. ~400 Mbit als Maximum sind keine Seltenheit, was für sehr starke Überbuchung des Netzes spricht. Nur zu Randzeiten erreiche ich auch tatsächlich die (mangels 2.5 G-Ethernet an der Box) maximal möglichen ~930 Mbit.

Aber was mir am meisten fehlt ist die Routerfreiheit, ich hätte gerne mein eigenes Gerät ohne ranzigen Intel Puma-Chip (auch wenn der 7er in der Hinsicht wenig auffällig ist verglichen mit dem 6er). Vielleicht wird es sie eines Tages auch in Österreich geben, man darf träumen.
 
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benutzername

Mobilfunk Teilnehmer
27 Mrz 2014
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die Diskussion der statt sollte.... hat sich leider für mehrere Jahre erübrigt. siehe Politik der letzt und kommenden Regierung
 

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