My Next Angebot 36 Monate Bindung

Chisi

Mobilfunk Teilnehmer
13 Apr 2018
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Hallo.

Mein Großvater holte sich am 7.7.2018 ein neues Emporio Comfort Handy vom A1 Shop mit dem My Next Angebot.
Da seine Mobilepoints anscheinend unter -3000 gefallen sind gilt eine Kündigungsfrist von 36 Monate.

Kann man sich trotzdem freikaufen und heuer schon kündigen?
 
H

HP_17

Gast
Kündigen kannst schon aber zum zahlen ist trotzdem bis Ende der MVD und evt minus Punkte wovon i ausgehe dass er hat sind a zu, abzahlen.
 

Metalcist

Mobilfunk Teilnehmer
8 Apr 2015
1.421
1.246
Kündigen kannst schon aber zum zahlen ist trotzdem bis Ende der MVD und evt minus Punkte wovon i ausgehe dass er hat sind a zu, abzahlen.
Und da kassiert A1 auch nochmal kräftig ab:
Ist Ihr Mobilpoints-Konto im Minus, können Sie eine Ausgleichszahlung durchführen. Die Höhe der Zahlung hängt von der Anzahl der Minus-Mobilpoints ab:

  • 1 – 1.000 fehlende Mobilpoints: € 30,-
  • 1.001 – 2.500 fehlende Mobilpoints: € 70,-
  • 2.501 – 4.000 fehlende Mobilpoints: € 120,-
  • 4.001 – 5.500 fehlende Mobilpoints: € 165,-
  • 5.501 – 8.500 fehlende Mobilpoints: € 210,-
Beim Kauf sind 1000 MP 15€ wert, beim Rauskaufen zahlt man dann aber viel mehr zurück. Es könnte also sein, dass man für die MP viel mehr zurückzahlen muss, als das Handy eigentlich wert ist. Und dann kommen auch noch die restlichen Monate dazu. Ich würde da vorab genau rechnen.
 
H

HP_17

Gast
Jap i weiß... und leider sind es immer die Kunden die sicher wenige auskennen die die A1 und ihre Shop Mitarbeiter schamlos ausnehmen und die bindungen und minus Punktstände andrehen lassen wo man so gut wie nie mehr rauskommt.... bitter is sowas
 
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Metalcist

Mobilfunk Teilnehmer
8 Apr 2015
1.421
1.246
Sind 36 Monate Bindung bei Konsumenten so überhaupt legal? Ich dachte >24 Monate sind nicht zulässig?

https://www.rtr.at/de/tk/TKKS_Vertraege
Die 24 Monate beziehen sich nur auf die Erstbindung.
§ 25d. TKG

(1) Verträge über Kommunikationsdienste zwischen Betreibern und Verbrauchern im Sinne des KSchG dürfen eine anfängliche Mindestvertragsdauer von 24 Monaten nicht überschreiten.
Zu den 36 Monaten finde ich jetzt konkret nichts. Vielleicht weit hergeholt, aber:
§ 879 ABGB

(1) Ein Vertrag, der gegen ein gesetzliches Verbot oder gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.
Vielleicht gibt es Judikatur in diesem Zusammenhang (>36 Monate (konkret bei Handyverträgen) = gegen die guten Sitten)?
 

telephon

Mobilfunk Teilnehmer
20 Nov 2018
1.648
1.038
Bitte, was ist eine „Erstbindung“?

Siehe TKG:
§ 25d.

(1) Verträge über Kommunikationsdienste zwischen Betreibern und Verbrauchern im Sinne des KSchG dürfen eine anfängliche Mindestvertragsdauer von 24 Monaten nicht überschreiten. Jedem Teilnehmer ist die Möglichkeit einzuräumen, je Kommunikationsdienst einen Vertrag mit einer Mindestvertragsdauer von maximal zwölf Monaten abzuschließen.

(2) Unbeschadet etwaiger Mindestvertragslaufzeiten dürfen Verträge von Unternehmen, die Kommunikationsdienste erbringen, keine Bedingungen und Verfahren für die Vertragskündigung vorsehen, die für Teilnehmer als negativer Anreiz für einen Betreiberwechsel wirken.
[...]

Ich persönlich lese das so und schließe daraus:

Wenn § 25d TKG 2003 von einer anfänglichen MVD, die 24 Monate nicht überschreiten darf, spricht, dann sehe ich das als Obergrenze, die auch für jeden neuerlich abgegebenen Kündigungsverzicht gilt. D.h. der Kündigungsverzicht darf für maximal 24 Monate gültig abgegeben werden, wobei stets auch maximal 12 Monate anzubieten sind.
Jeder andere Interpretation würde dem verbraucherrechtlichen Schutzzweck, der dem TKG 2003 innewohnt, widersprechen. Wenn ich schon beim Erstabschluss des Vertrages Schutz hinsichtlich der MVD genieße, dann erst Recht bei einer Vertragsverlängerung zu den älteren, potentiell schlechteren Konditionen. Umso mehr muss das gelten, wenn unbeschadet etwaiger MVDs schon die Schaffung negativer Anreize für einen Betreiberwechsel unerwünscht ist.

Unabhängig davon besteht ein Kündigungsverzicht anlässlich des Kaufs eines Endgerätes aus den Elementen Kauf und Dienstleistung, wobei der Kauf mit einem Abzahlungsgeschäft einhergeht. Aus diesem Grund würde ich auch da stets von einem neuen gemischten Vertrag ausgehen: Es liegt ein neuer Ratenkaufvertrag vor, dessen Abzahlungselement durch den Kündigungsverzicht auf die wiederkehrende Telekommunikationsdienstleistung realisiert wird. D.h. auch hier liegt „Anfänglichkeit“ vor, womit die 24-Monatsgrenze einzuhalten ist. Nur, wenn die reine Dienstleistung zeitlich verlängert wird, würde ich davon ausgehen, dass maximal 12 oder maximal 24 Monate vom Gesetzgeber gewünscht waren, keinesfalls aber längere Fristen.
Anderes gilt für Unternehmensgeschäfte, wo erhöhte Sorgfaltspflichten vorausgesetzt werden, denn da ist ja gerade kein Schutz vor Übereilung vorgesehen.

Aber das ist nur meine persönliche Sicht, über die ich hier diskutieren möchte. Judikate zu § 25d TKG 2003 habe ich bisher keine gefunden. Wer weiß mehr?
 

alex34653

Mobilfunk Teilnehmer
13 Mai 2014
2.551
1.857
Wissen wir denn schon wie der TE auf die 36 Monate kommt?

Vielleicht Restbindung 12 plus 24 neu?
Oder überhaupt „nur“ durch das Minus an Points?

@Chisi bitte um Aufklärung 😉
 
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