My Next Angebot 36 Monate Bindung

lind

Mobilfunk Teilnehmer
26 Mrz 2014
426
51
Frage hab ich das richtig verstanden:
Selbst wenn ich null Monate Bindung Hätte.
NEXT Handy nehmen und auf einen aktuellen Tarif umstellen würde.
Gibt es 36 Monate Bindung aufs Auge?
 

telephon

Mobilfunk Teilnehmer
20 Nov 2018
1.648
1.040
Noch eine Überlegung: Den Opi auf das Yesss!-Angebot umstellen und den Vertrag hier im Forum zur Übernahme anbieten. Ist wahrscheinlich unattraktiv für die meisten hier, aber vielleicht gibt es irgendein Feature was, wo sich das für irgendwen hier rechnet.

BTW, dass man Mobilpoints bei einer Vertragsübernahme nicht mitnehmen/mitübergeben kann, ist auch so ein Fall von Rosinentheorie... Entweder, der Vertrag geht über, oder er tut es nicht. Aber nur Teile -für die bezahlt wurde/wird- einseitig die Leistung zu streichen, finde ich nicht sonderlich sympathisch.

Ansonsten gibt es immer noch LZVUG (Leichtsinn, die Zwangslage, Verstandesschwäche, Unerfahrenheit oder Gemütsaufregung) siehe § 879 (2) 4 ABGB.
 

noox

Mobilfunk Teilnehmer
27 Jan 2020
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Meiner Mutter ist das auch passiert. Damals hatte sie ein Seniorenhandy, mit dem sie dann eh nie zurecht gekommen ist. Als sie dann bei meinem Vater gesehen hat, das so ein Smartphone schon fein wäre, hat sie gewechselt. Aber nicht bedacht, dass sie dann mehr Daten benötigt. Bei ihr sind die 3 Jahre jetzt vorbei und ich schätze, dass ich sie zu Spusu wechsle.

Ich verstehe ja, dass der Anbieter bei einem Handy, das man günstiger bekommt, eine Bindung zur Refinanzierung benötigt. Aber diese Mobilpoints sind echt eine Frechheit. Früher hat man mit teuren Gesprächsminuten ja noch genug zusammenbekommen, aber bei den Flat-Tarifen geht sich das nie aus.

Vielleicht wissen sie schon, dass sie da Mist gebaut und die Kunden verärgert haben. So wirklich haben sie nicht versucht sie nach der Kündigung zu halten. Sprich das Angebot war absolut nicht interessant.

Man sollte doch die Leute an sich binden, indem man gutes Service zu halbwegs vernünftigen Preisen bietet und nicht, weil man sie vertraglich verpflichtet. Nach so einer Aktion kann man ja aus Prinzip nicht bei denen bleiben.

Ich selbst habe schon lange einen Sim-Only-Tarif ohne Bindung.
 

sergio_eristoff

Mobilfunk Teilnehmer
25 Mrz 2014
4.892
3.152
Ok ich dachte die Mobilepunkte rauszukaufen was eben nichts bringt.

Ist ne richtig Abzocke bei A1.
Vor allem bei den ahnungslosen älteren Menschen.
Die Mobilepoints sind dann das zweite Thema was dazu kommt. Next ist bei A1 eine reine Abzocke von hinten bis vorne.
Als erstes zahlst mal eine Nextgebühr von 29,90 € mit der Begründung: Mobile A1 Geräte sind von uns speziell für die optimale Nutzung im A1 Netz ausgestattet und auf die technologischen Anforderungen eingestellt. Dieses einmalige Entgelt hilft mit, die stetig steigenden Kosten dafür zu decken.

Dann bekommst eben die berühmten 24 Monate extra auf maximal 36 Monate aufgebrummt.

Wenn du deine Mobilepoints aufgrund der Rechnungsbeträge nicht ausgleichen kannst gibts dann noch Extrakosten nach der Staffelung:

  • 1 – 1.000 fehlende Mobilpoints: € 30,-
  • 1.001 – 2.500 fehlende Mobilpoints: € 70,-
  • 2.501 – 4.000 fehlende Mobilpoints: € 120,-
  • 4.001 – 5.500 fehlende Mobilpoints: € 165,-
  • 5.501 – 8.500 fehlende Mobilpoints: € 210,-
Zu guter Letzt, trifft zwar deinen Vater jetzt nicht, A1 hat bei den höherwertigen Geräten einen Simlock wo man dann noch folgendes zahlt:
  • € 150,- brutto (€ 125,- netto) innerhalb der ersten 12 Monate ab Kaufdatum
  • € 100,- brutto (€ 83,33 netto) innerhalb von 13 bis 24 Monaten ab Kaufdatum
  • € 50,- brutto (€ 41,67 netto) ab dem 24 Monat ab Kaufdatum
  • € 150,- brutto (€ 125,- netto) bei einer Entsperrung ohne Rechnung
In Summe kommt es einen bei weiten billiger wenn man z.B. bei der Santander einen Kredit nimmt und dann einen Sim-Only Tarif.
A1 ist bei dem Thema mehr als unverschämt und von einem gutem Deal mit dem neuen Handy bei Vertragsverlängerung kann man bei weiten nicht reden.

Also hart gerechnet:

MyNext Entgelt 29,90 €
Servicepauschale 3x 25 € = 75 €
Grundgebühr 36x 30 € = 1080 €
Vermutlich fehlende Mobilepoints = 70 €
Gesamt= 1254,90€ *Inflationsanpassungen noch nicht berücksichtig
Für ein Handy was bei Geizhals im schlimmsten Fall 85 Euro gekostet hat.
 
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rage4

Mobilfunk Teilnehmer
5 Jul 2014
2.714
1.687
Verbandsklage der BAK gegen A1 Telekom Austria AG
OGH vom 30.08.2017, 3 Ob 43/17w
OLG Wien vom 07.12.2016, 34 R 104/16p
HG Wien vom 19.08.2016, 39 Cg 12/15f


Klausel1, die bei einem Next-Vertrag eine Bindung von 24 Monaten vorsieht, die sich iZm mit einer bereits
bestehenden Verbindung auf maximal 36 Monate erhöhen soll. Während dieser Zeit ist weder eine ordentliche
Kündigung noch ein Tarifwechsel möglich. Bei vorzeitiger Vertragsauflösung ist das Grundentgelt bis zum Ende
der vertraglich vereinbarten Bindung weiter zu bezahlen.

Das OLG Wien bestätigte die Intransparenz der Klausel, da der Eindruck erweckt wird, dass das Grundentgelt
selbst dann gezahlt werden muss, wenn der Vertrag außerordentlich, wie etwa bei einer Leistungsstörung oder
einer nicht ausschließlich begünstigenden Vertragsänderung iSd § 25 Abs 3 TKG gekündigt wird. Damit
verschleiert die Bestimmung die Rechtslage.

Von einer unzulässig langen Bindungsdauer iSd § 6 Abs 1 Z 1 KSchG ging das OLG Wien jedoch nicht aus. Schon
vor Inkrafttreten des § 25d Abs 1 TKG hat der OGH eine Mindestvertragsdauer von 18 bzw 24 Monaten als
zulässig erachtet, wenn die Bindungsdauer iZm dem Erwerb eines preisgestützten Handys stand. Dem Interesse
des Kunden flexibel zu sein, steht das Interesse des Unternehmens sein kaufmännisches Risiko zu beschränken
gegenüber.

Da der Konsument etwas das iPhone 5s zu einem Vorzugspreis erhält, wenn der Mobile Points einlöst,
erscheint eine Verlängerung der Verlängerung der Bindung auf maximal 36 Monate als sachlich gerechtfertigt
und zulässig.

Eine Beschränkung durch § 25d TKG ergibt sich nicht, da diese nur die anfängliche maximale Bindungsdauer
regelt.
mfg
 
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Murbi

Mobilfunk Teilnehmer
29 Jan 2016
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Es liegt also am Kunden selbst, solche Verträge nicht abzuschließen.... :cool:
 

rage4

Mobilfunk Teilnehmer
5 Jul 2014
2.714
1.687
1. Für EA ab 1.8.15 gibt es für "fehlende Mobilpoints" keine Nachzahlung mehr am Ende der der Vertragslaufzeit
und wer mehr als 3.000 Mobilpoints ins Minus geht verlängert den Vertrag damit um 36 Monate.
2. Gebühren wie MyNext gibt es seit einigen Jahren auch bei den Mitbewerbern, allerdings waren die nicht extra angeführt sondern im Gerätepreis bei VVL miteingerechnet (z.B. das Billighandy für regulär 99 Euro gab es im teuersten Tarif um 19 Euro) oder werden mittlerweile extra verrechnet. Hier wollten die Betreiber wohl den Eindruck vermeiden das es "Absprachen" gibt (siehe unterschiedliche Leistungen bei der Servicepauschale).
3. Die 29,90 Euro für MyNext kann man sich ersparen wenn man im Onlineshop bestellt (2.000 Mobilpoints Gutschrift=
30 Euro). Wer im Shop verlängert finanziert mit den 29,90 Euro die höheren Kosten mit.
4. Für die Einsteigertarife macht es bei keinen der drei großen Betreiber einen Sinn sich das Handy mit VVL zu besorgen.
5. Mindesteinsatz sind 1.500 Mobilpoints (vor einigen Jahren waren es noch 500). 80 Mobilpoints gibt es monatlich unabhängig von der GGB. Wer noch einen alten Tarif (EA vor 1.8.15) hat sollte nicht mehr Mobilpoints einsetzen als wie man bis zum Ende der Bindungsfrist sammelt.
6. Bei A1 kann man MyNext bereits 6 Monate nach der EA in Anspruch nehmen...…….
7. Ob es jemals noch zu einer Möglichkeit einer SoKü wie 2014 kommen wird darf bezweifelt werden.
Für viele A1-Kunden war das damals der optimale Zeitpunkt die negativen Mobilpoints loszuwerden.

Frage hab ich das richtig verstanden:
Selbst wenn ich null Monate Bindung Hätte.
NEXT Handy nehmen und auf einen aktuellen Tarif umstellen würde.
Gibt es 36 Monate Bindung aufs Auge?
Bei null Monate Bindung kündigt man den alten Vertrag, wird auf Wertkarte umgestellt und meldet sich einen neuen
Vertrag an (am besten wenn es eine Aktion gibt).
mfg
 
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telephon

Mobilfunk Teilnehmer
20 Nov 2018
1.648
1.040
Eine Beschränkung durch § 25d TKG ergibt sich nicht, da diese nur die anfängliche maximale Bindungsdauer
regelt.
„Anfänglich“ - was soll das heissen? Siehe mein Posting oben. Sobald ich ein Handy zum Vertrag nehme, liegt entweder ein neuer Vertrag oder eine wesentliche, einvernehmliche Vertragsanpassung vor, sodass das nach den Umständen de facto ein neu geschlossener gemischter Vertrag ist (ein Fall der Novation) - und für den muss mE § 25d ex lege wieder gelten.
 

alex34653

Mobilfunk Teilnehmer
13 Mai 2014
2.556
1.859
Man kann‘s auch absichtlich falsch verstehen wollen...

Ist es wirklich nicht eindeutig dass dies nur bei Neuabschluss gilt, nicht aber wenn aktuell bestehender Vertrag - egal ob mit Treuebonus, neuem Endgerät oder Tarifwechsel, verlängert (bzw eigentlich bei laufendem Vertrag für bestimmte Dauer auf ordentliche Kündigung verzichtet wird) wird?
 

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