15 Mai 2014
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Die AK kritisiert massive Verschlechterungen beim Konsumentenschutz:

"Davon abgesehen kritisiert die Arbeiterkammer massive Defizite bei der Regelung von Handys, die gratis oder zu einem niedrigen Teilbetrag im Austausch mit einer Vertragsbindung vergeben werden. So müssten Verbraucher, die ihren Vertrag bei einem Mobilfunker vorzeitig auflösen, eine Abschlagszahlung entrichten oder das Smartphone zurückgeben. Die Berechnungsbasis für den Zeitwert liegt bei der unverbindlichen Herstellerempfehlung. Gibt es keine, legt die RTR den Preis fest. Allerdings dürfen nur 90% der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) minus dem vom Verbraucher bezahlten Kaufpreis als Berechnungsbasis herangezogen werden. Damit geht man teilweise auf die Kritik ein, dass Anbieter "in der Regel wesentlich günstigere Einkaufspreise haben", sagt Zimmer. Wird innerhalb der ersten 6 Monate gekündigt, ist pauschal 50% des Ausgangswertes zu bezahlen. Danach reduziert sich die Zahlung monatsweise aliquot.
Für Verbraucher bedeute das künftig, dass Anbieter ihre Verträge zum Nachteil der Kunden ändern könnte. "Bislang bremsten die vergünstigt abgegebenen Handys diese Entwicklung", sagt Zimmer. Bislang konnten Konsumentinnen und Konsumenten kostenlos aussteigen."
 
11 Dezember 2018
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Nein, der Anbieter konnte den Vertrag abändern und die Konsumenten konnten den Vertrag mit Sonderkündigung auflösen. Geräte/Handys konnten in diesem Fall aber behalten werden. Neu können diese offensichtlich zurückgefordert oder zu Zeitwert "ausgelöst" werden.

Ich bin gespannt. Wenn das die Anbieter ausnützen und sich zu sehr spielen, wird das mit den gesponserten Handys hoffentlich aufhören, weil sie keiner mehr kauft. Man darf ja noch träumen...
 
5 Juli 2014
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Einseitige Vertragsänderungen durch den Betreiber sollten nur nach dem Ende der Mindestvertragsdauer möglich sein. Damit erspart man sich eine dreimonatige Kündigungsfrist und das berechnen der Abschlagszahlungen. mfg
 
18 April 2018
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Gut, es bezieht sich auf https://www.lteforum.at/mobilfunktarife/8727/telekommunikationsgesetz-tkg-2020/

Ein gemeinsam durch den Vertrag subventioniertes Endgerät muss bei vorzeitiger Kündigung zurückgegeben werden. Andernfalls wird eine Abschlagszahlung fällig:
  • Berechnungsbasis: max. 90% des UVP abzüglich des vom Verbraucher bezahlten Kaufpreises
  • Bei Kündigung innerhalb der ersten 6 Monate, pauschal 50% der Berechnungsbasis
  • Bei Kündigung nach der ersten 6 Monate reduziert sich der Betrag monatsweise aliquot

Das ist IMHO heller Wahnsinn. Es gibt hier ja überhaupt keine vorzeitige Kündigung. Es ist eine Sonderkündigung weil der Anbieter den Vertrag nicht mehr einhält. Hier bereits erworbene Geräte wortwörtlich zu konfiszieren sprengt jeglichen Rahmen.

Es bleibt den Betreibern nur zu wünschen, dass Leute nur mehr SIM-only Verträge abschliessen. Wird natürlich nicht passieren und ist eigentlich seit Jahre eh schon die einzige konsequente Lösung.

Diese Änderung hat schlicht jedes Rechtssicherheit aufgehoben.
 
29 Januar 2016
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Gut, es bezieht sich auf https://www.lteforum.at/mobilfunktarife/8727/telekommunikationsgesetz-tkg-2020/



Das ist IMHO heller Wahnsinn. Es gibt hier ja überhaupt keine vorzeitige Kündigung. Es ist eine Sonderkündigung weil der Anbieter den Vertrag nicht mehr einhält. Hier bereits erworbene Geräte wortwörtlich zu konfiszieren sprengt jeglichen Rahmen.

Es bleibt den Betreibern nur zu wünschen, dass Leute nur mehr SIM-only Verträge abschliessen. Wird natürlich nicht passieren und ist eigentlich seit Jahre eh schon die einzige konsequente Lösung.

Diese Änderung hat schlicht jedes Rechtssicherheit aufgehoben.
Ich kaufe seit über 5 Jahren Smartphones nur noch auf Markt (nicht bei Anbietern). Hole mir nur die Simkarten von dort -ohne 24 MVD- und portiere die Nummer dorthin etc.. (kann also jederzeit die Simkarte vernichten)
Ziehen da alle Kunden mit, wird sich da bei Anbietern wohl was ändern müssen (bezüglich Smartphone, Router etc.)....
 

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