Photovoltaik Anlange am Eigenheim

15 April 2014
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Da ich bald Besitzer einer solchen Anlage bin, möchte ich mal kurz die Community fragen wer von euch auch eine PV Anlage sein eigen nennen kann.
Vielleicht auch gleich mit ein paar Eckdaten, wie viel kWp, welche Komponenten, Kostenersparnis/Jahr, zufrieden, schonmal Probleme damit gehabt usw.
Ein kurzer Erfahrungsaustausch wäre mal nett.

Schöne Grüße
Daniel
 
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26 November 2014
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Vor ca. 3 Jahren habe ich selbst überlegt, eine solche PV-Anlage zu installieren, allerdings war ich mit der Rentabilitätsrechnung unter Berücksichtigung der Einspeisetarife, Förderungen und angenommene Lebensdauer der Anlage nicht ganz so zufrieden. Daher habe ich mich damals entschlossen, stattdessen das Geld in eine Beteiligung an einer industriellen PV-Anlage zu stecken und erhalte hieraus aus den jährlichen Zahlungen etwas mehr, als ich mir Strom durch eine eigene PV-Anlage erspart hätte.

Man könnte es auch so betrachten, dass ich "meine" PV-Zellen in einer Großanlage drinnen habe und mir mit dem finanziellen Ertrag daraus dann einen Teil meiner Stromkosten begleiche.

Anders würde die Rechnung vermutlich aussehen, sobald die Speicherbatterien etwas günstiger werden und somit der tagsüber gewonnene Strom auch in der Nacht verbraucht werden kann - dann wäre ich nicht gezwungen, den Strom in das Netz des Versorgers (zu dessen niedrigen Tarifen) einzuspeisen.

Mag natürlich sein, dass deine Rechnung unter Berücksichtigung deiner persönlichen Einspeisetarife und Förderungen für dich anders aussieht :)
 
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12 April 2014
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Daher habe ich mich damals entschlossen, stattdessen das Geld in eine Beteiligung an einer industriellen PV-Anlage zu stecken und erhalte hieraus aus den jährlichen Zahlungen etwas mehr, als ich mir Strom durch eine eigene PV-Anlage erspart hätte.
Derartige Angebote habe ich auch gesehen bzw. zugeschickt bekommen. Die max. Beteiligung für Privatpersonen ist i.d.R. auf wenige tausend Euro beschränkt und man bekommt den Investitionsbetrag bei Kündigung "nur" 1:1 zurückerstattet. Der einzige Ertrag beläuft sich auf ~3,3%, dafür muss man i.d.R. beim Betreiber Kunde sein, womit der effektive Ertrag geschmälert wird - meines Erachtens ein wenig lukratives Geschäft. Positiv hervorheben kann man da nur den Umweltgedanken und die relativ sichere Kapitalanlage. Den größten Profit schlägt der Betreiber für sich in Form eines günstigen Kredits heraus.
 
26 November 2014
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@RoyalKnight Das kommt wohl auf den Betreiber an. In meinem Fall ist es ein eigenständiger Betreiber (d.h. kein Stromversorger) und man muss daher auch nicht Kunde sein. Sicher ist das für den Betreiber auch eine günstige Finanzierungsform als Kredit, anderseits muss man sich die Alternativen (Sparbuch, Anleihen...) und deren Ertrag auch ansehen. In meinem Fall hat jedenfalls meine Investitionsrechnung ergeben, dass die eigene PV-Anlage am Dach weniger Rendite (in Form von eigenverbrauchtem und daher nicht mehr vom Stromversorger bezogenen Strom) bringt als das Investment in die industrielle PV-Anlage.

@supermancece Es ist "Unser Kraftwerk": https://www.unserkraftwerk.at/
 
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13 Dezember 2015
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Bei uns am Hausdach zwei PV-Anlagen eine Richtung Westen die andere ist nach Süden ausgerichtet.
Alles zusammen 15kW; machen übers Jahr gerechnet doppelt soviel Strom als wir verbrauchen. (2 Haushalte)
Dazu gibt es im Keller zwei Wechselrichter der Firma Kostal (DE). Da die Anlagen unterschiedlich dimensioniert sind, auch zwei unterschiedlicher Geräte: PIKO 10.1 und PIKO 8.3. Einer der beiden hatte mal eine Zeit lang einen Defekt, sodass nicht eingespeist werden konnte, wurde aber problemlos getauscht.

Ansonsten sehr zufrieden; irgendwie ein gutes Gefühl ein kleines Bisschen für die Umwelt zu tun und etwas unabhängiger zu sein. Richtig interessant wir es dann in ein paar Jahren wenn der Förder-Vertrag ausläuft. Bis dahin ist die PV zwar abbezahlt, jedoch wäre danach ein Inselbetrieb wünschenswert. In wie weit die Speichertechnik bis dorthin vorangeschritten ist muss man sehen, bin aber zuversichtlich dass man das Sinnvoll verwenden kann. Probleme machen dann die kurzen Tage + Nebel im Winter. Aber davon muss man sich nicht abschrecken lassen. (Y)
... und wer weiß, vielleicht stell ich mir ja mal noch ein Windrad in den Garten. :D
 
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15 April 2014
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@Blaubeere
Vielen Dank für den Bericht.
Meine Anlage wird ca, 7,5 kWp liefern, wunderschön nach Süden ausgerichtet und aufgrund des Flachdachs so gut wie nicht sichtbar. Die PV Module kommen von Trina und der Wechselrichter wird ein 7 kW SMA inkl. Sunny Home Manager 2.0. Mehr ging leider nicht auf das Dach rauf.

Da wir einen sehr hohen Stromverbrauch haben (Sommer großes Pool, Winter Wärmepumpe) werden wir uns laut Kalkulation knappe 1.000€ im Jahr ersparen. Bei derzeitigen Stromverbrauch hat sich die Anlage in 12,5 Jahre gerechnet, darin ist aber auch schon ein Wechselrichterdefekt einkalkuliert. Da wir vor haben uns evtl. noch dieses oder nächstes Jahr ein E-Auto zu kaufen, wird dementsprechend der Eigenverbrauch höher und die Amortisationszeit noch niedriger werden.
Das tolle am SMA WR bzw. am Home Manager ist, dass dieser mit den Mennekes E-Auto Wallboxen kommunizieren kann und das Auto nur mit dem überschüssigen Strom laden kann. Ein teurer Netzbezug wird somit vermieden.

Und genauso wie du spekuliere ich in den nächsten Jahren mit einer Speicherlösung. Die derzeitigen sind einfach noch zu teuer, der Speicher würde die Amortisation um ca. 15 Jahre nach oben treiben.

Schöne Grüße
Daniel
 
15 April 2014
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@Gorbag
Ich habe mir mal die Webseite von UnserKraftwerk angesehen.
Angenommen ich investiere 10.000€ in deren Paneele (sind dann 20 Stk.) bekomme ich pro Jahr nur 300€ zurück. Auch wenn ich meine Anlage jetzt sehr pessimistisch berechne, komme ich immer noch auf 600€ im Jahr. Gut man muss die Berechnung natürlich immer individuell sehen, sprich wenn ich keinen hohen Eigenverbrauch habe und viel ins Netz einspeise, sieht die Rechnung natürlich schon wieder ganz anders aus. Aber die Idee von Unser Kraftwerk finde ich grundsätzlich gut. So können auch Leute zu einer PV kommen die z.B. keinen Platz am Dach haben oder Wohnungsbesitzer.

Schöne Grüße
Daniel
 
26 November 2014
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@DanObe Da ich schon vor ca. 3 Jahren in dieses Projekt investiert habe, ist meine Rendite auch bei 3,6%. Gewiss, das macht das Kraut nicht viel fetter und auf heutiger Basis würde meine Rentabilitätsrechnung vermutlich auch etwas anders aussehen. Bei uns ist tagsüber der Stromverbrauch niedrig und ich hätte tagsüber viel in das EVU-Netz einspeisen müssen -> unsere Verbraucher wie Kühlschrank und eventuell die Waschmaschine benötigen nicht soviel Strom wie von der PV-Anlage geliefert würde.
Am Abend sind wir zuhause, brauchen da dann natürlich auch mehr Strom, nur dann ist die Sonne wieder weg ;-) Deswegen habe ich mir auch eine Variante mit einer Speicherzelle angesehen, doch war diese damals in einer sinnvollen Größe mit Zusatzkosten von ca. € 7.000,- in der Gesamtrechnung nicht mehr rentabel.

Noch etwas, hast du bei deiner Berechnung berücksichtigt, dass der Wechselrichter (lt. Fachmann) nur eine ungefähr halb so lange Lebensdauer wie die PV-Zellen hat? Ich weiß es nicht mehr, was ein neuer Wechselrichter gekostet hätte, doch damals habe ich die Lebensdauer der PV-Zellen mit ca. 17 Jahren angenommen und einen einmaligen Austausch des Wechselrichters mit kalkuliert.
 
15 April 2014
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@Gorbag
Bei der 12,5 Jahren Amortisationszeit ist ein WR defekt eingerechnet. Die Kosten der PV Anlage selber sind bei mir ebenfalls sehr gering da ich die Elektriker gute Freunde von mir sind und mir alles zum EK verkaufen. Und wie gesagt, wenn man den Verbrauch am Tage noch weiter steigern kann, geht es natürlich umso schneller. Und wenn in ein paar Jahren die Speicherlösung günstiger werden, dann kommt mir auch noch eine Batterie ins Haus.