Preiserhöhung Energie - Widerspruch?

5 August 2014
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Ich habe gestern von meinem Energieanbieter per Email die Info über eine Preiserhöhung für Gas erhalten. Laut e-Control.at habe ich
"innerhalb einer angegebenen Frist die Möglichkeit, dieser Preiserhöhung zu widersprechen. Sie zahlen drei Monate lang Ihren bisherigen Preis und Ihr Vertrag mit diesem Strom- oder Gasanbieter endet nach drei Monaten."
Mein Energieanbieter erwähnt aber weder die Möglichkeit eines Widerspruchs, noch gibt er mir eine Frist. Auch in den AGB ist weder Widerspruch noch Frist erwähnt.
Ist das ein Verstoß gegen rechtliche Bestimmungen oder kann der Anbieter da "drüberfahren"?

Mein Verständnis ist so, dass ich der Preiserhöhung per 31.12. widerspreche und danach noch bis 31.3.2023 den alten Preis habe und danach der Vertrag zu Ende ist.

Wie ist eure Einschätzung dazu?
 
27 Juni 2019
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Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es in den AGBs Deines bisherigen Lieferanten keine Kündigungsfrist geben sollte. Und wohin willst'e denn im Falle eines Widerspruchs ab dem 1. April 2023 hinwechseln? Billiger wirst Du ja wohl eher nicht aussteigen, wenn Du derzeit irgendwo als Neukunde aufschlägst; schließlich will die derzeit niemand!
 
5 August 2014
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Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es in den AGBs Deines bisherigen Lieferanten keine Kündigungsfrist geben sollte. Und wohin willst'e denn im Falle eines Widerspruchs ab dem 1. April 2023 hinwechseln? Billiger wirst Du ja wohl eher nicht aussteigen, wenn Du derzeit irgendwo als Neukunde aufschlägst; schließlich will die derzeit niemand!
Kündigungsfrist gibts natürlich in den AGB. Mir gings darum, dass mich der Anbieter auf das Widerspruchsrecht, die Frist dazu und die Folgen des Widerspruchs aufklären muss, was weder bei der Preiserhöhung noch bei den AGB der Fall ist.

Wie siehst du das - wenn ich der Preiserhöhung widerspreche - ist der Anbieter daran gebunden mir weiterhin 3 Monate Energie zum alten Preis zu liefern? Nachdem was ich oben von e-control zitiert habe ist das die gesetzliche Regelung.

Und bezüglich "keiner will Neukunden". Genau dafür gibts ja die Grundversorgung, oder?
 
18 Mai 2015
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Empfehlung:
  • Ist dein Jahresverbrauch < 2900 kWh: Bleibe dort wo du bist und stelle sicher, dass dein Teilzahlungsbetrag den Arbeitspreis von 10 Cent am kWh entspricht.
  • Wenn dein Jahresverbrauch > 2900kWh ist:
    • Bleibe noch 1-3 Monate und prüfe anschließend den Markt. Die Strompreise fallen aktuell sehr.
    • Prüfe die Möglichkeit einer Photovoltaikanlage. Auch wenn zu 100% Fremdfinanziert ist dies immer noch günstiger.
      Bei der Errichtung der Photovoltaikanlage achte nicht auf deinen Jahresverbrauch, sondern bau so groß wie möglich. Jedoch bleibe unter 25kWp Leistung und unter 12.5 kWp Einspeisung.
 
5 August 2014
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Danke für die Empfehlungen! Für Strom werde ich das auch so machen.
Aber bei Gas - was spricht gegen Widerspruch zur Preiserhöhung und danach Grundversorgung?