Rechtswidrige Tarifrückstufung

25 März 2014
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So wie viele habe ich mir im September ein Startpaket für das Aktionsprodukt S-Budget Unlimited Internet 80/20 um 70 Euro gekauft.
Hat auch gut funktioniert im ersten Monat.
Danach habe ich einige Wochen pausiert(was nach den Entgeltbestimmungen ja kein Problem darstellen sollte).
Diese Woche habe ich wieder 20 Euro aufgeladen und danach mittels ausführlicher Geschwindigkeitstests festgestellt, daß ich nur mehr den 40/10 Standardtarif habe.

Die Hotline hat zunächst gemeint ich solle einen anderen Router probieren und mich ansonsten nochmals melden um den Fall an die Technikabteilung weiterzureichen.
Mit dem Alternativrouter hatte ich aber auch nur 40mbit, so rief ich ein zweites Mal an.
Die zweite Dame meinte sinngemäß, daß die Rückstufung auf 40/10 nach Ablauf des Aktionszeitraums rechtmäßig wäre.
Meinen Hinweis auf die auf die anderslautenden Entgeltbestimmungen und die Ankündigung einer schriftlichen Beschwerde an die Aufsichtsbehörde konterte sie mit der Aufforderung, doch eine Email an office@spar.at zu senden.

Dazu ist zu sagen, daß Spar nur Vertrieb und Verkausförderung(Verzierung der Magenta Verpackungen und Websites mit "S-Budget Symbolen") betreibt - der Vertragspartner aber eindeutig Magenta ist.
Es bleibt mir also wirklich keine andere Wahl, als mich schriftlich bei Magenta zu beschweren.
(Ich weiß schon - User @telephon hat eine ähnliche Erfahrung bereits berichtet, aber ich finde die Angelegenheit verdient ein eigenes Thema.)
 
25 März 2014
87
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Ja kommt natürlich drauf an wie gut dort die anderen Netzbetreiber sind.

Ja, Magenta ist mit weitem Abstand der leistungsfähigste Provider an meinem Nutzungsstandort.

Fun fact:

Gestern Abend, bei der Erstellung des Ursprungspostings dieses Threads konnte man auf der S-Budget Mobile Website noch die Entgeltbestimmungen zum 80/20 mbit Aktionstarif einsehen oder downloaden.
Jetzt sind nur mehr die Entgeltbestimmungen des 40/10 mbit Standardtarifs verfügbar.
 
20 November 2018
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Ich habe im anderen Thread das gerade thematisiert und erst jetzt gesehen, dass es hier weitergeht.
[Update: der hier -> https://www.lteforum.at/mobilfunk/s...etzt-mit-80-20-um-19-90-eur.19843/post-394599 ]
Ja, Magenta ist mit weitem Abstand der leistungsfähigste Provider an meinem Nutzungsstandort.

Fun fact:

Gestern Abend, bei der Erstellung des Ursprungspostings dieses Threads konnte man auf der S-Budget Mobile Website noch die Entgeltbestimmungen zum 80/20 mbit Aktionstarif einsehen oder downloaden.
Jetzt sind nur mehr die Entgeltbestimmungen des 40/10 mbit Standardtarifs verfügbar.
Wurde wohl in Folge meiner Beschwerde schnell umgestellt. Ich habe es aber gesichert und hänge das PDF an.
Die darin enthaltene relevante Passage lautet:

„Reservierungsphase: Bei nicht ausreichendem Guthaben wird nach Ablauf der 30-tägigen Abrechnungsperiode das
gewählte Tarifpaket stillgelegt. Es ist kein Datentransfer möglich. Eine Aufladung mit ausreichendem Guthaben
reaktiviert das Tarifpaket automatisch.“
 

Anhänge

  • s-budget-mobile-internet-unlimited-20220825.pdf
    243,4 KB · Aufrufe: 38
Zuletzt bearbeitet:
25 März 2014
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@telephon:

Danke, daß du drangeblieben bist.
Wirklich "gefixt" scheinen sie nicht sehr viel zu haben - obwohl ich das Problem zweimal bei der Hotline vorgebracht habe, sehe ich heute abend weiterhin ca. 40/10 auf mehreren Speedtests z. B:

13986924265.png


Anscheinend wird einem nur geholfen wenn man sich schriftlich beschwert und das nächste Mal Pausieren und Wiederaufladen dürfte auch eine "spannende Erfahrung" werden.
 
20 November 2018
2.581
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@telephon:

Danke, daß du drangeblieben bist.
Wirklich "gefixt" scheinen sie nicht sehr viel zu haben - obwohl ich das Problem zweimal bei der Hotline vorgebracht habe, sehe ich heute abend weiterhin ca. 40/10 auf mehreren Speedtests z. B:

13986924265.png


Anscheinend wird einem nur geholfen wenn man sich schriftlich beschwert und das nächste Mal Pausieren und Wiederaufladen dürfte auch eine "spannende Erfahrung" werden.
So ist es. Beschwere Dich auch und bemühe eventuell die RTR.
 
1 September 2014
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Habe ebenfalls das gleiche Problem.
Bei der S-Budget Hotline konnte der Mitarbeiter nicht helfen, und dann war plötzlich aufgelegt. Beim zweiten Anruf war der selbe Mitarbeiter dran, der mir dann die Nr. der Technikhotline von Magenta durchgab.
Die Mitarbeiterin war sehr nett, hat sich das (trotz nicht zuständig) kurz angesehen, und hat mich dann an eine deutlich bemühtere Kollegin von S-Budget weitergeleitet, die dann ein Ticket an die Technik erstellt hat.
Bin nun gespannt, ob das noch vor dem Tarifende am 31.11. gelöst wird, ansonsten werde ich nicht mehr aufladen.
 
20 November 2018
2.581
1.694
Mittlerweile gibt es auf der S-Budget-Mobile-Website eine E-Mailadresse, an die man sich wenden kann. Mein Schlichtungsverfahren wurde inzwischen übrigens eingestellt. Ich hoffe, dass Magenta sich die anderen Fälle, wo die Reaktivierung in der Reservierungsphase mit dem falschen Tarifpaket gebucht worden ist, auch beheben wird.
 
29 Januar 2016
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1.585
Mittlerweile gibt es auf der S-Budget-Mobile-Website eine E-Mailadresse, an die man sich wenden kann. Mein Schlichtungsverfahren wurde inzwischen übrigens eingestellt. Ich hoffe, dass Magenta sich die anderen Fälle, wo die Reaktivierung in der Reservierungsphase mit dem falschen Tarifpaket gebucht worden ist, auch beheben wird.
Kannst du bitte eine Link posten?
Heute ist mein neues Paket (ohne Unterbrechung) aktiviert worden und ich habe nur mehr die Hälfte des Speedes (ca. 40 Mbps statt 80)
Finde auch die Mailadresse nicht auf Anhieb.... unter "Impressum" steht aber so:

Für Anfragen wie insbesondere zum Unternehmen T-Mobile Austria oder zum Impressum, wenden Sie sich bitte an: impressum@s-budget-mobile.at

Hat aber nichts mit Tarife, Kündigungen etc. zu tun aus meiner Sicht.
 
20 November 2018
2.581
1.694
Finde auch die Mailadresse nicht auf Anhieb.... unter "Impressum" steht aber so:

Für Anfragen wie insbesondere zum Unternehmen T-Mobile Austria oder zum Impressum, wenden Sie sich bitte an: impressum@s-budget-mobile.at

Hat aber nichts mit Tarife, Kündigungen etc. zu tun aus meiner Sicht.
Wenn ein Unternehmen Angaben zur elektronischen Postadresse im Sinne des § 5 ECG macht, und dazu ist es verpflichtet, wenn es einen Webauftritt hat, dann ist es mE irrelevant, ob sie die Annahme von Nachrichten dort dann verweigern. Die Nachricht gilt als zugestellt und man kann vor der RTR Schlichtungsstelle dann darauf verweisen.
 
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Reaktionen: email.filtering
25 März 2014
87
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Wenigstens scheint jetzt klar zu sein womit wir es zu tun haben:
Keine Fehlleistung der S-Budget-Mobile sondern beabsichtigte Massnahmen von Magenta, den 80/20 Aktionstarif sozusagen "wieder einzukassieren".
Wenig Hoffnung gibt es für die sogenannten "Bestandskunden", die zu träge oder geizig waren, während des Aktionszeitraums ein Startpaket(anfangs um 70 Euro) zu erwerben und aktivieren.
Allen anderen schuldet S-Budget Mobile für jede Entrichtung der Monatsgebühr von 20 Euro vertragsgemäss 30 Tage 80/20 Internetzugang.
Die Rechtslage(AGB Prepaid und EB 80/20 Aktionstarif) ist vollkommen eindeutig und im übrigen auch bei vergleichbaren Providern(yesss!, Lidl Connect, klax) nahezu ident:
Es gibt in aller Regel einen ca. 30/8 Tarif und dazu einen doppelt so schnellen und wer den schnelleren Tarif einmal gebucht hat, erhält Ihn auch wieder zurück bei Wiederaufladung nach Pausierung.
Jetzt sollte man schriftlich auf Vertragseinhaltung pochen und geduldig sein.
 
20 November 2018
2.581
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Mit ein Grund dafür, die RTR-Schlichtungsstelle hier auch im Einzelfall zu involvieren, auch, wenn der Streitwert bei gerade einmal 20 Euro/Monat oder darunter liegt. Dass T-Mobile hier offenbar einen Fehler gebaut hat, ist offensichtlich, denn diese sogenannte „Reservierungsphase“ ergibt einfach keinen Sinn, wenn man durch die Tarifverlängerung nur das jeweils aktuelle Paket buchen kann. Das wäre keine Verlängerung im eigentlichen Sinn. Zudem ist es schon deshalb höchst problematisch, wenn man wie in diesem Fall eine „Verlängerung“ anbietet, die zu völlig anderen Konditionen erfolgen soll, aber darauf nicht ausdrücklich im Einzelfall hingewiesen wird.

Rein rechtsdogmatisch würde ich einen Wertkartenvertrag mit monatlich verlängerbaren Paketen als Rahmenvertrag und Dauerbezugsvertrag dessen Aufrechterhaltung durch konkludente Einwilligung in Form der Aufladungen bedingt ist, betrachten, wobei das Gestaltungsrecht hier im speziellen durch die Reservierungsphase ausdrücklich zugebilligt wurde.
Wenn die Aufladung während der Reservierungsphase also eine automatische Aktivierung zu anderen Konditionen und gerade keine automatische „Reaktivierung“ zu den früheren Konditionen auslöst, ist dieser notwendige Hinweis im Einzelfall überhaupt gar nie erfolgt.

In einem Verfahren vor der RTR-Schlichtungsstelle würde ich daher aufgrund der abweichenden Leistung von T-Mobile die Leistung als mangelhaft qualifizieren und analog zur Kürzung der Bandbreite gegenüber der Spezifikation im Tarifblatt um die Hälfte auch eine 50%ige Preisminderung verlangen. In aller Regel 10 Euro Rückerstattung, bis der Mangel behoben worden ist. Ich denke, das ist ein fairer Vorschlag, den man akzeptieren wird.

Man sollte ein Auge darauf haben, ob das jetzt einreißt - dann sollte man einmal bei der Bundeswettbewerbsbehörde und/oder Konsumentenschutzorganisationen nachfragen.

Ich glaube ja immer noch an ein Versehen und/oder ein Missverständnis bei der technischen Definition des Produkts.
Möglicherweise hat man es auch noch nicht geschafft, bei allen Aktionsteilnehmern die Provisionierung zu korrigieren - im besten anzunehmenden Fall.