RTR-Schlichtungstätigkeit: Streitigkeiten gehen weiter zurück

palazzo

Mobilfunk Teilnehmer
15 Mai 2014
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Positive Bilanz der RTR-Schlichtungstätigkeit: Streitigkeiten im Bereich Telekommunikation gehen weiter zurück

Von 1.996 Beschwerden betreffen mehr als 85 % den Mobilfunk

„Die Bilanz unserer Schlichtungstätigkeit ist auch für das Jahr 2016 erfreulich: Erstmals seit dem Jahr 2002 liegt mit 1.996 Fällen die Anzahl der bei uns eingebrachten Schlichtungsfälle unter der 2.000er-Marke und damit auf einem historischen Tiefstand“, sagt Mag. Johannes Gungl, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post, anlässlich der Präsentation des Tätigkeitsberichts der Schlichtungsstellen. „Wie auch in den letzten Jahren machen Verfahren zum Mobilfunk den weitaus größten Brocken aus. Allerdings ist positiv, dass die Verfahren zu Contentdiensten, die Treiber der letzten Jahre, mehr als deutlich zurückgegangen sind“, führt Gungl aus.

Verfahren, bei denen es nicht um Geld geht, nehmen leicht zu

„Auffällig in der Verfahrensstatistik ist ein Anstieg der ‚Nichtentgeltstreitigkeiten‘ – deren Anteil stieg durch die rückläufige Gesamtzahl der Beschwerden von 22,7 % im Jahr 2015 auf 37,9 % im Jahr 2016. Darunter fallen etwa Beschwerden zum Kundenservice und zu Vertragsschwierigkeiten“, erläutert Gungl. „Ärgernis für viele und damit häufiger Verfahrensgegenstand ist auch das Thema Netzabdeckung und Netzqualität. Ein Instrument, um Gewissheit zu erhalten, ob die zugesagten Down-/
Upload-Geschwindigkeiten bereitgestellt werden, ist der RTR-Netztest. Führt man über einen längeren Zeitraum mehrmals Messungen durch, kann man seinen Internetanschluss sicherlich realistisch einschätzen“, rät Gungl.

Einigungsquote mit 81 % so hoch wie noch nie

81 % aller bei der RTR eingeleiteten Verfahren konnten einer einvernehmlichen Lösung zugeführt werden. „Auch diese Quote konnten wir im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessern. Sie ist aber auch ein Indikator für die durchaus steigende Serviceorientierung der Betreiber. Denn oftmals finden die Betreiber unmittelbar nach der Verfahrenseinleitung eine Einigung mit den involvierten Endkundinnen und Endkunden, ohne dass weitere Vermittlungsschritte seitens der Schlichtungsstelle gesetzt werden müssen“, merkt der Telekomregulator abschließend an.

Bildschirmfoto 2017-05-29 um 12.38.42.png Bildschirmfoto 2017-05-29 um 12.38.55.png

Gesamter Bericht:
https://www.rtr.at/de/pr/PI29052017TK/PK_Schlichtungsbericht_29052017.pdf
 
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ocelot

Mobilfunk Teilnehmer
17 Jun 2015
748
478
Kurz gesagt, die Kunden von Drei beschweren sich nach wie vor verhältnismäßig am meisten, die von A1 am wenigsten, wobei sich Drei ein bisschen verbessert und A1 etwas verschlechtert hat.
 

snow

Mobilfunk Teilnehmer
15 Apr 2017
140
70
Ich bin mir ziemlich sicher, dass aufgrund der neuen Roaming-Verordnung die Beschwerden und/oder Schlichtungen ab dem 2. Halbjahr 2017 rasant ansteigen werden. :D
Glaub ich nicht, der 0815 User wird sich freuen, dass es inkludiert ist bzw. deutlich günstiger wurde
 

Chaos

Mobilfunk Teilnehmer
30 Jun 2016
368
153
Glaub ich nicht, der 0815 User wird sich freuen, dass es inkludiert ist bzw. deutlich günstiger wurde
Es herrscht ziemliche Verwirrung allgemein - auch teilweise noch bei den Betreibern.

Viele Leute glauben, dass sie von Österreich aus ab 15.06. überall hin kostenlos telefonieren können.
Viele Leute haben sich einen Tarif genommen, der Roaming definitiv ausschliesst.

Etc. etc. - man braucht nur in Facebook, Foren etc. nachlesen.

Bin schon der Meinung, dass sich das in der Beschwerdestatistik auswirken wird, wenn die Leute tatsächlich zur RTR gehen. Allerdings muss man auch festhalten, dass viele Leute gar nicht wissen, dass es die RTR überhaupt gibt.

Das Unterschreiben eines Vertrages wird leider noch immer allzuoft ohne genaues Lesen der Bedingungen bzw. Hinweisen/Informationen im Schnellverfahren durchgeführt. Die Betreiber wissen das natürlich.
 

derFlo

Mobilfunk Teilnehmer
22 Mrz 2014
2.998
1.156
Ich bin mir ziemlich sicher, dass aufgrund der neuen Roaming-Verordnung die Beschwerden und/oder Schlichtungen ab dem 2. Halbjahr 2017 rasant ansteigen werden. :D
Da bin ich auch schon gespannt - ich habe mit einigen Personen gesprochen, die der Meinung sind, dass Roaming schon lange keinen Cent mehr kostet ;)
 

snow

Mobilfunk Teilnehmer
15 Apr 2017
140
70
Es herrscht ziemliche Verwirrung allgemein - auch teilweise noch bei den Betreibern.

Viele Leute glauben, dass sie von Österreich aus ab 15.06. überall hin kostenlos telefonieren können.
Viele Leute haben sich einen Tarif genommen, der Roaming definitiv ausschliesst.

Etc. etc. - man braucht nur in Facebook, Foren etc. nachlesen.

Bin schon der Meinung, dass sich das in der Beschwerdestatistik auswirken wird, wenn die Leute tatsächlich zur RTR gehen. Allerdings muss man auch festhalten, dass viele Leute gar nicht wissen, dass es die RTR überhaupt gibt.

Das Unterschreiben eines Vertrages wird leider noch immer allzuoft ohne genaues Lesen der Bedingungen bzw. Hinweisen/Informationen im Schnellverfahren durchgeführt. Die Betreiber wissen das natürlich.
Kenne nicht den genauen Ablauf bei der RTR, aber denke es werden nur tatsächliche Streitfälle behandelt. Wenn der Sachverhalt klar in den Vertragsbestimmungen geregelt ist und der Kunde sich einfach nicht auskennt, sollte das doch imho nicht in die Statistik einfließen.
 

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