Tiefstand bei Tarifen: Mobilfunk-Diskonter liefern sich wilde Preisschlacht

rage4

Mobilfunk Teilnehmer
5 Jul 2014
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Die Chancen stehen für den Mobilfunker Hot nicht schlecht. In den kommenden Monaten könnte dem im Jahr 2015 gestartete Diskonter eine kleine Sensation gelingen – er könnte seine Kundenzahl in Österreich auf über eine Million erhöhen. Gleichzeitig könnte der Marktführer A1 wieder unter die fünf Millionen-Kundengrenze fallen. Derzeit sind es noch 5.051 Millionen, Ende 2014 waren es noch über 5.4 Millionen Kunden.

Mit seinen Kampftarifen konnte "Lidl-Connect" bisher "70.000 Sim-Karten in Umlauf bringen", wie es seitens des Unternehmens zum STANDARD heißt. Bei Hot waren es im Jänner dieses Jahres 930.000, aktuellere Zahlen liegen nicht vor. Die Corona-Pandemie sorgte aber in den vergangenen Wochen für Wachstum, da sich tausende Kunden mal schnell einen Breitbandrouter geholt oder ihren Anbieter gewechselt haben.

Die kommenden Monate und Jahre könnten für Diskonter aufregende Zeiten bringen. Sie haben nämlich eine Achillesferse: Sie sind von den großen Handynetzbetreibern abhängig, da sie deren Mobilfunknetze als Untermieter nutzen. Der Mobilfunker "3" musste 2012 bei der Übernahme seines Konkurrenten Orange sein Handynetz für andere Betreiber öffnen. Zusätzlich stiegen nach der der Übernahme die Handytarife um teilweise bis zu 20 Prozent.

https://www.derstandard.at/story/20...nk-diskonter-liefern-sich-wilde-preisschlacht

"Kundenentwicklung 31.12.2014 - 31.12.2019"

Gesamtmarkt (lt. RTR-TM, ohne M2M): + 132.861

A1 (ohne M2M und MVNO) : - 309.200
"3" (ohne M2M und MVNO) : + 25.000
Mass Response : ca. + 300.000

Da bleibt für Magenta (inkl. HoT) nicht mehr viel an Kundenzuwachs übrig. Bemerkenswert ist auch das Magenta und A1 im ersten Quartal 2020 (im Vergkeich zum Vorjahr) beim Mobilfunkumsatz um jeweils 6 Mio. Euro zugelegt haben. A1 hat allerdings 257.100 Kunden verloren, während Magenta 233.000 Kunden (inkl. MVNO ond M2M) gewonnen hat. Die Zahl der eigenen Simkarten sagt nicht mehr viel aus (A1 hatte Anfang März ca. 700.000 ausländische Simkarten täglich im Netz).

Auch die Geschichte das "3" sein Netz öffnen musste ist noch weniger glaubhaft als wie die das Yesss ........

Diskonter wie Lidl. eety, bob, Yesss und SBM sind doch schon jetzt im Eigentum von den Netzbetreibern und bei HoT redet wohl M ein Wörtchen mit. Bleibt eigentlich nur Mass Response als unabhängiger Diskonter/Untermieter mit einer nennenswerten Kundenzahl.
Die "Schlacht" liefern sich aktuell Lidl und Hofer und die Mobilfunkangebote sind die Waffen. mfg
 
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rage4

Mobilfunk Teilnehmer
5 Jul 2014
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"Gewinner" sind auf jeden Fall die Netzbetreiber. Allein die Endkundenumsätze (Mobilfunk) haben sich von 2013 bis 2019 um 186 Millionen Euro auf 2.426 Millionen Euro in Österreich erhöht (bei 208.225 weniger Simkarten, ohne M2M; Bevölkerung + 394.814) Selbst wenn man den Verdienst von HoT & Co. herausrechnet bleiben noch immer mehr als 150 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz in den Büchern der Netzbetreiber. Dazu kommt das Hutchison den größten Zuwachs an Netzkunden verbuchen kann (trotz der 930.000 HoT-Kunden). mfg
 
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alex34653

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13 Mai 2014
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Naja... die Preise sind bei uns immer noch voll ok, dazu kommt dass inzwischen sämtliche Telefonate, SMS und ein guter Teil des Datenvolumens in der EU inkludiert sind.

Und die Inflation über 6 Jahre darf man auch nicht ganz außer Acht lassen, man verdiente üblicherweise 2019 mehr als 2013.

Sudern brauchen die Betreiber wohl nicht, als „große Gewinner“ würd ich sie aber auch nicht bezeichnen.
 

xandi

Mobilfunk Teilnehmer
26 Sep 2017
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wenn man bedenkt dass für 25,-- euro lidl guthaben nur 20,-- bezahlt werden müssen wegen der aktion in der lidl app...

der neue tarif ist wirklich gut für alle die in das nutzungsprofil reinpassen
 

telephon

Mobilfunk Teilnehmer
20 Nov 2018
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Und die Inflation über 6 Jahre darf man auch nicht ganz außer Acht lassen, man verdiente üblicherweise 2019 mehr als 2013.
Guter Punkt - wie ist das eigentlich mit der Inflation bei der Servicepauschale? Die wird ja offenbar nicht der Inflation angepasst, sondern alle paar Jahre neu festgesetzt.

Während also scheinbar einige Tarife sinken, steigt die Pauschale. Man zahlt mittlerweile bei den Anbietern, die sie verrechnen € 2,25 für das stete Weniger an Service. (Wenn ich allein daran denke, dass ich vorige Woche drei Stunden in einer Warteschleife hin, um A1 eine Störung zu melden; und, dass mir Drei mittlerweile einfach mitten im Gespräch auflegt, statt einen Fall in Backoffice zu eskalieren, wie ich eigentlich sehr freundlich und ruhig ersucht habe - dafür, dass es die gefühlt 10 telefonische Urgenz war - schriftliche Urgenzen sind da nicht eingerechnet.)
 
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alex34653

Mobilfunk Teilnehmer
13 Mai 2014
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Die ist insgesamt aber schon eingerechnet in den Umsatz und Gewinn. Klar, fairer & transparenter wäre es sie monatlich zu berücksichtigen, als verpflichtend auszuweisenden Tarifbestandteil (oder gleich in den Tarif zu inkludieren, wie manche MVNOs es machen).

Aber: Hier ist das eine Themenverfehlung, es hat schlicht keinen Einfluss auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung wie die Einnahmen aufgeschlüsselt werden.
 
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maxb

Mobilfunk Teilnehmer
31 Mrz 2014
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bei diesen Preisen wird der Netzausbau eher früher als später auf der Strecke bleiben...
 

telephon

Mobilfunk Teilnehmer
20 Nov 2018
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Aber: Hier ist das eine Themenverfehlung, es hat schlicht keinen Einfluss auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung wie die Einnahmen aufgeschlüsselt werden.
Ich dachte der Thread handelt von wilden Preisschlachten unter Diskontern und vom Tiefstand bei Tarifen?
Bisher sehe ich einen neuen Tarif einer Diskontmarke eines Anbieters, der sonst -gerade eben erst erhöhte- Servicepauschalen verrechnet.
Von einer Tarifschlacht bei den Diskontern oder gar Einfluss auf die Zweit- und Drittmarken kann ich noch nichts erkennen.

Vielmehr scheint mir einer der Anbieter seine eigenen Großkunden unterbieten zu wollen.
 

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