Verkauft 3 seine Mobilfunksites? Deal zwischen CK Hutchison und Cellnex

22 März 2014
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Aber wie rechnet sich das für Cellnex? Generieren die damit so viele Mieteinnahmen, dass sich die EUR 10 Mrd. irgendwann einmal amortisieren?

Das Geschäftsmodell ist eigentlich gleich, wie bei jedem, der seine Eigentumswohnung vermietet: Natürlich muss sich das auszahlen. Man könnte ja auch eine Eigentumswohnung kaufen, mit den Mieteinnahmen abbezahlen und dann aktiv damit Geld verdienen.
So ähnlich läuft das bei Cellnex (nur halt mit Masten).

Was bedeutet das für die Standorte und die Netzqualität? Werden nicht-profitable Funkmasten abgebaut? Können sich zusätzliche Anbieter einmieten und teilen sich und schmälern die verfügbare Bandbreite?

Ich befürchte, du hast das Prinzip hier nicht verstanden: Cellnex kümmert sich um den Sendeturm (also das Metallgestänge/Dachträger/etc.). Die Hardware am Masten (also RRH, Antennen) selbst wird weiterhin normal von den Providern raufgebaut, die dann Miete an Cellnex zahlen. Selbiges gilt für die Hardware am Boden beim Sender.

Einfach so abbauen kann man wohl keinen Sender, solange es ein aufrechtes Mietverhältnis gibt. Cellnex kümmert sich ja nur um den Masten selbst - damit können sie auch aktiver versuchen, mehrere Provider auf einen Masten zu bekommen bzw. die Masten auch für andere Funkdienste verwendbar zu machen (z.B. lokale Richtfunkprovier, etc.) - das wäre auch optisch schöner: Teilweise stehen in Österreich ja 2-3 Mobilfunkmasten direkt nebeneinander.

Für Mobilfunker ist es ja superpraktisch, wenn sie von Cellnex eine Standortübersicht bekommen und sich das Errichten (und vor allem die Standortsuche/Genehmigungsverfahren) zumindest teilweise ersparen können. Cellnex wird wohl auch kaum die Sender exklusiv halten, weil mehr Provider auf einem Masten auch mehr Einnahmen pro Masten bedeuten.

Irgendwie checke ich das Geschäftsmodell und die Pläne von Cellnex nicht ganz - würde mich freuen, wenn da jemand mehr weiß und mich aufklärt.

Ich hoffe, die Zusammenfassung reicht aus.
 
28 September 2014
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Drei hat dadurch große Bargeldmengen für den massiven Netzausbau bekommen:)
Um alle aktuellen 6000 Standorte umzurüsten in den nächsten 5 Jahren müssten sie ungefähr 100 Stück im Monat umbauen
 
25 März 2014
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Was mich interessiert, zahlt sich das Geschäft auf Dauer aus und soll man in die Aktie reingehen?
Aktuell legen sie viel Geld am Tisch aber langfristig könnte sich das schon auszahlen.
 
28 September 2014
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Was mich interessiert, zahlt sich das Geschäft auf Dauer aus und soll man in die Aktie reingehen?
Aktuell legen sie viel Geld am Tisch aber langfristig könnte sich das schon auszahlen.

Wenn man sich die Aktie die letzten Jahre anschaut, dann könnte es wirklich eine gute Rendite sein. Cellnex kauft ja in ganz Europa derzeit Masten auf. Vermutlich hängen sich ja dann die lokalen Betreiber mit N78 wie Liwest, Spusu etc. drauf und brauchen selber keine neuen Masten bauen
 
5 Juli 2014
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2005 : Der UMTS-Betreiber Hutchison ("3") will ein für alle Handynetzbetreiber offenes flächendeckendes UMTS-Netz in ländlichen Regionen bauen, um Investitions- und Wartungskosten zu sparen. Dafür soll eine Infrastrukturplattform gegründet werden, für die derzeit Infrastrukturlieferanten und Finanzinvestoren gesucht werden und an der sich alle Handynetzbetreiber - so sie wollen - gleichberechtigt beteiligen können.

https://www.derstandard.at/story/20...n-fuer-alle-betreiber-offenes-umts-netz-bauen

mfg
 
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Reaktionen: mahe
9 April 2014
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Hat ja auch nicht lange gedauert :D

Wenn auf jedem Masten alle Provider sitzen, dann wird die Netzabdeckung wohl ziemlich gleich aussehen.
Das wär mal was, wenn es bei der Wahl des Providers wirklich nur noch um den besseren Tarif und die bessere (wirkliche) Leistung ginge! :)
 
5 Juli 2014
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246.000 Euro für jeden Standort ist allerdings ein stolzer Preis (1,1 Mrd. Euro zahlte Cellnex für die CK Hutchison Networks Austria GmbH). So gesehen waren die 400 Millionen die A1 für Yesss (inkl. ca. 600 Mobilfunksender und einiges an Verlustvorträgen) doch nicht so überteuert.

Irgendwie hat man trotzdem den Eindruck das hier nur darum geht kurzfristig "Altschulden" zu reduzieren (siehe Netzverkauf von Hutchison Austria im Jahr 2010) die man im Endeffekt durch teure Mieten bezahlt. mfg
 

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