Was haltet ihr von Bitpanda?

27 Juni 2019
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Warum man in Österreich wann genau Steuern zahlen muss, ist für den "Normalo" oftmals nicht zu verstehen. Das kann man bestenfalls zur Kenntnis nehmen, aber das war's dann auch schon. Wie auch immer, allfällige Gewinne innerhalb der Spekulationsfrist (die ja nicht nur für Kryptowährungen sondern eben auch andere persönliche Besitztümer wie etwa Bargeld in ausländischen Währungen gilt), sind in der Einkommenssteuererklärung auf Grund eigener Berechnungen anzugeben (und die Belege dazu entsprechend den allgemeinen Steuerfristen aufzubewahren und auf Anforderung vorzulegen).
 

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8 August 2014
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853
Was haltet ihr von Bitpanda um erstmals in Kryptowährungen und eventuell auch Aktien bzw. ETF zu investieren?
Bis jetzt habe ich nur gute Erfahrungen damit gemacht.
Meldet Bitpanda automatisch dem Finanzamt?
Nein.
Was ich herauslesen konnte machen die das selbst nicht bei Aktien und ETF Derivate. Was mich wundert weil bei Aktien und ETF muss eine österreichische Bank bei österreichischen Anlegern das abführen und bei Derivate nicht? Oder liegt es daran weil Bitpanda keine Bank ist?
Was wäre der beste Weg um erstmals mit Kryptowährungen zu lernen?
Ich finde Bitpanda ziemlich einfach und transparent aufgebaut. Dadurch kommt ein Anfänger sehr gut zurecht bietet aber in der Standard Variante keine erweiterten Funktionen. In der Pro Variante bieten sie diese aber an.
Okay, wie läuft das mit der Steuer ab?
Du musst deine Gewinne beim Steuerausgleich angeben.
Einkommenssteuertabelle
Wenn du durch Kryptowährungshandel in eine höhere Tarifstufe kommst musst du auch noch Steuern auf Einkünfte deines regulären Arbeitsverhältnisses nachzahlen.

Bei Wertpapiere gibt es eine KESt von 27,5 % auf Gewinne.
Gibt es auch Freibeträge?
Wenn du 440 € Gewinn nicht im Kalenderjahr überschreitest, dann ist das Steuerfrei.
Warum eigentlich steuerfrei nach einem Jahr?
Aufgrund § 31 EStG
 
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20 Juli 2015
20
7
Wenn Sie nicht die steuer übernehmen für den kunden, wird sich die kundenanzahl in grenzen halten. Nehme an die finanz wird auch ein genaues auge auf solche broker legen.
 
8 August 2014
1.658
853
@gerhard
Angenommen du verdienst als Brötchenleger 30.000 € brutto im Jahr. Dann musst du 35 % also 10.500 € Steuern zahlen die dir gleich vom Gehalt abezogen werden.

Wenn du jetzt noch 10.000 € an Gewinn durch Bitcoin erziehlst kommst du in eine Tarifstufe mit 42 % Steuer. Du musst also 4.200 € an Steuern für die Bitcoins und 12.600 € fürs Brötchen legen zahlen. (10.500 € hat dein Arbeitgeber schon für dich abgeführt.)
 
20 Oktober 2015
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Wenn du jetzt noch 10.000 € an Gewinn durch Bitcoin erziehlst kommst du in eine Tarifstufe mit 42 % Steuer. Du musst also 4.200 € an Steuern für die Bitcoins und 12.600 € fürs Brötchen legen zahlen. (10.500 € hat dein Arbeitgeber schon für dich abgeführt.)

In der von dir verlinkten Tabelle steht der 42% Grenzsteuersatz mit dem Hinweis "über 31.000 bis 60.000" drin. Die 42% bezahlst du nur für die den 31.000sten Euro überschreitenden Betrag.

Deshalb sieht die Steuerformel auch nicht wie eine simple Prozentrechnung aus: [(Einkommen – 31.000) x 12.180/29.000] + 5.950
 
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22 März 2014
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2.007
@gerhard
Angenommen du verdienst als Brötchenleger 30.000 € brutto im Jahr. Dann musst du 35 % also 10.500 € Steuern zahlen die dir gleich vom Gehalt abezogen werden.

Wenn du jetzt noch 10.000 € an Gewinn durch Bitcoin erziehlst kommst du in eine Tarifstufe mit 42 % Steuer. Du musst also 4.200 € an Steuern für die Bitcoins und 12.600 € fürs Brötchen legen zahlen. (10.500 € hat dein Arbeitgeber schon für dich abgeführt.)

Eigentlich seltsam, wie hartnäckig sich dieses Gerücht hält...
 
8 August 2014
1.658
853
Eigentlich seltsam, wie hartnäckig sich dieses Gerücht hält...
Fast nirgends wird so klar in unmittelbarer Nähe zur Tabelle beschrieben wie von @gerhard wie die Steuer berechnet wird. Überall findet man die Tabelle aber diese wichtige Information geht im gesamten unter. Wenn man davon nichts weiß, dann wird man auch nicht geziehlt danach suchen bzw. sich nicht länger als man für notwenig hält damit aufhalten.
 
25 März 2014
598
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KeSt und Lohnsteuer halte ich für ein Gerücht, weil dann müsstest du noch entsprechend SV zahlen und Kammerumlage weil es ein Gewerbe wäre. Fakt ist, du zahlst 27,5 KeSt, ist bei ETFs genauso.