Wer beobachtet noch die Goldpreise

maxb

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31 Mrz 2014
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Post vom 1 April 2015

Zitiere mich selbst
Wir sind derzeit 14.02.2020 auf fast 47.000€ per Kilo
sind 10.000€ Gewinn viel in 5 Jahren oder würden Aktien mehr bringen ?
Ich frage mal die Geschäftsleute unter uns, habe von diesen ohne Arbeit Geld-Anlagen leider keine Ahnung aber ich schau gerne zu ?
Etwa 170 € Gewinn pro Monat oder 6 Kisten Bier gratis nicht, hätte man 2015 einen Kilo gekauft !
Irgendwie Unheimlich !
mit Euro Stoxx 50 ca. gleich, mit Aktien kaum vergeichbar, aber z.B. Verbund (blaue Linie) ->

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Gorbag

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26 Nov 2014
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sind 10.000€ Gewinn viel in 5 Jahren oder würden Aktien mehr bringen ?
Aktien bringen - global gesehen - inkl. den Dividenden gute 8-10% pro Jahr, wenn man dafür einen sehr langen Zeithorizont (>10 Jahre) hat und auch bei kräftigen Rücksetzern nicht gleich panisch verkauft.

Gold ist immer als Absicherung zu sehen, nie als Alternative zu Aktien oder anderen Veranlagungen. Die generelle Faustregel lautet, ca. 5-10% des Gesamtvermögens in Gold zu halten.
Meistens steigt Gold, wenn die Aktienmärkte crashen oder die Inflationsrate steigt.
 

Gorbag

Mobilfunk Teilnehmer
26 Nov 2014
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Für Platin über 20 Jahre betrachtet:

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Die Wertsteigerung von 122,4% über diesen Zeitraum entspricht dabei einer Rendite von ca. 4% p.a.
 

neptunus

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25 Mrz 2014
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Völlig uninteressant die gelbe Grütze, wie ich Gold mittlerweile nenne.

Zuletzt habe ich 2009 um ein halbes Jahresgehalt Gold gekauft, und das war’s dann.

Wirklich interessant, und da meine ich langfristig über 50 Jahre oder 100 (bzw soweit anwendbar) ist die Entwicklung der Gesamtwirtschaft. Zu sehen ist das zB in Form des S&P500, Dow Jones oder MSCI World.

Hier einfach wahllos mal ein Google Ergebnis: Es zeigt den S&P500 für die Rund letzten 50 Jahre.

https://www.forecast-chart.com/historical-sp-500.html

Glücklicherweise braucht man heute nicht mehr alle enthaltenen Aktien eines Indizes zu kaufen wenn man ihn will (wären 500 Unternehmen beim S&P500 samt Änderungen über die Jahrzehnte).

Es gibt das spätestens seit den 90ern als günstige Index-Fonds (in Form von ETF - Exchange Traded Fund), wo ihr je nach global bedeutendem Weltindex um 0,1% pro Jahr Gesamtkosten - oder sogar günstiger - davon kommt.

Hier auch für Interessierte, denn das geht sehr tief in Details wie „Tracking difference“ und „Tracking error“, was über die Jahrzehnte aber viel(!!!) Geld bringt.

www.trackingdifferences.com

Ihr dürft allerdings nicht erwarten, diese kostengünstigen Direkt-Investitionen in Welt-Indizes von euer üblichen Filialbank angeboten zu bekommen. Die dort angebotenen klassischen Fonds (mutual funds) kosten einer Studie der SEC zufolge im Durchschnitt 4,17% pro Jahr. Und jedes Jahr. Wenn ihr über Jahrzehnte monatlich zB ein paar hundert Euro einzahlt in so einen Fonds, dann sind das bis über die Laufzeit Hunderttausende Euro an Kosten/Opportunitätskosten, um die euer Depot dann kleiner ist - tatsächlich. Wenn Infos gewünscht: Dazu gibt es fertige Zinseszins-Rechner, mit denen des klar nachvollziehbar ist. Wenn gewünscht kann ich gerne helfen.

Das ist das Geld, von dem die klassischen Banken mit ihren Filialen leben - euer Geld.

Dagegen ist ein Index-ETF eines der Weltmarktführer so effizient und straff durchoptimiert, dass ein jeder Vermittler (zB Hausbank) genau nichts daran verdient. Nichtmal eure Tasse Kaffee und die halbe Stunde Zeit eures „Beraters“ wäre so bezahlt, in der er euch mit schlechter Verkaufrhetorik aus einem halbherzigen Seminar das Hirn vollflötet. Ihr sollt ja zur Unterschrift bewogen werden, denn der Abschuss bringt Geld für ihn und die Bank. Und Details: Ach wer braucht die schon. Und wer weiß, vielleicht wissen solche „Berater“ selber gar nicht, worauf es an kommt ...

Ich kann euch zum Thema Geldanlage genau einen Tipp mitgeben, und damit ist es dann auch schon komplett:

Wenn ihr etwas über Geld und dessen Verwaltung erfahren möchtet, dann wendet euch an jemanden der selber viel hat. Jemand der nichts hat, der weiß vermutlich auch nicht wie man durch geschickte Anlage zu Geld kommt, denn andernfalls wäre er/sie wohl deutlich vermögender als er/sie ist? Alles klar?

Jedenfalls nicht findet ihr einen vermögenden Privatier in einer Bankfiliale, und schon gar nicht werden solche Personen kleine Privatleute wie euch „beraten“, also gegen Gebühren und Provisionen Produkte des eigenen Instituts an euch verkaufen.

Wieso zu jemanden gehen der selbst nichts davon versteht? Denn wäre es nicht so, würde er nicht in der Bank hocken und euch einen Kaffee anbieten. Soviel könnt ihr sicher sein.
 
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zwostler

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1 Jan 2019
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Also ich habe vor 5 Jahren in „Sonnenenergie“ investiert und dabei 4,5% jährlich gemacht. Das Geld ist dabei gerade einmal 5 Jahre gebunden, ist aus meiner Sicht jedenfalls besser wie ein heutiger Bausparvertrag. Diese Form ist jedoch nichts für Leute die 10k und mehr pro Jahr investieren wollen, da dann auch gleich einmal Steuer in Form von KeSt anfällt.
 

neptunus

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25 Mrz 2014
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Danke für den Hinweis. Das ganze Modell, besonders steuerlich interessiert mich.

Was ist das denn für eine Investition? KESt fällt an, aber erst ab einem bestimmten Betrag?

Ohne mehr zu wissen hört sich das wie ein Nachrangdarlehen an eine Gesellschaft an, die sich im Bereich von Solarenergie engagiert, vielleicht wurden aus der Gesellschaft heraus Solar-Panele angeschafft die nun betrieben werden.
 
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zwostler

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1 Jan 2019
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Danke für den Hinweis. Das ganze Modell, besonders steuerlich interessiert mich.

Was ist das denn für eine Investition? KESt fällt an, aber erst ab einem bestimmten Betrag?

Ohne mehr zu wissen hört sich das wie ein Nachrangdarlehen an eine Gesellschaft an, die sich im Bereich von Solarenergie engagiert, vielleicht wurden aus der Gesellschaft heraus Solar-Panele abgeschafft die nun betrieben werden.
jap genau, Freibetrag hierbei im Jahr an Zinsen sind ja 730€
 

Gorbag

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26 Nov 2014
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Was ist das denn für eine Investition? KESt fällt an, aber erst ab einem bestimmten Betrag?
Meine Vermutung ist, dass zwostler ein Investment in Solarpaneels meint wie z.B. hier angeboten wird. Vor 5 Jahren gab es noch eine deutlich bessere Verzinsung, inzwischen ist es schon weniger geworden. Gewisse Risiken sind hier klarerweise vorhanden; diese Anlage ist nicht so sicher wie das klassische Sparbuch.
Ich habe übrigens selbst dort vor langer Zeit investiert und halte die Anteile heute immer noch. Während ich das hier geschrieben habe, hat zwostler inzwischen bereits korrekt den Freibetrag von € 730.- genannt.

@neptunus: Deine Ausführungen weiter oben bezüglich Banken, Fonds, Berater, Provisionen etc. sind sehr zutreffend, volle Zustimmung meinerseits aus eigener Erfahrung.
Wer "selfmade" aus seinem Geld etwas mehr machen will, investiert zunächst in den Aufbau von eigenem Know-How (wie funktionieren die Märkte, wie investiert man, was beachtet man), anschließend werden Kernelemente wie Aktien, ETFs usw. angeschafft - wenn außerdem das nötige Kleingeld und Wissen vorhanden ist, dann auch Investments in Immobilien mit Hebelung mittels Fremdkapital durch Banken.
 
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neptunus

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25 Mrz 2014
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Habs mir gedacht ;-) Gratuliere jedenfalls zur für dich gute gelaufenen Investition :)

Dazu noch eine Ergänzung: 730€ an Zinsen sind schonmal ordentlich viel, die man einnehmen muss um über diese Grenze zu kommen. Am Beispiel der 4,5% Zinsen wären es ca. 16.200,- Euro, die man so anlegen muss um drauf zu kommen. Ab 730€ gilt übrigens eine sog. "Einschleifregelung", mit der ausgehend von 730€ bis zum Erreichen des Doppelten (= 1.460€) langsam Schritt für Schritt auf den persönlichen Steuersatz angehoben wird. Hat man 1.460€ oder mehr solcher Einkünfte gilt für die ersten 730€ der Freibetrag dann nicht mehr - man zahlt Steuer ab dem ersten Cent.

Fällig wird übrigens nicht die KESt (27,5%), sondern der persönliche Steuersatz zum progressiven Tarif. Wenn die Investition zB auf die Frau läuft, die geringfügig etwas dazu verdient, dann kann der persönliche Steuersatz bei 0% liegen, jemand mit mittlerem/gutem Angestellteneinkommen zahlt schonmal 42% Steuer.

Ich habe mich bisher von solchen Angeboten ferngehalten, und das hat folgenden Grund:
Man gibt so einer Gesellschaft immer nur ein sog. "Nachrangdarlehen". Heißt: Geht die Firma pleite, sind die Nachrangdarlehen die allerletzten Forderungen die bedient werden. Zuerst kommen alle anderen bei denen die Firma Schulden hat: Finanzamt, Sozialversicherung, Bankkredite, Lieferanten, natürlich Angestellte mit Gehältern, .... dann viele andere ...., und ganz am Schluss der private Investor mit seinem Nachrangdarlehen. Da im Konkursfall meist mit einem einstelligen Prozentbetrag gerechnet werden kann, der von allen offenen Schulden beglichen werden kann, schaut man so als Kapitalgeber eines Nachrangdarlehens sicher durch die Finger.

Warum diese Firmen solche Nachrangdarlehen zu 4+% von Privatleuten aufnehmen ist auch einfach erklärt: Dieses so eingesammelte Kapital zählt bei Aufnahme eines Bankkredits als Eigenkapital aus Sicht der Bank bzw. bei Bewertung der Bonität und Sicherheiten so einer Gesellschaft. Als Privater ist man damit der "Prellbock" für die Firma, der ihr überhaupt erst ermöglicht den Bankkredit zu bekommen, der für den Betrieb des Geschäfts benötigt wird.

Das kann gut gehen solange es der Firma gut geht. Zinseinnahmen sind ungleich höher wie bei klassischem Sparbuch/Bausparvertrag & Co. Auch der Steuervorteil ist nicht zu verachten, wenn der Privatanleger nebenbei unselbstständig erwerbstätig ist (zB Angestellter) und die Zinseinnahmen gesamt unter € 730,- pro Jahr bleiben.

Geht es hingegen schief, dann schaut man von allen Gläubigern als erster durch die Finger. Und an dieser Stelle möchte ich nicht sein.

Dazu eine anderer Gedanke: Was Geld betrifft bin ich erzkonservativ. Je älter und beständiger etwas ist, umso besser.

Dazu passt die Direkt-Investition in zB das Unternehmen Consolidated Edison.
Die Firma ist seit 1823 im Geschäft und feiert mit dem immer noch beibehaltenen Geschäftsfeld bald ihr 200-jähriges Bestandsjubiläum. Es ist der Energieversorger von New York City.

Man schaue sich hier die Entwicklung der nur letzten 50 Jahre an (auf "max" im Chart klicken)
https://finance.yahoo.com/quote/ED?p=ED

Die Firma zahlt aktuell 3+% jährliche Gewinnausschüttung (=Dividende), seit 46 Jahren durchgehend wurde die Dividende jährlich erhöht:

https://investor.conedison.com/stock-information/dividend-history/

Das ist keine Anlageberatung, keine Empfehlung oder sonst auch nur irgend eine Anleitung. Es gilt: Ich habe von nichts eine Ahnung und im Zweifelsfall ist jedes einzelne Wort falsch das ich hier schreibe :)

Ein Bankberater wird auch das nicht empfehlen, denn wenn man ehrlich ist, dann verdienen sie daran einfach nichts außer 1x Transaktionskosten für den Kauf und vielleicht jährlich eine vergleichsweise geringe Depotgebühr.

Dabei wäre es doch interessant bei einer Bank mal so zu fragen:
"Ich will bitte eine Investition, die nicht nur die große Weltwirtschaftskrise in den 1930ern überstanden hat, sondern auch noch den 1. und 2. Weltkrieg dazu. Über die Jahrzehnte soll eine beträchtliche Wertsteigerung durchlebt worden sein, und die letzten 50 Jahre hätte ich gerne (jährlich) steigende Gewinne samt Ausschüttungen an mich gehabt".

Das mag sich absurd anhören so ein Wunsch nach einer Anlage, die länger überdauert als das österr. Bankensystem selbst, das so ja erst aus dem finanziellen Nichts der Nachkriegszeit aufgebaut wurde. Aber ja, längerlebig wie unsere Währung: Das gibt es.
 
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