Wo Consulting für digitale Transformation in Anspruch nehmen - Erfahrungen gesucht!

24 April 2017
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Es allen recht machen zu können, halte ich für eine Utopie. Freut mich aber zu lesen, dass die Mitarbeiter bei euch gut abgeholt und umgeschult oder weitergebildet werden konnten. Ist die digitale Transformation bei euch denn schon abgeschlossen? Normalerweise ist das ja ein Prozess, der einmal angefangen, niemals zu Ende geht, oder?
Ich habe das eher so gemeint, dass man da ganz individuelle Lösungen braucht. Jede Firma ist anders, jeder hat andere Ziele/Vorstellungen. Da hilft es nicht viel wenn man jede Firma nach Schema F auf Digitalisierung trimmt. Den Mitarbeitern hat man es dahingehend recht gemacht weil man sie nicht mit der Umstellung alleine gelassen hat sondern ihnen gezeigt hat was es für Vorteile bringt und man ihnen auch die neue Arbeit erklärt hat. Sollte selbstverständlich sein aber es soll ja auch Firmen geben, die dann einfach neue Mitarbeiter rekrutieren, die sich damit eben schon auskennen. So nimmt man halt auch einigen Mitarbeitern die Angst, Die Angst von Maschinen ersetzt zu werden oder eben von anderen Mitarbeitern.
 
8 März 2018
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Dann würde ich eine Bestandsaufnahme machen.
1) Welche Maschinen gibt es?
2) Welche sollen vernetzt ("digitalisiert") werden? ...weil es welchen Nutzen bringt?
3) Wie kann die technische Umgesetzung gemacht werden?
Eine Bestandsaufnahme können wir natürlich insofern machen, als dass man eine Liste oder Tabelle erstellen kann, welche Maschinen es gibt. Bei der Frage nach der Vernetzung wird es schon komplizierter, weil bei uns keinem alle möglichen Anwendungsfelder von IIoT bekannt sind. Kann also sein, dass da von unserer Seite aus deutlich zu viel oder auch deutlich zu wenig notiert werden würde. Genauso haben wir keine Einblicke ob überhaupt alle Maschinen Schnittstellen verpasst bekommen können oder nur manche.

Wenn ihr beide bis jetzt nicht gebraucht habt, macht es wsl. eher Sinn sich auf Projektbasis einen Partner zu holen.
Tlw. gibt es dafür auch Förderungen über die FFG etc.
Ja, das denke ich eben auch. Wobei es wahrscheinlich am vernünftigsten wäre mit einem solchen Projektpartner dann auch gemeinsam die Bestandsaufnahme zu machen und die Zielsetzung zu erarbeiten?

Das mit den Förderungen war mir nicht bewusst, danke! Das schaue ich mir genauer an.

Jede Firma ist anders, jeder hat andere Ziele/Vorstellungen. Da hilft es nicht viel wenn man jede Firma nach Schema F auf Digitalisierung trimmt. Den Mitarbeitern hat man es dahingehend recht gemacht weil man sie nicht mit der Umstellung alleine gelassen hat sondern ihnen gezeigt hat was es für Vorteile bringt und man ihnen auch die neue Arbeit erklärt hat. Sollte selbstverständlich sein aber es soll ja auch Firmen geben, die dann einfach neue Mitarbeiter rekrutieren, die sich damit eben schon auskennen. So nimmt man halt auch einigen Mitarbeitern die Angst, Die Angst von Maschinen ersetzt zu werden oder eben von anderen Mitarbeitern.
Manche Sachen gehen wahrscheinlich schon nach Schema F, aber sicher längst nicht alles. Ich denke mal, dass die Umsetzung von spezialisierten Anbietern dann nach einer Art Mischung aus Baukastensystem mit häufig einsetzbaren Elementen und individuellen Bausteinen realisiert wird? Wie wurde das bei euch gemacht? Und wurden die Änderungen nach und nach eingeführt oder auf einen Ruck? Dass die Belegschaft ganz oder teilweise ausgetauscht werden soll, steht bei uns nicht zur Debatte.
 
24 April 2017
33
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Manche Sachen gehen wahrscheinlich schon nach Schema F, aber sicher längst nicht alles. Ich denke mal, dass die Umsetzung von spezialisierten Anbietern dann nach einer Art Mischung aus Baukastensystem mit häufig einsetzbaren Elementen und individuellen Bausteinen realisiert wird? Wie wurde das bei euch gemacht? Und wurden die Änderungen nach und nach eingeführt oder auf einen Ruck? Dass die Belegschaft ganz oder teilweise ausgetauscht werden soll, steht bei uns nicht zur Debatte.
Ja einzelne Bereiche sicher. Man muss dann aber auch alles zu einem gut funktionierenden Ganzen zusammenfügen. Sonst ist wieder nur alles Stückwerk. Und spätestens da gibt es kein Schema F mehr.
Man wird sicherlich wissen, was, wie zu tun ist um auf ein gewisses Ergebnis zu kommen. Aber ich denke das Firmen in dem Bereich auch ganz genau auf die Auftraggeber schauen müssen. Ich will jetzt nicht alles schildern weil es zu lange und wohl zu viele Details wären, schau dir doch mal die Use Cases auf der Homepage von susietec an. Sicherlich sind da unterschiedliche Branchen angeführt aber rein nach Schema F schaut mir da nichts nach aus. Für jeden Bereich und für jede Firma wird man individuelle Lösungen finden müssen. Sicherlich wird man in mehreren Firmen eine IoT-Box anwenden, was dann daraus gemacht wird ist aber das entscheidende.
Ich denke daher nicht, dass man sagen kann, Weil Firma A das so gemacht hat, muss das Firma B auch so machen (obwohl vielleicht beide aus derselben brache und beide dasselbe herstellen). Die Ausgangslage ist wohl auch nie dieselbe. Man hat unterschiedliche Maschinen, unterschiedliche Softwarelösungen,...
 
8 März 2018
38
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Für jeden Bereich und für jede Firma wird man individuelle Lösungen finden müssen. Sicherlich wird man in mehreren Firmen eine IoT-Box anwenden, was dann daraus gemacht wird ist aber das entscheidende.
Das kann ich mir gut vorstellen. Also dass es diverse Tools gibt, die in unterschiedlichen Gebieten Abwendung finden können. Die Homepage von susietec habe ich mir angeschaut und ich muss sagen, ich hätte mir nicht vorstellen können, dass auch bei Modernisierungen und Umrüstungen noch so viel möglich ist, ohne dass man gleich alle von früher bestehenden Strukturen verwerfen müsste. Zeigt halt wieder ganz deutlich, dass auch ich erstaunlich wenig Ahnung von der Materie habe und wir nicht um professionelle Unterstützung rumkommen werden, wenn es nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht sein soll.
 
24 April 2017
33
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Woher soll man denn auch diese Ahnung haben? Man weiß doch gar nicht was letztlich schon möglich ist. Vielleicht denkt man sich ins einem Arbeitsbereich, das und das würden auch anders gehen. Aber wie diese Dinge dann auch mit anderen Bereichen besser harmonisieren, da sehe ich für mich zumindest die Grenze. Dann noch die gesamte Firma als Großes und Ganzes sehen, kann man jetzt wohl nur selten. Außer man abreitet in einer entsprechenden Abteilung.
Man wird sich ansehen müssen, was kann man alles machen, was ergibt für mich Sinn und wo habe ich die meisten Vorteile. Dann wird man auch jemanden finden, der einem dorthin führen kann. Ob jetzt extern oder vielleicht macht man auch eine eigene Abteilung auf.
 
8 März 2018
38
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Naja, egal ob man so einen Auftrag extern vergibt oder eine eigene Abteilung aufmacht: Die Expertise muss man sich dann so oder so von Außen dazu holen. Und ich glaube, für mittelständische Unternehmen lohnt es sich wahrscheinlich, wie bei uns, oft nicht eine eigene Digitalisierungs-Abteilung oder sowas aufzumachen und diese Mitarbeiter regelmäßig auf Fortbildungen zu schicken, damit sie immer am jeweils laufenden Stand sind. Für sowas gibt es ja, wie ich hier in der Diskussion und auch per PNs mitgeteilt bekommen habe, definitiv spezialisierte Anbieter. Ich halte es für die meisten Unternehmen, die bezüglich digitaler Transformation was weiterbekommen wollen, für am vernünftigsten eben auf Consulting und Unterstützung durch Experten zu setzen. Wenn ich im Haus einen Wasserrohrbruch habe, vergebe ich ja auch einen Auftrag an einen Installateur, anstatt den Installateur selbst fix anzustellen.
 
22 März 2014
4.934
2.404
Was ich hier noch gerne erwähnen würde: Digitale Transformation fängt nur in seltenen Fällen direkt bei der Vernetzung von Maschinen an (auch wenn man hier sicher einiges rausholen kann), sondern schon etwas früher: Bei den 0815-Abläufen in den Unternehmen, wo noch alles auf Zetteln erledigt wird.

Und da spreche ich jetzt von Basiscs wie Zeiterfassung, Buchhaltung, Dateiablage am besten auf einen 10 Jahre alten Server im Keller, für den es weder Backups gibt, noch eine brauchbare Klimatisierung oder Staubschutz gibt und von der generellen Ausrüstung an Hard- und Software (die auch nicht Schreibtischjobs super entlasten kann) mal ganz abgesehen.

Eigentlich beginnt dieses Thema noch etwas früher: Im Kopf der Mitarbeiter*innen (damit steht und fällt das gesamte Vorhaben). Klingt etwas philosophisch, ist aber so. Ich hab sowas bisher nur firmenintern umgesetzt (da ist es etwas einfacher, weil man die Leute kennt und weiß, wie man ihnen begegnen und die Angst nehmen kann), aber da kommt die "Das hamma immer schon so gemacht"-Mentalität ganz stark heraus (abgesehen von der Angst, von der Digitalisierung wegrationalisiert zu werden).

Fazit: Ich würde empfehlen, bei den Basiscs langsam anzufangen und dann stetig weiterzumachen bis hin zu Automatisierung und Vernetzung.
 
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16 September 2018
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2 Mai 2020
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Digitale Transformation hat zuerst mal nichts mit Tools oder Hardware zu tun.
Dabei geht es immer drum das Management "agil" zu machen, Prozesse darauf auszurichten dass sie wirklich digital abgebildet werden können und dann die Mitarbeiter entsprechend Schulen. Danach denen Wissen und vorallem Verantwortung übertragen. Das dauert je nach Branche, Unternehmensgröße und Offenheit aller Beteiligten ca 5 Jahre.

Erst dann kann man anfangen hier wirklich die digitalisierung in Angriff zu nehmen.

Ich hab sowas bisher in 2 Unternehmen Aufgebaut und in 2 weiteren zeitweise mitbegleitet.

Als erstes würde ich die tollen Coaches von sinnvollFÜHREN einladen und mit dem Management und Keystakeholdern einen Mehrtägigen Workshop abhalten um die Richtung und ein Zielbild zu skizzieren