A1 & Drei vermitteln auch Strom

Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern und Cross-Selling-Potenzial kommen die Mobilfunkanbieter häufig auf neue Ideen: A1 verkauft Glühbirnen und Heizungsthermostate, Drei hat den Markt der Elektro-Scooter für sich entdeckt die deutschen Kollegen von Magenta Telekom müssen aufgrund der hohen Nachfrage gerade neue Unterwäsche nachproduzieren.

A1 Internet & Verbund Strom

Bei einer  A1 Internet oder TV Kombi Erstanmeldung und gleichzeitiger VERBUND Stromanmeldung gibt es insgesamt 8 Monate Gratis-Strom, die Herstellungskosten (für A1) und ein Huawei MediaPad T3 10″ Tablet geschenkt. Gültig für Salzburg und Niederösterreich. Mehr Details …

Drei Energie

Auch Drei vermittelt bald Strom und Gas von einem Kooperationspartner. Wie die Angebote genau aussehen werden ist derzeit noch nicht bekannt, aber Interessenten können sich jetzt schon vormerken lassen und 1 Jahr gratis Strom gewinnen. Mehr Details …

Kundenbindung & Cross-Selling

Solche Angebote haben für die Mobilfunker gleich mehrere Vorteile. Sie erhöhen einerseits das Cross-Selling-Potenzial und damit den Umsatz pro Kunden und binden andererseits den Kunden enger ans Unternehmen. Wer nicht nur Mobiltelefonie, sondern auch Internet, TV, Smart Home, Kinotickets, Reiseversicherung, Finanzdienstleistungen und nun vielleicht auch Energie über ein und dasselbe Unternehmen bezieht, ist wechselt weniger schnell zu einem anderen Anbieter.

RealMartin

Mobilfunk Teilnehmer
20 Sep 2015
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Na das kann was werden. 😀 Dann fallen ja gleich Nüsse vom Himmel, wenn 3 die Stromversorgung nicht ordentlich hinbekommt. 😀😀😀😂😂
 
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Vercetti

Mobilfunk Teilnehmer
27 Jun 2019
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Damit hätte ich nicht gerechnet.

Bezüglich Strom und Gas von einem Telekom-Unternehmen, und noch dazu einem in chinesischer Hand, möchte ich aber jedenfalls nicht abhängig sein. Gibt mehr als genug Alternativen.
 
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derFlo

Mobilfunk Teilnehmer
22 Mrz 2014
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Bezüglich Strom und Gas von einem Telekom-Unternehmen, und noch dazu einem in chinesischer Hand, möchte ich aber jedenfalls nicht abhängig sein. Gibt mehr als genug Alternativen.
Bezüglich Versorgungssicherheit bist du allerdings von deinem Netzbetreiber wesentlich abhängiger, als von deinem Lieferanten (der sich schnell und einfach wechseln lässt).
Wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass es diesbezüglich einer Kooperation mit einem anderen Versorger gibt und 3 das Produkt nur weiterverkauft.
 

kofel

Mobilfunk Teilnehmer
31 Mai 2014
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Das würde schon Sinn machen, wenn sie zudem "Festnetz Internet, Telefon und TV über das Stromnetz" anbieten. Das wäre schon was!

Eigentlich sollte die Technik ja soweit ausgereift sein. Derzeit verteile ich nämlich mittels Fritz PowerLine über mein Stromnetz mein Internet von einem Teil der Wohnung in den anderen Teil und erreiche im Netzwerk zumindest "echte" 350-400 MBit/s damit (bei Internet 100/25 von Magenta).
 

derFlo

Mobilfunk Teilnehmer
22 Mrz 2014
2.615
946
Das würde schon Sinn machen, wenn sie zudem "Festnetz Internet, Telefon und TV über das Stromnetz" anbieten. Das wäre schon was!
Nachdem ich in diesen Bereich etwas Einblick habe, hier mal ein paar Grunde, warum das eher nicht der Fall sein wird:
  • 3 ist nicht der Eigentümer des Leitungsnetzes
  • Die Datenübertragung via Hausstromnetz daheim (geringer Leitungsquerschnitt, kurze Leitungen, wenig Teilnehmer) kannst du nicht wirklich mit der Übertragung über ein Stromnetz (größerer Leitungsquerschnitt, lange Distanzen, viele Teilnehmer) vergleichen - das kann Geschwindigkeitsmäßig nicht wirklich mithalten
  • Sofern mir bekannt ist, gibt es da auch immer wieder Interferenzen
  • Die Datenübertragung im Stromnetz ist relativ langsam und reicht gerade mal für Smart Metering bzw. aktuell auch Rundsteuerempfänger aus
  • Früher (>10 Jahre) war es durchaus üblich, dass Umspannwerke von Hochspannungsnetzbetreibern über eine solche Datenübertragung gesteuert wurden und auch sonst etwas Datentransfer stattfand (mit einer herkömmlichen Anbindung als Backup). Das war allerdings damals schon nicht ausreichend, seither verwenden ein paar Landesenergieerzeuger Richtfunk (z.B. Energie Steiermark), aber auch Glasfaser auf Hochspannungsmasten, die entweder um das Blitzableiterseil gewickelt sind, oder auf den Masten mitdraufhängen.
 

maultier

Mobilfunk Teilnehmer
26 Mrz 2014
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Eigentlich sollte die Technik ja soweit ausgereift sein. Derzeit verteile ich nämlich mittels Fritz PowerLine über mein Stromnetz mein Internet von einem Teil der Wohnung in den anderen Teil und erreiche im Netzwerk zumindest "echte" 350-400 MBit/s damit (bei Internet 100/25 von Magenta).
Du verwechselst da was. Das Powerline für zu Hause ist für Internetzugänge unbrauchbar. Es gab zwar vor so 10-15 Jahren mal Überlegungen Internetzugänge über die Stromleitung herzustellen. Das ganze kam aber nie über ein paar Testversuche raus und ist mittlerweile komplett eingestellt. Stromleitungen sind für Datenübertragung über längere Strecken und hohe Bandbreiten komplett ungeeignet. Dein Powerline zu Hause geht vlt 50 Meter mit halbwegs brauchbaren Bandbreiten. Damit kommt man aber in der Regel nicht mal zur nächsten Trafostation. Nebenbei teilen sich alle am Trafo die Bandbreite. Weil Stromleitungen für Hochfrequenzübertragung sehr schlecht ist die Bandbreite physikalisch begrenzt. Selbst wenn sich die Technik damals verbreitet hätte wäre sie heute nicht mehr konkurrenzfähig und auch schon eingestellt. Bei ein paar hundert Metern bekommt man über jede rostige Telefonleitung noch mehr Bandbreite drüber und das zumindest bis zum Abschlusspunkt ungeteilt.
 

kofel

Mobilfunk Teilnehmer
31 Mai 2014
186
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@derFlo: Wenn nicht: schade :cool:

Ich frage mich halt, warum ein Telekommunikationsanbieter ins Strom-/Gasgeschäft einsteigen sollte, wenn es kein Cross Selling dazu gibt. Aber wir werden ja sehen, was DREI bezweckt.
 

kofel

Mobilfunk Teilnehmer
31 Mai 2014
186
106
Ergänzend: mir ist schon klar, dass die Internet Zuleitung natürlich nicht über die Stromleitung BIS zum Wohnhaus erfolgen kann. Aber: wenn es Glasfaser Nodes wie bei UPC gibt und die "letzte Meile" dann das Stromnetz im Haus übernimmt, ...