Corona-Krise: Mobiles Internet erholt sich

Wie berichtet war zu Beginn der Corona-Krise ein deutlicher Anstieg der Internetnutzung und damit einhergehend eine Reduzierung der in der Praxis erreichten Geschwindigkeit zu beobachten. Laut der umfangreichen Analyse unzähliger Speedtests kommt das Vergleichsportal tarife.at zum Schluss, dass sich die Netzauslastung inzwischen wieder erholt:

Das LTE-Netz hat seinen Tiefpunkt eineinhalb Wochen nach der dem Ausbruch der Krise, am 22. März, erreicht. Vor und nach dem Osterwochenende ging die Geschwindigkeit dann wieder merklich bergauf. – Maximilian Schirmer, Geschäftsführer von tarife.at

Maßgeblich verantwortlich dafür dürfte auch die Drosselung der Bildqualität vieler Streaming-Dienste wie Youtube, Netflix & Co sein. Bei Magenta führte die reduzierte Bildqualität zu rund 20% Datenersparnis:

Einerseits haben wir in den vergangenen Wochen Kapazitätserweiterungen in den Netzen vorgenommen und bauen auch laufend weiter aus, zudem erzeugen die Streamingdienste fast 20 Prozent weniger Daten, durch die Reduktion der Bildqualität. – Lev Ratner, MA, Pressesprecher Magenta Telekom

Alle drei österreichische Netzbetreiber betonen, dass man sich die Auslastung stets innerhalb der Kapazitäten lag und noch genügend Reserven verfügbar gewesen wären. Vielleicht auch, weil sich das viel kritisierte Netzwerkmanagement möglicherweise erstmals im Praxiseinsatz bewähren konnte.

maultier

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26 Mrz 2014
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Alle drei österreichische Netzbetreiber betonen, dass man sich die Auslastung stets innerhalb der Kapazitäten lag und noch genügend Reserven verfügbar gewesen wären.
Es gibt genug Sender welche schon vor der Krise zur Primetime überlastet waren, sodass Kunden dort nur einen Bruchteil ihrer Vertragsgeschwindigkeit nutzen können und auch Einschränkungen hin nehmen müssen. Also diese Aussage ist absolut lächerlich.

Wenn man auch noch in einer Presseaussendung erwähnt das dafür auch die Streaminganbieter "mitgeholfen" haben, mit reduzierter Qualität, zeigt das man bei den überlasteten Mobilnetzen auch noch auf andere angewiesen ist das weniger Daten kommen. Das Netzwerkmanagement braucht man eigentlich gar nicht erwähnen weil das kaschiert nur die Probleme in dem die Bandbreiten je nach Tarif "verteilt" werden und das nicht unbedingt im positiven Sinn.
 

palazzo

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15 Mai 2014
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Also in Wien gibt es im LTE Netz noch keinen Aufwärtstrend, wenn man sich die Statistiken beim RTR Netztest ansieht.

Drei ist seit Wochen um bzw. vielfach unter 20 Mbit/s (zwischendurch bei nur mehr 17 Mbit), dann Magenta und A1 bei um die 40 Mbit/s.
 

eigsi124

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6 Apr 2015
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Merke auch noch nichts davon, die Schwankungen werden eher größer (zwischen 50 und 150Mbit/s).
 
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Gringo

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9 Feb 2017
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Tja, wann wird Netflix wieder in gewohnter Auflösung und Qualität verfügbar sein? Die (von Netflix) angekündigen 30 Tage Drosselung sind schon verstrichen!
Die Downloadratten von A1 und Matschenta bewegen sich hier bei mir in Richtung "grüner Bereich". Keine besonderen Probleme.
 

sergio_eristoff

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25 Mrz 2014
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Vielleicht auch, weil sich das viel kritisierte Netzwerkmanagement möglicherweise erstmals im Praxiseinsatz bewähren konnte.
Also die Aussage alleine ist schon ein bisschen eine Frechheit. Das unterstreicht eigentlich nur, wenn die Provider einen Ausbau nicht gemacht haben, hat man Lotteriescheine bekommen um eine verfügbare Bandbreite. Dazu kommt wann das Management greift ist auch unbekannt oder transparent.
Eigentlich ein Armutszeugnis für die Provider das man zu diesen Mitteln greifen muss, nur um irgendwelche Fantasiezahlen zu verkaufen. Wäre eigentlich eine interessante Klage, was da ein Richter sagt ob ein Kunde im Härtefall komplett haften muss für das Versagen des Providers? Weil was garantieren die Provider wirklich? Dazu für was ist die Indexierung dann da und die Servicepauschale?

Heute habe ich sogar auf Welle1 gehört das die RTR sagt zum Thema Mobiles Internet wird immer langsamer:" Die meisten haben eben einen zu kleinen Tarif und wenn man so quasi einen Tarif was eine Landstraße ist dann eine Autobahn erwartet wird das nicht gehen" Sprich sie raten einem zum Upgraden.
Hmmmm wie war das mit dem Netzwerkmanagement, das höhere Tarife stärker bestraft werden um mehr Geld?

Für mich ein klassischer Beweis, mit vollen Hosen ist´s gut stinken. Vielleicht klingelts jetzt mal den Leuten das die Physik das größte Giga-Glasfaserpower-Meganetz die Grenzen aufzeigen und die Provider schlicht jede Verantwortung dem Kunden rüberschieben und diese trocken mit Dingen locken was sie nicht einhalten können. Grenzt stark an Betrug.
 

oe6bhe

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22 Mrz 2014
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Ich bin mit Drei schon wieder auf ca. 20 MBit. Magenta bei 7. Vor der Krise gab es BEI drei kaum Zeiten wo die 30 MBit nicht gingen. Magenta schwankte zwischen 5 und 10. Jetzt habe ich am Abend mit Drei 12 bis 15 MBit und mit Magenta ca. 1 MBit. Also da von Erholung zu sprechen ist dreist.
 
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Taurus91

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10 Nov 2014
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Vielleicht auch, weil sich das viel kritisierte Netzwerkmanagement möglicherweise erstmals im Praxiseinsatz bewähren konnte.
Stammt diese Vermutung von der @Redaktion oder von einem Presseprecher?
Es ist sehr unrealistisch, dass sich das Netzwerkmanagement erstmals! im Praxiseinsatz bewähren konnte, weil es wohl schon laufend im Einsatz war.
Außerdem stellt sich die Frage aus welcher Sicht es sich bewährt haben sollte? Aus Sicht des Smartphonekunden mit höchster Prio? Aus Sicht des Sparefroh Kunden mit niedrigster Prio? Aus Sicht des Kunden mit Flat und niedriger Prio?...
 

Kremser

Mobilfunk Teilnehmer
12 Apr 2020
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Also habe hier bei mir mit dem Lidl Connect 80/10 Werte die im Minutentakt von etwas über 3 Mbit bis hin zu 90 Mbit springen - Jedoch bleibt es bei längeren Downloads dann eher im Einstelligen Bereich. Der Upload schwankt von 3 bis 10 Mbit

Vor der Corona Krise hatte ich mit dem 60/20er mindestens durchgehend 30 im Download - Beim Upload IMMER 20.

Hardware ist ne Fritzbox mit Richtantenne - Von daher gute Empfangseigenschaften.

Von "Erholen" kann da meiner Meinung nach keine Rede sein....

Muss aber A1 / Yess auch mal lobend erwähen - Da hab ich den 30/8er Tarif.

Der Upload wird wohl wirklich künstlich auf 5-6 mbit gedrosselt wie so viele berichten ( denn als sie mal am Netz bastelten war sogar ne Rate von 45 Upload möglich)
Aber im Download hab ich zu jeder Tages / Nachtzeit und zur Primetime so um 20 Uhr IMMER die vollen 30 Mbit.

Der 50er ist mir zu teuer sonst hätte ich mir den schon geholt, aber da der auch nur 10 hat von denen dann vl 7 im Upload ankommen spare ich mir den ;)

Wie gesagt alles Standortabhängig natürlich
 
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