Mobilfunker Drei erhöht Gebühren

Der Mobilfunknetzbetreiber „3“ Drei hat heute per 9. Juli 2020 einige Gebühren für Neu- und Bestandskunden erhöht:

  • Servicepauschale für Neukunden: 27 statt 25 Euro pro Jahr
  • Aktivierungsgebühr für Neukunden: 69,90 statt 69,00 Euro
  • Verrechnung Urheberrechtsabgabe (URA): 3 Euro pro Handy
  • Gebühr bei Vertragsverlängerung mit Handy: 19,90 Euro

Während die ersten Gebührenerhöhungen nur Neukunden betreffen, treffen die anderen beiden auch Bestandskunden. Da im Zuge einer Vertragsverlängerung ohnehin die aktuellen AGB akzeptiert werden, besteht hier keine nachteilige Vertragsänderung und somit auch kein Sonderkündigungsrecht (SoKü).

Erhöhung der Servicepauschale

Hier folgt Drei dem Beispiel von A1 und Magenta. Schon mehrmals gab es hier Erhöhungsrunden, bei denen ein Mobilfunker vorprescht und die Preise erhöht und alle andern Netzbetreiber in kurzen zeitlichen Abständen nachziehen. In den letzten Jahren wurden die Servicepauschalen weit über der Inflationsrate angepasst.

Erhöhung der Aktivierungsgebühr

Bei Drei zahlt man selten die reguläre Aktivierungsgebühr. Für Smartphone-Tarife beträgt diese im Rahmen einer Aktion derzeit nur 39,90 und bei Internettarife gar nur 9,90 Euro.

Verrechnung der Urheberrechtsabgabe (URA)

Diese ist seit 2015 in Österreich verpflichtend beim Verkauf eines Smartphones zu bezahlen. Allerdings hat Drei bisher die Kosten dafür übernommen bzw. im Tarif / Handypreis einkalkuliert. Nun geht Drei dazu über diese 3 Euro pro Smartphone direkt an den Kunden weiterzuverrechnen. Der Mitbewerber Magenta tut dies bereits seit 1. Juni 2016. Der Marktführer A1 Telekom Austria verrechnet sie nicht gesondert an die Kunden weiter.

Gebühr bei Vertragsverlängerung

Oft als „Strafgebühr für treue Kunden“ bezeichnet, kommt diese bei einer Vertragsverlängerung in Verbindung mit einem neuen Endgerät zum Tragen. Wie auch schon A1 begründet Drei diese Gebühr unter anderem mit Optimierung der Geräte auf das eigene Netz und Versorgung mit Softwareupdates.

Mehr Details: www.drei.at

Danke an den LTEForum User „palazzo“ für den Hinweis!

25 März 2014
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die fehlenden roaming-einnahmen müssen wohl kompensiert werden ...
Naja nachdem die Bewegung generell verhalten ist, aber sicher wieder besser wird, muss man ja nachhaltig auf die Corna-Tränendrüse drücken um die Zahlen weiter zu schönen. Dafür werden großzügig Bewegungsdaten bereitgestellt.

Erhöhung der Aktivierungsgebühr von 69,- auf 69,90 bzw. von 9,- auf 9,90
Hat es hier schon eine Vertragsverlängerungsstrafe länger gegeben?

Nachdem der BIP einen ordentlichen Dämpfer bekommt, sind die Erhöhungen sehr interessant bei Anbietern die zur kritischen Infrastruktur gehören und eigentlich ja keine großen Umsatzeinbußen haben in dem Sinne. Ob man sich die Erhöhung leisten kann, wird sich zeigen, weil das viele nun eher in schweren Zeiten optimieren mit den Kosten und die Bewegung was allgemein am Markt ist, dann nicht zu einer Lawine wird.
 
5 Juli 2014
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die fehlenden roaming-einnahmen müssen wohl kompensiert werden ...
Während A1 und Magenta letztes Jahr beim Umsatz jeweils um ca. 10 Mio. Euro zugelegt haben hat "3" einen Rückgang von 14 Mio. Euro zu verzeichnen. Von der nach der Übernahme von Tele2 geplanten 1 Milliarde Euro Umsatz entfernt man sich immer mehr ( Gesamtumsatz 2016 : 895 Mio. Euro, 2018 : 881 Mio., 2019 : 867 Mio).
Die fehlenden Roamingeinnahmen beschleunigen die Preisanpassungen ........mfg