RTR: Multiband 5G-Versteigerung startet in Kürze

Ursprünglich hätte die zweite 5G-Auktion schon im April 2020 stattfinden sollen, wurde aber Corona-bedingt auf August 2020 verschoben. Nun verkündet die zuständige Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) den in Kürze bevorstehenden Start der Versteigerung:

In Kürze werden wir den Startschuss für die zweite 5G-Auktion geben. Unser Ziel ist dabei, vor allem die Versorgung mit ultraschnellem mobilen Breitband in der Fläche voranzutreiben“ – Dr. Klaus M. Steinmaurer, RTR

Während bei der ersten 5G-Auktion lediglich ein großes Frequenzband zur Versteigerung kam, werden diesmal wesentlich mehr unterschiedliche Frequenzbänder vergeben. Zur Vergabe gelangen insgesamt 27 Frequenzpakete in den Bereichen 700 MHz (6 Blöcke), 2100 MHz (12 Blöcke) und 1500 MHz (9 Blöcke).

Strenge Versorgungsauflagen

Abermals sind mit der Ersteigerung der Frequenzen Versorgungsauflagen verbunden, welche einen raschen und möglichst flächendeckenden Ausbau fördern sollen. Die Blöcke im 700 MHz Frequenzbereich sind noch mit einer weiteren zusätzlichen Auflage verknüpft, insgesamt 900 unterversorgte Katastralgemeinden flächendeckend mit 5G auszustatten.

Anbieter dürfen stärker kooperieren

Zusätzlich wurden die Rahmenbedingungen für Kooperationsmöglichkeiten („Sharing“) zwischen den Betreibern zur Erfüllung der Versorgungsauflagen erweitert und präzisiert. Neben passivem Sharing sind in Zukunft erstmals auch aktives Sharing und sogar Spektrum-Pooling erlaubt.

Wer bietet mit?

Mit Spannung erwartet wird, ob neben A1, Magenta und Drei, welche als Fixstarter gelten, auch noch andere Mobilfunkanbieter mitbieten werden. Bei der ersten 5G-Frequenzauktion überraschte beispielsweise der MVNO Mass Response (spusu) mit der Ersteigerung eines regional-nutzbaren Frequenzbereichs. Das Frequenzvergabeverfahren soll noch im 3. Quartal 2020 abgeschlossen werden.

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Jakob N

Mobilfunk Teilnehmer
4 Mai 2014
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Bei 700 MHz hab ich Bauchweh, weil die Vorgaben seitens der Republik einfach zu ambitioniert sind. Wer baut 5G dort aus, wo bereits LTE mäßig ausgelastet ist (Stichwort Straßen).
Lg
 

EDGE-Surfer

Mobilfunk Teilnehmer
21 Jan 2015
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Man darf nicht vergessen daß die Frequenzen für 25 Jahre vergeben werden. Wären die Vorgaben zu lasch, hätte man es für lange zeit verkackt, weil es bis zur nächsten Vergabe keine Handhabe gibt. Der Bedarf wird nur steigen und nicht sinken. Und da am Land meistens nur das ausgebaut wird was die Vorgabe ist, geht es nur so.

Leider gibt es nur bei 700 Mhz derartige Auflagen und nicht, mit zb jeweils 5 Jahren zeitlichem Versatz, auch für 1500 und 2100 Mhz.
 
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Taurus91

Mobilfunk Teilnehmer
10 Nov 2014
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Bei 700 MHz hab ich Bauchweh, weil die Vorgaben seitens der Republik einfach zu ambitioniert sind. Wer baut 5G dort aus, wo bereits LTE mäßig ausgelastet ist (Stichwort Straßen).
Lg
Brauchst du nicht.
Frequenzspezifisch ist nur eine Mindestzahl an Standorten festgelegt. Das sollte kein Problem sein.

Die anderen Auflagen bekommt man zwar mit Ersteigerung bestimmter Frequenzen aufgebrummt. Man kann diese aber frequenz- und technologieneutral erfüllen.
Mit einem guten 4G Netz und Band 20 ist man da nicht so schlecht gerüstet.
 

EDGE-Surfer

Mobilfunk Teilnehmer
21 Jan 2015
2.039
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Und nach LTE 800 ist es eh auch wieder mal Zeit daß es auch mal ein flächendeckendes Upgrade gibt.
Bei 1800 und bei 2100 ist das nicht der Fall.
 

theFace

Mobilfunk Teilnehmer
27 Okt 2016
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Bin echt gespannt ob alle Frequenzen ersteigert werden und wer wieviel und wieviele Milliarden dafür Fließen .
 
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theFace

Mobilfunk Teilnehmer
27 Okt 2016
2.003
1.480
Ob für die Auflagen viele Sender errichtet werden müssen ? Kann man diese Ausbaupflichten wo nachsehen ?
 

EDGE-Surfer

Mobilfunk Teilnehmer
21 Jan 2015
2.039
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Errichtet werden wohl nur wenige Sender müssen.
In fast allen Fällen werden bestehende 4G Masten aufgerüstet werden.
 

Gsicht

Mobilfunk Teilnehmer
22 Mrz 2014
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700 und 800 MHz sind von der Ausbreitung nicht extrem verschieden, da werden A1 und TMA keine extra Masten aufstellen. Auch bei Drei mit den 900 MHz wird das gehen, sofern das überhaupt genug ausgebaut ist.
 
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