Multiband 5G-Versteigerung: Magenta, A1 und Drei ersteigern Frequenzen

Nach vier Wochen und 60 Bieterunden seit Auktionsbeginn ist die zweite 5G-Auktion mit einem Erlös von über 201 Millionen Euro zu Ende gegangen. Die drei Bieter Magenta, A1 und Drei ersteigerten die Lizenzen zur 5G-Nutzung bei 700 MHz, 1.500 MHz und 2.100 MHz, welche ab 1.1.2021 genutzt werden dürfen, aber gleichzeitig mit Ausbauverpflichtungen verbunden sind.

Im Fokus der zweiten 5G-Auktion stand eine flächendeckende Versorgung derjenigen Gebiete, in denen sich die Menschen tagtäglich aufhalten und bewegen. Dazu zählen auch Autobahnen, Straßen und Bahnstrecken. – RTR

Magenta
90 MHz für 86.720.240 Euro

  • 2×20 MHz im 700 MHz Band
  • 1×20 MHz im 1500 MHz Band (+ 10 MHz im eingeschränkten Block B01)
  • 2×15 MHz im 2100 MHz Band

Mit der exzellenten neuen Frequenzausstattung können wir unsere Rolle als führender 5G-Anbieter stärken. Wir können eine optimale Ergänzung zu unseren Gigabit-Netzen in den Ballungsräumen mit einer ausgezeichneten 5G Indoor Qualität genauso sicherstellen wie eine perfekte 5G- Flächenversorgung in ländlichen Regionen – Andreas Bierwirth, CEO von Magenta

A1 Telekom Austria
80 MHz für 65.597.430 Euro

  • 1×30 MHz im 1500 MHz Band
  • 2×25 MHz im 2100 MHz Band

A1 hat eine führende Position im 800 MHz Bereich, der schon jetzt für die ausgezeichnete Mobilfunkversorgung des ländlichen Raums genutzt wird. Damit lag der strategische Fokus von A1 auf der Absicherung der wichtigen 2.100 MHz Frequenzen, unserem Kernband und Herzstück. Dieser Frequenzbereich konnte nun sogar ausgebaut werden. – Marcus Grausam, CEO von A1 Österreich

Drei
90 MHz für 49.559.294 Euro

  • 2×10 MHz im 700 MHz Band
  • 1×30 MHz im 15000 MHz Band
  • 2×20 MHz im 2100 MHz Band

Wir haben damit eine ausgezeichnete Frequenzausstattung für 5G. So sind wir künftig in der Lage, Stadt und Land bestmöglich zu versorgen und unser Drei Netz bis in die entlegensten Gebiete zu bringen. – Jan Trionow, CEO von Drei

Mehr Details: www.rtr.at/de/pr/pinfo11092020tkp

rage4

Mobilfunk Teilnehmer
5 Jul 2014
2.714
1.687
ist ja auch ein Argument ist ok, nur frag ich mich dann was verhandeln bzw. ersteigern die da schon seit einem Monat!? Wenn die Pokerer sich untereinander kennen, dann sollte so a scha* doch in 2 Wochen über die Bühne gegangen sein?

2000 bei der Versteigerung der UMTS Frequenzen war der ganze Zauber in wenigen Tagen vorbei...
Das Vergabeverfahren umfasst insgesamt vier Stufen:

In einer ersten Stufe werden Frequenzen im 700 und 2100 MHz Band als abstrakte Frequenzblöcke (d.h. nur durch ihre Bandbreite und die jeweils an sie gebundene erweiterte Versorgungsauflage, nicht aber in Bezug auf die Lage im jeweiligen Band definierte Blöcke) vergeben.

In einer zweiten Stufe werden dann die Frequenzen im 1500 MHzBand als abstrakte Frequenzblöcke vergeben.

In einer dritten Stufe wird bestimmt, welche spezifischen Frequenzen innerhalb der Bänder den Gewinnern von Spektrum aus den ersten beiden Stufen jeweils zugewiesen werden.

In einer vierten Stufe werden schließlich zusätzliche, nicht an Frequenzen gebundene erweiterte Versorgungsauflagen versteigert.

Im Vergleich dazu war es 2000 relativ einfach : 6 Bieter und 6 x 10 MHz. mfg
 

Berni_B

Mobilfunk Teilnehmer
11 Mai 2020
117
116
Das Vergabeverfahren umfasst insgesamt vier Stufen:

In einer ersten Stufe werden Frequenzen im 700 und 2100 MHz Band als abstrakte Frequenzblöcke (d.h. nur durch ihre Bandbreite und die jeweils an sie gebundene erweiterte Versorgungsauflage, nicht aber in Bezug auf die Lage im jeweiligen Band definierte Blöcke) vergeben.

In einer zweiten Stufe werden dann die Frequenzen im 1500 MHzBand als abstrakte Frequenzblöcke vergeben.

In einer dritten Stufe wird bestimmt, welche spezifischen Frequenzen innerhalb der Bänder den Gewinnern von Spektrum aus den ersten beiden Stufen jeweils zugewiesen werden.

In einer vierten Stufe werden schließlich zusätzliche, nicht an Frequenzen gebundene erweiterte Versorgungsauflagen versteigert.

Im Vergleich dazu war es 2000 relativ einfach : 6 Bieter und 6 x 10 MHz. mfg

is nun ja auch wurscht, das ergebnis ist da und das is gut so, jetz sollens ausbauen die betreiber )
 
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Reaktionen: EDGE-Surfer

Schlumpf45

Mobilfunk Teilnehmer
26 Apr 2014
1.331
397
Sehr überraschend daß A1 nichts von 700 Mhz ersteigert hat. Dafür Magenta gleich 20 Mhz.
überraschend nicht den a1 sitzt schon auf ein haufen frequenzen. meine wirtschaftliche analyse ist je mehr a1/energie ag, linz ag, kelag , energieversorger am land/standt vdsl +/FTTH ausbaut desto schelchter ist dann die auslastung auf den sendemasten bei a1/DREI/Magenta.
bedeutet das die betreiber dann nicht so eine große anbindung benötigen/nicht so vile frequenzen da es nur viel geld kostet die devise ist wirtschaftlich arbeiten.
 

maultier

Mobilfunk Teilnehmer
26 Mrz 2014
4.286
2.758
Sehr überraschend daß A1 nichts von 700 Mhz ersteigert hat. Dafür Magenta gleich 20 Mhz.
Wahrscheinlich hatten sie kein Interesse weil sie ja von vorhinein begrenzt waren.

Aber drei 10 MHz bei 700 hätte ich nicht gedacht. Hoffentlich baut jetzt drei das halbwegs flächendeckend aus und nicht nur so das die Versorgungsauflagen gerade mal erfüllt sind wie bei 900 MHz jetzt.

Edit:
Interessant wird was drei kurzfristig macht ab 1.1.2021. Derzeit senden sie ja auf B1 15 MHz LTE + 10 MHz DC HSDPA. Das geht sich dann nicht mehr aus. Eigentlich müsstens UMTS auf 5 MHz verkleinern weil LTE mittlerweile wichtiger ist.