RTR berät über 26 GHz 5G New Radio UWB mmWave

Mobilfunksender

Die RTR (zuständig für die österreichische Telekom Regulierung) berät derzeit über die nächsten Frequenzauktionen für den Zeitraum 2021 bis 2026. Vor allem die Vergabe von Ultrawideband (UWB) 5G New Radio im Bereich von 26 GHz (mmWave) weckt Interesse. Ebenso eine neue Vergabe der bestehenden Frequenzen bei 2.600 MHz, die Versteigerung der übrig gebliebenen Reste bei 3.410-3.800 MHz und eventuell eine Teilvergabe von 2.300 MHz scheinen die derzeit wahrscheinlichsten Szenarien zu sein.

Während den österreichischen Mobilfunkanbietern derzeit noch genügen Frequenzen zur Verfügung stehen, wird man mittel- bis langfristig bei immer weiter steigenden Datenverbrauch mit den aktuellen Frequenzen nicht auskommen:

Die Auslastung der an die Mobilfunkbetreiber zugeteilten Frequenzressourcen ist seit 2016 bei allen drei MNOs deutlich gestiegen. Mit den ersten beiden 5G-Auktionen tritt ein gewisser Entlastungseffekt ein. Es ist aber zu erwarten, dass das jährliche Wachstum beim Datenverkehr diese zusätzlichen Frequenzen überkompensiert und daher mittel- bis längerfristig weitere Frequenzressourcen dem Markt zur Verfügung gestellt werden sollten.

– RTR (Rundfunk und Telekom Reglierungs-GmbH)

5G UWB mmWave bei 26 GHz (n258)

Besonderes Augenmerk wird dabei auf das 26 GHz-Band gelegt. Das 26 GHz-Band wurde in Europa als 5G-Pionierband über 24 GHz für hochkapazitative Anwendungen identifiziert. Der Vorteil ist, dass der hohe und breite Frequenzbereich auf kurzen Strecken sehr hohe Daten-Übertragungsraten ermöglicht. Aufgrund der geringen Reichweite ist das Band jedoch ungeeignet für eine flächendeckende Mobilfunkversorgung, wie man diese aus bisherigen dem Mobilfunk zugeteilten Frequenzbereichen kennt. Mögliche Use Cases sehen daher vielmehr eine lokale Nutzung vor (Hotspots, Campus-Lösungen, etc.):

  • Mobilfunk Outdoor: Hotspots wie Einkaufsstraßen, Stadtzentren
  • Mobilfunk Indoor: Hotspots wie Flughäfen, Bahnhöfe, Einkaufszentren
  • Campus-Lösungen: Industrie, Universitäten, Logistik
  • Richtfunk: Vernetzung bzw. Anbindung von Infrastruktur
  • Fixed-Wireless-Access: z.B. letzte Meile zum Endkunden mit Außeninstallation am Gebäude des Endkunden.

Die österreichischen Mobilfunknetzbetreiber sehen mittel bis langfristig einen Bedarf von bis zu 1 GHz. Als sinnvolle Mindestbandbreite wurde ein Bereich von 100 MHz bis zu 1 GHz angegeben. Die RTR hält derzeit jedoch eine schrittweise Vergabe in Österreich für sinnvoll. Priorität hätte in einer ersten Phase die Zuteilung für Private Netzwerke (Indoor- und Outdoor-Campus-Lösungen). Eine Vergabe für die allgemeine Mobilfunknutzung würde erst später in einer zweiten Phase erfolgen.

Aber auch über die (Neu-)Vergabe anderer Frequenzbereiche wird derzeit diskutiert:

Neuversteigerung von 2.600 MHz TDD

Die derzeitigen Nutzungsrechte laufen am 31.12.2026 aus. Eine neue Auktion könnte daher im Jahr 2025 stattfinden. Weiters stellt sich die Frage, ob eine gemischte Nutzung aus FDD und TDD innerhalb des Bandes noch zeitgemäß ist. Im Fall einer vollständigen TDD-Vergabe wäre das 3GPP-Band 41 (LTE) bzw. n41/n90 (NR) anwendbar. Für die RTR wäre auch eine frühere Vergabe (verbunden mit einer freiwilligen früheren Umstellung) denkbar, sofern dies von den Mobilfunkanbietern gewünscht wird.

Restfrequenzen 3,4-3,8 GHz

Bei der Versteigerung des 3,4-3,8 GHz-Bandes im Frühjahr 2019 sind bei der regionalen Vergabe einige Bereiche übrig geblieben. Die RTR will nun erheben, ob Bedarf an einer neuerlichen Auktion besteht und welche Nutzungsszenarien denkbar wären.

Teilnutzung von 2300 MHz?

Während sich das NR-Band n40 bzw. LTE-Band 40 in Asien großer Beliebtheit erfreut, ist es in Österreich derzeit für Funkameranutzungen durch Rundfunkanstalten sowie öffentliche Bedarfsträger und in Teilbereichen für militärische Telemetrie belegt. Bestenfalls könnten nur bis zu 60% des Bands für Mobilfunknutzung vergeben werden. Über die Sinnhaftigkeit wird derzeit diskutiert.

Mehr Infos: www.rtr.at/TKP/aktuelles/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen/konsultationen/konsultation_spectrum_release_plan.de.html

24 Juli 2019
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Aber mit mmWaves als WTTH könnten wir tatsächlich soviel Bandbreite kriegen, dass die Nutzungsklassen egal sind?
 
26 März 2014
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Aber mit mmWaves als WTTH könnten wir tatsächlich soviel Bandbreite kriegen, dass die Nutzungsklassen egal sind?

Laut Berichten sind so ca 1-4 Gbit möglich die sich alle am Sender teilen.

Dieses mmWave als Glasfaserersatz geistert ja schon seit geraumer Zeit durch Pressemeldungen im Netz herum. Auf zB jeden zweiten, dritten Lichtmast soll dann eine Antenne um die Umgebung zu versorgen. Persönlich halte ich nichts davon. Kaum ein Lichtmast hat eine Glasfaseranbindung also muss mann erst recht graben. Dann kann man gleich FTTH machen wenn die Straße schon aufgegraben werden muss.Und bei FTTH hat man dann wirklich für Jahrzehnte ausgesorgt. Die hohen Frequenzen kommen auch nicht durch Mauern und Fenster durch. Das heißt man braucht für den fixed Wireless Empfang dann eine Außeneinheit. In Mietwohnungen und so ist das auch nicht so einfach, vorallem was mach man wenn die Wohnung Richtung Garten oder Innenhof zeigt.

Einzig sinnvoll bei großen Menschenansammlungen. Es gibt aus den USA einige Videos die auch zeigen wie problematisch der Empfang ist. Da reichts oft schon, dass der Körper die Sichtverbindung zum Sender blockiert und der mmWave Empfang komplett einbricht.
 
24 Juli 2019
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Mir wäre FTTH auch lieber, aber man muss halt nehmen was man bekommt. Viele haben halt kein gutes Festnetz und das wird sich vermutlich so schnell nicht ändern.. too bad aber leider kann man sich das nicht aussuchen.

Ich bin für alles offen, Hauptsache das Internet wird besser. Ich hab sehr schlechtes Festnetz zb und durch 5G hab ich erstmals richtig gutes Internet, auch wenns beim Ping ab und zu noch schwächen gibt.

Und das 5G was ich habe wird im Forum sogar als Fake 5G bezeichnet. Also wenn Fake 5G mein Internet schon soviel besser macht, dann freu ich mich schon auf die weiteren Entwicklungen^^
 
29 Januar 2016
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Mir wäre FTTH auch lieber, aber man muss halt nehmen was man bekommt. Viele haben halt kein gutes Festnetz und das wird sich vermutlich so schnell nicht ändern.. too bad aber leider kann man sich das nicht aussuchen.

Ich bin für alles offen, Hauptsache das Internet wird besser. Ich hab sehr schlechtes Festnetz zb und durch 5G hab ich erstmals richtig gutes Internet, auch wenns beim Ping ab und zu noch schwächen gibt.

Und das 5G was ich habe wird im Forum sogar als Fake 5G bezeichnet. Also wenn Fake 5G mein Internet schon soviel besser macht, dann freu ich mich schon auf die weiteren Entwicklungen^^
ARUs wurden in meiner Gegend rings herum "installiert" (Mai 2020) und ich sehe bis heute immer noch keine Geschwindigkeitsbesserungen. Also wenn eines Tages 200 MBit (down) möglich ist, bin ich echt zufrieden!
(alles was drüber ist, ist "übertrieben"; lieber 200 MBit für "alle" als 1/1000 der Bevölkerung mit 1 GBit und der Rest muss sich mit 40 MBit begnügen? Nein)
 
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