A1 Handynetz & Festnetz-Verfügbarkeit

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A1 Telekom Austria bietet als Marktführer in Österreich in Österreich ein sehr gutes Mobilfunknetz und stabiles Festnetzinternet an. Während das Handynetz sehr gut ausgebaut ist, einen guten Empfang bietet und schnelle Übertragungsraten ermöglicht, gilt das A1 Festnetz, welches noch großteils auf Kupferleitungen aufbaut als weniger modern.

LTE- & 5G-Mobilfunknetz

Die Telekom Austria startete mit der Mobilkom das erste Handynetz in Österreich. Bis heute verfügt A1 über eine große Anzahl an Sendestationen und dementsprechend über eine gute Versorgung. Der Empfang gilt in der Regel als sehr gut, der Ping ist stabil niedrig und die durchschnittlich erzielbaren Downloadgeschwindkeiten sind gemäß dem RTR Netztest die besten in Österreich.

Screenshot: Netztest.at

Technologisch gilt A1 als sehr fortschrittlich. Zum 5G-Launch in Österreich hatte der Netzanbieter mehr 5G-Sendemasten als beide Mitbewerber zusammen. Auch wenn der 5G-Ausbau immer weiter voranschreitet, kommt der Großteil der Verbindungen über LTE und LTE-Advanced zustande. Wobei die Telekom Austria über die meisten Frequenzen in ganz Österreich verfügt:

  • 800 MHz: 2 x 20 MHz für LTE (Band 20)
  • 900 MHz: 2 x 15 für GSM & LTE (Band 8)
  • 1500 MHz: 1x 30 MHz für 5G (Band n75)
  • 1800 MHz: 2 x 35 MHz für GSM & LTE (Band 3)
  • 2100 MHz: 2 x 25 MHz für LTE (Band 1) & 5G (Band n1)
  • 2600 MHz: 2 x 25 MHz für LTE (Band 7)
  • 3400 MHz: 100+ MHz für 5G (Band n76)

Typische Kombinationen für LTE-A & Carrier Aggregation (CA) sind die gleichzeitige Nutzung der LTE-Bänder 7 + 20 oder die Kombination von Band 3 + 7 + 20. Dadurch sind in der Theorie Bandbreiten von bis zu 500 Mbit/s möglich.

Den Netztest von futurzone.at hat A1 nun schon zum 8. Mal in Folge gewonnen (Stand: Ende 2020). Und auch bei vielen anderen Netzvergleichen nahm der Mobilfunknetzbetreiber A1 meist eine Spitzenposition ein.

Warum gewinnt A1 so viele Netzvergleiche?

Netzvergleich Testsieger

Der österreichische Netzbetreiber A1 hat ein sehr engmaschiges Mobilfunknetz und kann dank vielen niedrigen LTE-Frequenzen (800 und 900 MHz) eine hohe Reichweite erzielen. Hinzu kommt die gute Anbindung der Sendemasten über Glasfaser. Das verschafft dem Mobilfunkbetreiber den entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Hat A1 das schnellste Mobilfunknetz?

Ja, wenn es nach der offiziellen Statistik des RTR Netztests geht, erzielen die A1 Kunden in der Praxis im Durchschnitt die höchsten Download- und Upload-Geschwindigkeiten.

Welche Mobilfunkanbieter nutzen das A1 Netz?

Netz Marken

Das A1 Mobilfunknetz wird nicht nur von A1 Kunden, sondern auch von Red Bull Mobile, bob, yesss!, educom, geOrg und einigen weiteren kleineren Anbietern genutzt. Allerdings können diese derzeit nur LTE nutzen, das neue 5G Netz bleibt vorerst A1 Kunden vorbehalten.

A1 Festnetz Internet (über Kupferleitungen)

Das Telekom Austria Kupfernetz ist zwar gut ausgebaut und fast überall verfügbar, aber auch entsprechend der alten Technik oft recht langsam.

ADSL, ADSL+, ADSL2 und VDSL heißen die verschiedenen Technologien, die der Festnetzbetreiber im Laufe der Zeit eingesetzt hat. Zusätzliches Vectoring oder Techniken wie G.fast sollen noch mehr Geschwindigkeit aus den Leitungen herausholen.

Hinzukam der neuste Trend des Hybrid-Internets, bei dem klassische Internetanschlüsse mit Mobilfunkanschlüssen gekoppelt werden, um die Übertragungsrate zu erhöhen.

Während all diese Technologien in der Praxis die Datenübertragungsraten zu optimieren, besteht kein Zweifel daran, dass die Zukunft dem Glasfaser Internet gehören wird.

A1 Glasfaser Internet

Durch die recht hohen Investitionskosten in den Glasfaserausbau nimmt dieser leider nur sehr langsam Fahrt auf. Dies hat zur Folge, dass in Österreich nur an ausgewählten Standorten schnelles Festnetzinternet von der Telekom Austria erhältlich ist. Die genaue Verfügbarkeit kann online durch Eingabe der Adresse überprüft werden.

Doch nicht alle Glasfaseranschlüsse sind gleich. Grundsätzlich wird zwischen folgenden verschiedenen Herstellarten unterschieden:

  • FTTC: Fibre-to-the-Curb – Glasfaser bis zum Straßenrand
  • FTTB: Fibre-to-the-Building – Glasfaser bis zum Gebäude
  • FTTH: Fibre-to-the-Home – Glasfaser bis in die Wohnung

Fiber to the home (FTTH) stellt dabei die bestmögliche Breitbandverbindung dar. Das Glasfaserkabel endet direkt bei der Dose in der Wohnung. Bei allen anderen Herstellarten verringert sich die maximal mögliche Leistung durch den zusätzlichen Einsatz von Kupfer.

Bei Fiber to the building (FTTB) wird die Glasfaserleitung zwar bis ins Gebäude verlegt, endet aber am Anschlusspunkt (z.B. Keller). Innerhalb des Gebäudes wird das letzte Stück der Leitung bis zur Anschlussdose mit Kupferkabel überbrückt.

Bei FTTC bzw. Fiber to the curb endet die schnelle Leitung am Verteilerkasten im Gehwegbereich. Von dort aus überträgt ein Kupferkabel die Daten bis zum Internetanschluss in der Wohnung.

Internet & Netflix bei A1

Einige A1 Internetnutzer beklagen die Streamingqualität von Netflix in den Abendstunden. Dies dürfte jedoch nicht auf eine punktuelle Netzüberlastung wie bei manch anderen Anbieter zurückzuführen sein. Das A1 Internet ist in der Regel selbst zu Spitzenzeiten schnell genug. Vielmehr dürfte die Ursache in kleineren Streitigkeiten zwischen der Telekom Austria und Netflix begründet liegen.

Videostreaming über Netflix bedeutet, dass viele Daten über die Leitungen übertragen werden müssen und verursacht damit eine hohe Netzbelastung. Damit es bei einem normalen Router zwischen Internetprovidern und den Servern von Netflix zu keinem Engpass kommt, stellt Netflix großen Providern Cache-Server in der eigenen Netzinfrastruktur (Edge-Location) zur Verfügung, um das Peering und die Performance zu verbessern. Auch A1 dürfte so ein Angebot erhalten haben. Dem Vernehmen nach ist die Telekom aber nicht bereit, die Nebenkosten (z.B. Strom, Miete) für den Betrieb der Netflix Server zu übernehmen, wohingegen sich Netflix weigert, dafür Zahlungen an die Telekom Austria zu leisten.

Durch die Gleichbehandlung aller Streaminganbieter stellt die Telekom Austria die Netzneutralität sicher. Schlussendlich leiden jedoch die Kunden.