Magenta Netz

Der Netzbetreiber Magenta verfügt in Österreich über ein großflächiges Mobilfunknetz (früher bekannt als T-Mobile Austria) und Kabelnetz (ehemalig UPC Austria) in den Großstädten.

Magenta Netzabdeckung

Empfang und Netzabdeckung des Mobilfunknetzes erreichen im Netztest der Fachzeitschrift connect Jahr für Jahr Bestnoten. Die genaue Abdeckung des LTE-Netzes hängt natürlich vom individuellen Standort, der Nähe zu den Sendemasten, der Auslastung der LTE-Zelle und dem verwendeten Endgerät ab. Gemäß der Speedtest-Statistik des RTR Netztests erreicht das Magenta Handynetz gute durchschnittliche Werte, liegt aber hinter dem Marktführer Telekom Austria zurück.

RTR Netztest Vergleich der Bandbreiten

Im Jahr 2021 hat Magenta damit begonnen, die Mobilfunksendemasten in eine eigene Geschäftseinheit GD Towers auszulagern, welche diese zur Profitabilitätssteigerung auch an interessierte Dritte vermieten soll.

Das Magenta LTE-Netz in Österreich

Dank einer guten Aufteilung der LTE-Frequenzen kann Magenta sowohl im niedrigen (wichtig für ländliche Regionen) als auch hohen Frequenzbereich (wichtig für dichter besiedelte Orte) punkten.

  • 2x 10 MHz im LTE Band 20 bei 800 MHz (hauptsächlich am Land)
  • 2x 20 MHz im LTE Band 3 bei 1.800 MHz
  • 2x 10 MHz im LTE Band 1 bei 2.100 MHz
  • 2x 20 MHz im LTE Band 7 bei 2.600 MHz (hauptsächlich in Städten)

Typische Varianten für Carrier-Aggregation (CA) sind dabei die Kombinationen:

  • Land: B20+B3, B20+B1, B20+B3+B1
  • Stadt: B1+B3+B7, B3+B1, B3+B7, B20+B3+B1

Das Magenta 5G-Netz in Österreich

Magenta Netz

Das New Radio (NR) Mobilfunknetz der 5. Generation befindet sich gerade im Aufbau.

  • 20 MHz im 5G-Band n28 bei 700 MHz
  • 20 MHz im 5G-Band n75 bei 1.500 MHz
  • 10 MHz im 5G-Band n1 bei 2.100 MHz
  • 110 MHz im 5G-Band n78 bei 3.400 MHz (Netzabdeckungskarte)

Während Magenta zwar über große Frequenzbereich im NR-Band n78 verfügt, kommt bei den meisten Kunden das 5G-Signal über DSS (Dynamic Spectrum Sharing) in Kombination mit LTE zustande. Das erlaubt einen schnelleren Roll-Out und eine gute Grundversorgung, jedoch sind die erreichbaren Downloadgeschwindigkeiten auf Grund des schmalen Frequenzbereichs oft nicht viel höher als über LTE.

Das Magenta Netzwerkmanagement

Wie alle österreichischen Netzbetreiber setzt auch Magenta ein Netzwerkmanagement unter der Bezeichnung „Bandbreitenoptimierung“ ein. Im Falle, dass ein einzelner Mobilfunksendemast bzw. eine ganze Mobilfunkzelle überlastet ist, wird die zur Verfügung stehenden Bandbreite zwischen den Mobilfunkteilnehmern aufgeteilt. Dabei kann es je nach Tarif zur Bevorzugung bzw. Benachteiligung einzelner Kunden kommen.

Magenta gruppiert seine LTE-Tarife in bis zu 11 Nutzungsklassen, den Verwendungsgruppen A bis K. Der beste Tarif kann dabei um bis zu einem Faktor von 20 gegenüber der schlechtesten Einstufung bevorzugt werden. Kunden mit schlecht eingestuften Tarifen haben damit im Auslastungsfall meist keine Chance auf eine gute Downloadgeschwindigkeit.

Im neuen 5G-Mobilfunknetz gibt es hingegen nur mehr 2 Verwendungsgruppen: Mobil für Sprachtarife und Stationär für unlimitierte Internettarife mit einem Verhältnis von 1:5. Innerhalb einer Verwendungsgruppe werden die Tarife relativ zu ihrer maximalen Downloadgeschwindigkeit laut Tarif aufgeteilt.

Das Magenta Kabel-Internet

T-Mobile Austria übernahm im Jahr 2018 UPC Austria samt dem Kabelnetz in den Städten Wien, Graz, Klagenfurt, Villach sowie Wiener Neustadt und Umgebung. Das Kabelinternet-Netz baut in der Basis auf einem Glasfasernetz und Coax-Kabelnetz auf. Außerhalb der eigenen Versorgung wird es mit zugemieteten DSL-Vorleistungen der Telekom Austria ergänzt. Die Verfügbarkeit des Internets kann mittels Adresseingabe online überprüft werden. Im Vergleich zum Kupfer-Internet der Telekom Austria lassen sich mit dem Koaxialkabelnetz mit Glasfaseranbindung jedoch meist höhere Geschwindigkeiten erzielen.

In der neusten Ausbaustufe bietet das Magenta Kabelinternet bis zu 1 Gbit/s im Download. Um dies zu erreichen, setzt man auf den neuen Standard DOCIS 3.1. Der Upload arbeitet hingegen noch über DOCSIS 3.0 und bietet bis zu 50 Mbit/s. Als Modem kommt dabei die Magenta Fiber Box 2 (Arris TG3492 mit DOCSIS 3.1) zum Einsatz. Die LTEForum User haben diesbezüglich mit der neuen Fiber Box 2 wesentlich bessere Erfahrung gemacht als mit der bei langsameren Tarifen zum Einsatz kommenden Internet Fiber Box (Compal Broadband Networks CH7465LG-LC), welche noch mit DOCSIS 3.0 arbeitet.

Tipp: Um in den Genuss der Vorteile von DOCSIS 3.1 und der neuen Fiber Box 2 zu kommen, ohne den teuersten Kabelinternettarif mit 1 Gbit/s wählen zu müssen, empfiehlt es sich, zu einem der Magenta Gaming Internettarife zu greifen. Diese werden immer mit DOCSIS 3.1 in Verbindung mit dem Arris Modem hergestellt.

Für die nächste Ausbaustufe arbeitet Magenta an DOCSIS 4.0, welches Downloadgeschwindigkeiten bis zu 10 Gbit/s ermöglichen sollen. Erste Internettarife sollen Ende 2021 bzw. Anfang 2022 präsentiert werden.

Wie schnell ist das Magenta Kabelinternet?

Der Kabelnetzbetreiber Magenta bietet in Wien Internettarife mit Downloadgeschwindigkeiten bis zu 1 Gbit/s an. Der Upload beträgt max. 50 Mbit/s.

DSL oder Kabel? Was ist besser?

Während DSL eine stabile Bandbreite zur Verfügung stellt, handelt es sich bei Kabelinternet um ein Shared-Medium. Je mehr andere Kunden dieselbe Leitung beanspruchen, desto geringer kann die eigene Geschwindigkeit werden. Starke Einschränkungen sind jedoch selten der Fall. Hinzu kommt, dass Kabelinternet über eine Koaxleitung meist schneller als DSL über eine Kupferleitung ist.

Kabel oder Mobilfunk? Was ist besser?

In beiden Fällen handelt es sich um ein Shared-Medium bei dem die Bandbreite mit anderen Internetteilnehmern geteilt wird. Jedoch gilt das Kabelinternet als deutlich stabiler und in vielen Fällen auch schneller. Je nach Angebot können Tarife für mobiles Internet jedoch günstiger ausfallen.

Magenta Fiber Box 2 vs. Internet Fiber Box?

Fiber Box 2

Die Internet Fiber Box 2 ist dank moderner CPU und Leistungsreserven klar besser. Jedoch gibt es diese derzeit nur in Verbindung mit den DOCSIS 3.1 Tarifen gigakraft 1000 und gigakraft gaming.